Crocus vernus

Crocus_vernus_fr%c3%bchlings-krokus_22 Name Frühlings-Krokus
Botanischer Name: Crocus vernus
Familie Iridaceae, Schwertliliengewächse
Pflanzen pro qm 150.00
Wikipedia Crocus vernus
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

ssp. albiflora

Beschreibung

Naturstandort

Crocus vernus ist in mehreren Unterarten bzw. Kleinarten in den europäischen Gebirgen von den submontanen bis zu den subalpinen Höhenlagen verbreitet.

In Deutschland ist der Frühlings-Krokus v.a. in den östlichen Mittelgebirgen in frischen Wirtschaftswiesen und -Weiden unbeständig eingebürgert. Auch in den urbanen Räumen von Hamburg und Berlin gibt es nennenswerte Vorkommen. Hier dürften aber hybridisierte Formen eine wichtige Rolle spielen.

Die von Crocus vernus mittlerweile abgegrenzte Art Crocus albiflorus kommt in den bayerischen Alpen natürlich und relativ häufig vor. Sie besiedelt verschiedene frische Gebirgsrasen in sonnigen Lagen auf oft basenärmeren Böden.

Die meisten Sippen des Frühlings-Krokus besiedeln sonnige Bergwiesen. Manche Sippen bevorzugen auch lichte, montane Laubwälder.

Die meist skelettreich-humosen Substrate sind mäßig nahrhaft bis nahrhaft. Einige Crocus-Vernus-Formen treten auch gerne an Viehlagerstätten auf, die sehr stickstoffreich sind. Die Bodenreaktion reicht von alkalisch bis schwach sauer.

Die Wasserversorgung ist im Frühling frisch bis sickerfeucht. Im Hochsommer können kürzere Trockenphasen auftreten.

Am Naturstandort in einer subalpinen Gebirgswiese:

Manchmal muss man sich alte Bekannte in ihrer natürlichen Umgebung anschauen, um ein neues Verständnis für sie zu entwickeln. So wie bei den inflationär verwendeten Garten-Krokussen. Wir sehen hier mit dem Frühlings-Krokus (http://galasearch.de/plants/14607-crocus-vernus) eine der wichtigsten Elternarten.:

Beschreibung

Crocus vernus ist ein vorsommergrüner Zwiebelgeophyt von etwa 10 cm Wuchshöhe. Durch Tochterzwiebeln entstehen kleine Horste, die sich durch Versamung mit der Zeit zu rasenartigen Beständen schließen. Die Zwiebeln sind stark giftig.

Die Blüten erscheinen im Flachland bereits ab Ende Februar. Die Zentralart hat violett-weiße bis tief-violette Blüten.

Die verschiedenen Sippen oder Kleinarten neigen auch am Naturstandort mehr oder weniger stark zur Bildung von Hybridformen. Die Variabilität der Erscheinungsformen ist daher hoch und eine sichere Artbestimmung nur Spezialisten vorbehalten.

Als wichtige Elternart der Garten-Krokusse ist sie in der Gartenkultur allegegenwärtig, während die botanische Art praktisch nicht im Handel ist. Lediglich Crocus albiflorus ist als "Crocus vernus ssp. albiflorus" mit etwas Mühe zu beziehen (s.u.).

Verwendungshinweise

Wäre Crocus vernus im Handel zu beziehen, würden sich Garten-Feinschmecker über die subtilen Unterschiede zu den Garten-Krokussen freuen. Dem durchschnittlich aufgeschlossenem Betrachter wird sich der Leckerbissen aber nicht weiter erschließen. Dies gilt im Grunde auch für Crocus albiflorus ("Crocus vernus ssp. albiflorus").

Wer jedoch ein konsequent naturnahes Alpinum mit botanischen Besonderheiten für das Sammlerherz sein Eigen nennen will, greift auf den Frühlings-Krokus zurück. Es gibt aber auch eine Reihe weiterer, leichter zu beziehende Krokusse mit teilweise noch wesentlich deutlicherem Wildartencharme.

Kultur

Der Frühlings-Krokus ist ein robuster Zeitgenosse, der in sonnigen Lagen auf praktisch allen im Frühling frischen bis sickerfeuchten Mineralböden zuverlässig funktioniert.

Wird er in Wiesen und Rasen eingesetzt, sollte der erste Schnitt nicht vor Ende Mai/Anfang Juni erfolgen.

Sorten:

  • ssp. albiflora: weiße bis hell-violett-weiße Blüten, mit und ohne dunkler Aderung. Eigentlich eigenständige Art, im Handel erhältlich

Fotos: mit freundlicher Unterstützung durch Biegun Wschodni (https://unsplash.com/@biegunwschodni)

Bilder





Crocus_vernus_fr%c3%bchlings-krokus_22

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Zwiebel/Knolle
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
bis 15 cm Höhe
weiß
violett
März
grün
dunkel-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
stark giftig
unbedeutend
frisch
wechselfeucht
gut drainiert
sommertrocken
feucht
vollsonnig
sonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
poröser Schotter
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Alpine Schuttfluren/Blockhalden
arme Böden
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Europa
Mittelgebirge (montan)
alpin
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
befriedigend
Sehr gering
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
Silikat
Kalk
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Lebensbereich
Bauerngarten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Wiese
Raritäten/Saatgut
Alpinum