Patrinia scabiosifolia

Patrinia_scabiosifolia_gold-baldrian Name Hoher Goldbaldrian
Botanischer Name: Patrinia scabiosifolia
Familie Valerianaceae, Baldriangewächse
Pflanzen pro qm 5.00
Sorten

Nagoya

Beschreibung

Naturstandort

Patrinia scabiosifolia ist in weiten Teilen Chinas und Koreas, in der Mongolei, dem Fernen Osten Russlands bis nach Japan verbreitet. Der Hohe Goldbaldrain kommt von den Tieflagen bis in hochmontane Höhenstufen vor. In Teilen Nordamerikas gilt er als invasiv.

Er besiedelt selten gemähte Wiesen, größere, wiesenartige Waldlichtungen und sonnige Gehölzränder außerhalb des unmittelbaren Wurzelbereichs der Gehölze.

Sekundärstandorte sind sonnige Straßenböschungen.

Die Böden sind skelettreiche, gut drainierende Mineralböden mit mehr oder weniger guter Humus- und Nährstoffversorgung. Der Wasserhaushalt ist überwiegend frisch, wobei gelegentliche Trockenphasen auftreten können.

Bezüglich der Bodenreaktion ist die Art wohl relativ tolerant und kommt sowohl auf alkalischen wie sauren Substraten vor.

Der Hohe Goldbaldrian hat ein unglaubliche-klares, kühl-leuchtendes Blütengelb zu bieten. Der Flor reicht vom Hoch- bis in den Spätsommer. Dieser Goldbaldrain wird noch Karriere machen!

Der Goldbaldrian macht sich auch in der Rabatte stimmig.

Beschreibung

Patrinia scabiosifolia ist eine horstige, sommergrüne Staude. Sie erreicht in Blüte Wuchshöhen zwischen 50 und 120 (150) cm. Die Blütenstiele sind nur leicht beblättert, der Hauptanteil des Laubes verbleibt bodennah in einer Art Halbrosette. Die Wuchskraft kann stark variieren, was sich insbesondere zeigt, wenn eigene Pflanzengenerationen aus Samen gezogen werden.

Die zahlreichen, kleinen Blüten stehen an langen Stängeln in Scheindolden. Sie sind von einem kühlen, klaren Gelb. Die Blütezeit liegt im August und reicht weit in den September, teilweise bis Mitte Oktober hinein. Die Blütenstiele und auch die Stengelblätter verfärbern sich zum Ende der Blütezeit weinrot, was einen schönen Kontrast mit dem leuchtenden Gelb der letzten Blüten ergibt..

Die Blüten verströmen einen ausgesprochen intensiven, etwas irritierenden aber letztlich doch angenehmen Duft. Das im Spätherbst verottende Laub hat dagegen ein säuerliches, eher unangenehmes Odeur.

Die Blätter, Triebspitzen und Blüten können gekocht als Küchenkraut verwendet werden. Die Wurzeln enthalten antibakteriell wirksame Substanzen.

Verwendungshinweise

Der Hohe Goldbaldrian hat ein ganz wunderbares, geradezu tiefgekühltes Gelb zu bieten. Alle, die sich derzeit mit den warmen Gelbtönen noch etwas schwer tun, können hier guten Gewissens zugreifen. Besonders auffällig ist das Strahlen der Blüte im Abendlicht.

Sehr stimmig sind Kombinationen mit silberlaubigen Stauden sowie weißen und blauen Blüten in naturalistischen, von Ziergräsern mitbestimmten Staudenpflanzungen.

Auch in wiesenartigen Situationen oder am sonnigen Gehölzrand passt sich die Art sehr überzeugend ein.

Kultur

Patrinia scabiosifolia braucht es in erster Linie sonnig und gerne etwas nahrhafter. Sie bleibt dabei immer vollkommen standfest, selbst hochwüchsige Exemplare schwächeln hier niemals.

Zusätzlich scheint es ihr gut zu bekommen, wenn das Bodensubstrat immer mal wieder kurzzeitig trocken fällt. Durchgängig frische oder gar feuchte Standorte können zu Wurzelfäulen führen. Günstig sind daher Böden mit hohem, gut dranierendem Porenvolumen und porösem, wasserspeichernden Skelettanteil aus z.B. Lava oder Sandgesteinen.

Starke Wurzelkonkurrenz sollte vermieden werden und auch früh im Jahr kräftig austreibende Begleiter sind aufgrund der Lichtkonkurrenz ungünstig. Man darf sich hinsichtlich des Lichtbedarfs auch nicht von der absoluten Höhe der Blütenstände täuschen lassen: Der Hauptteil der Laubblätter wird kaum höher als 30 cm, weshalb begleitende Hochstauden und Hochgräser immer so angeordnet werden müssen, dass sie kaum Schatten auf den Gold-Baldrian fallen lassen.

Der Hohe Goldbaldrian ist keine besonders langlebige Staude. Dafür ist er leicht aus Saatgut zu vermehren und tut dies mitunter auch selbsttätig. Herbstkeimlinge blühen recht zuverlässig schon im darauffolgenden Spätsommer.

Sorten:

  • Nagoya: 80-100 cm hoch, auffallend dichtblütig, gute Schnittsorte, bräunlich-rote Laubfärbung im Herbst, kaum im Handel

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
60-100 cm Höhe
100-150 cm Höhe
gelblich-grün
gelb
August
September
zierende Herbstfärbung
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
essbar
Heil-/Gewürzpflanze
ausgeprägt
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
ausgeprägte Warmlage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Asien
Ostasien/China/Mandschurei
Japan/Korea/Sachalin/Taiwan
Sibirien
sehr gut
Mittel
strukturbildender Gruppen-Solitär
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Repräsentative Gärten
Steppenpflanzung
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Insektenweide
Wiese
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
sommergrün
Wiesen
Gehölzrand/Staudenfluren