Vella spinosa

Veila_spinosa_dornige_vella Name Dornige Vella
Botanischer Name: Vella spinosa
Familie Cruciferae, Kreuzblütler
Pflanzen pro qm 5.00
Wikipedia Vella spinosa
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort

Vella spinosa kommt nur in den Gebirgsregionen des süd-westlichen Spaniens vor. Die Dornige Vella steigt hier bis in 2.000 m Höhe hinauf. Im Winter treten durchaus kräftige Fröste auf.

Sie ist eine Charakterart der aus steifen, kompakten Halbsträuchern zusammengesetzten Dornpolsterfluren. Nicht selten steht sie aber auch weitgehend alleine in Rasen aus niedrigen Gräsern.

Die Standorte sind vollsonnige Berghänge und Bergkuppen auf kalk-skelettreichen, humusarmen Mineralböden. Die Dornige Vella ist auch in der Lage, nackte Felswände und Felsköpfe zu erobern, wenn ihre Wurzeln in tiefreichenden Spalten vordringen können.

Während des Sommerhalbjahres treten längere Trockenperioden auf.

Beschreibung

Vella spinosa ist ein polsterartig wachsender Zwergstrauch. Er erreicht am Naturstandort Wuchshöhen zwischen 30 und 50(60) cm und kann bis zu einem Quadratmeter Fläche einnehmen.

Die leicht grau-grünen Laubblätter sind zu Dornen umgebildet, die den Verbiss und die Verdungstungsrate minimieren.

Die kleinen, blass-gelben Blüten erscheinen ab Ende April und verströmen einen angenehmen Duft. Sie überziehen den Strauch mit einem dichten Blütenteppich.

Verwendungshinweise

Die Dornige Vella wird nur sehr selten verwendet. Man sollte sie öfter ausprobieren.

In gut gepflegeten Privatanlagen ist sie eine ganzjährig interessante Struktur für Steppen- und Kiesgärten oder mediterranen Alpinarien.

In größeren Anlagen entstehen mit der Zeit ungewöhnliche Bilder, wenn ein ganzes Polster-Ensemble dem Bild ihren Stempel aufdrückt.

Von ganzjährig edlem Understatement ist sie auch in hochwertigen Pflanzgefäßen. Sie passt hier gleichermaßen zu mediterranen Terrassen als auch in minimalistische Situationen. Die Überwinterung sollte dann aber hell und weitgehend frostfrei erfolgen.

Die Art ist mit etwas Mühe im Spezialhandel und auch als Saatgut erhältlich.

Kultur

Generell sind skelettreiche, gut drainierende Mineralböden mit geringen Humusanteilen ideale Substrate. Die Bodenreaktion kann neutral bis alkalisch sein. Stickstoffreiche Bedingungen können zwar recht gut in Wachstum umgesetzt werden, sorgen aber für ausufernde, weniger reizvolle Formen.

Außerdem leidet die Winterhärte auf nahrhaften Böden. Generell sollten windgeschütze, ganzjährig möglichst wärmebegünstigte Lagen gewählt werden, um die Wirkung von Tieffrösten nicht unnötig zu verstärken. Dennoch lässt sich das Absterben von Teilen des Polsters kaum vermeiden und tritt auch am Naturstandort auf.

Feuchtigkeit im Boden ist dringend zu vermeiden. Sie ist der Hauptgrund für winterliche Totalverluste. Sogar in regenreichen Sommern bleibt es oft nicht aus, dass Teile der Vella absterben und unschöne braune Stellen hinterlassen. Schneidet man diese zügig aus, schließen sich die Lücken aber wieder.

In Gartenkultur neigen die Polster zu einem etwas lockeren Wuchs, da Verbiss und oft auch ausreichender Trockenstress fehlen. Das Erscheinungsbild ist ausdrucksstärker, wenn man die Polster jährlich ein oder zweimal etwas zurückschneidet.

Die Dornige Vella lässt sich zuverlässig aus Samen heranziehen und entwickelt sich auch erstaunlich zügig.

Bilder





Veila_spinosa_dornige_vella

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Sträucher/Bäume Blütenfarbe Blütezeit
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
Strauch
Halb-/Zwergstrauch
horstartig
30-60 cm Höhe
Polsterpflanze
rundlich
breit ausladend
gelblich-grün
hell-gelb
Mai
Blattfärbung Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche
grün
grau-grün
ungiftig
vorhanden
trocken
mäßig trocken
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
(lehmiger/humoser) Sand
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
arme Böden
mittlere Böden
frostfreie Lage
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Südeuropa
gut
Mittel
strukturbildender Gruppen-Solitär
strukturbildende Matrixpflanze
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Steppenpflanzung
für Pflanzgefäße geeignet
Gründächer
Substratstärke über 15 cm
Insektenweide
Raritäten/Saatgut
wintergrün
winter-/immergrün
Alpinum
Felssteppen