Erythronium "Pagoda"

Erythronium_'pagoda' Name Hundszahn "Pagoda"
Botanischer Name: Erythronium "Pagoda"
Familie Liliaceae
Pflanzen pro qm 20.00

Beschreibung

Naturstandort

Erythronium "Pagoda" ist eine Arthybride zwischen Erythronium tuolumnense und Erythronium californicum "White Beauty".

Erythronium tuolumnense wächst in einem sehr kleinen Gebiet im mittleren Osten von Kalifornien in der Nähe des Yosemite-Nationalparks. Sie besiedelt hier lichte Laub-Mischwälder. Die skelettreich-humosen Waldböden sind mehr oder weniger nahrhaft und v.a. dauerhaft frisch.

Erythronium californicum kommt im nördlichen Kalifornien in den Gebirgszügen entlang der Pazifikküste vor. Er steigt hier von den Tallagen bis in montane Höhenlagen auf. Typische Wuchsorte sind lichte Laub-Mischwälder, Waldlichtungen und absonnige Steilhänge.  Auch Erythronium californicum bevorzugt humose, dauerhaft frische Waldböden.

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'Pagoda' blüht zeitgleich mit Mertensia virginica und Lunaria annua

Beschreibung

Erythronium "Pagoda" ist eine vorsommergrüne, 30 bis 40 cm hohe Zwiebelpflanze. Unter den Hundszähnen gehört sie zu den kräftigsten Erscheinungen. Durch Tochterzwiebeln entstehen rasch kleine Gruppen.

Die beiden großen Blätter sind zart weißlich gezeichnet und etwas glänzend. Die Panaschierung sticht aber weniger ins Auge als bei anderen Gattungsvertretern.

Die zitronen-gelben Blüten erscheinen für gut 14 Tage ab Mitte April. Sie blüht damit etwa zwei Wochen später als z.B. Erythronium californicum. Schon junge Exemplare tragen drei bis vier, leicht zeitversetzt aufblühende Blüten.

Verwendungshinweise

Erythronium "Pagoda" verbreitet eine leicht exotische Note. Sehr apart kommt sie in absonnigen, frischen und luftfeuchten Lagen von Mauern und Gebäuden oder in asiatisch/mediterranen Gärten zur Geltung. Schön ist sie auch in den schattigeren Bereichen von naturhaften Steingärten eingesetzt.

Eine Kombination mit zarten, winter- oder auch immergrünen Waldgräsern und niedrigen Farnen ist gut möglich und erzeugt eine angenehme Spannung zwischen naturhaftem Umfeld und der für Mitteleuropäer ungewöhnlichen Erscheinung dieses Hundszahns.

Auch in kleinen Anlagen empfiehlt sich die Verwendung in Gruppen von mindestens 8-15 Exemplaren. In parkartigen Anlagen sollte sie in der Nähe von Wegen und Plätzen gepflanzt werden, um wahrgenommen zu werden.

Insgesamt hat diese Hybride aber eine deutlich ausgeprägtere Wahnehmbarkeit als die meisten anderen Hundszähne. Recht eindrucksvolle Bilder entstehen schon im ersten Frühling nach der Pflanzung, nicht erst nach Jahren, wenn sich die Bestände individuenreich verdichtet haben.

Die Art wird eher selten verwendet, ist aber im Handel ohne größere Mühe zu beziehen.

Kultur

Erythronium "Pagoda" gehört zu den zuverlässigsten, robustesten Hundszähnen. An günstigen Standorten breitet sich die Art durch Tochterzwiebeln willig aus und verdichtet die Bestände zusehends. Die Hybride ist steril, setzt also keine Samen an.

Während der Vegetationsperiode ist die Art trockenheitsempfindlich, auch nach dem Blatteinzug im Sommer mögen die Zwiebeln nicht trocken liegen.

Am Naturstandort sind die Zwiebeln über den Winter durch den Schirm der Bäume und die Laubstreu vor starker Frosteinwirkung geschützt. Wo regelmäßig heftige Barfröste auftreten sollten daher geschützte Lagen und eine Abdeckung mit Laubmulch vorgenommen werden. Letzteres wirkt sich zudem günstig auf die Nährstoffversorgung des Bodens aus.

Erythronium "Pagoda" liebt humose, dauerhaft frische, aber nicht staunasse und eher basenarme Böden. In Kultur gedeiht sie aber auch problemlos auf basenreicheren, weniger humusreichen Böden problemlos, wenn sie ausreichend stickstoffversorgt sind.

Die Zwiebeln sind nicht durch eine Zwiebelhaut vor Austrocknung geschützt. Sie müssen im Herbst daher direkt nach der Lieferung gesetzt werden. Die Pflanztiefe sollte bei 10 cm liegen, um die Frostsicherheit zu steigern.

Bilder





Erythronium_'pagoda'


Erythronium_'pagoda'_3

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Zwiebel/Knolle
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
30-60 cm Höhe
gelb
April
grün
panaschiert
Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P)
unbedeutend
frisch
gut drainiert
nicht austrocknend
feucht
halbschattig
sommerlich schattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
starker Wurzeldruck
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich Handelsgängigkeit
frostfreie Lage
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
wintermilde Lage
Warmlagen
Zuchtform
sehr gut
Gering
Gruppen-Verbands-Pflanze
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
Asiatisch-Exotischer Garten
Mediterraner Garten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Waldgarten
öffentliches Grün
Rabatte
Nebensortiment
Belaubung Lebensbereich
vorsommergrün
Gehölz/Wald