Genista tinctoria

Genista_tinctoria Name Färber-Ginster
Botanischer Name: Genista tinctoria
Familie Fabaceae
Pflanzen pro qm 4.00
Wikipedia Genista tinctoria
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

Plena, Royal Gold

Beschreibung

Naturstandort

Genista tinctoria hat seinen Verbreitungsschwerpunkt im zentralen Mittel- und Osteuropa. Er fehlt im Nord-Westen der Britischen Inseln, in Skandinavien und südlich der Pyrenäen.

In Deutschland erreichen die Vorkommen in den Mittelgebirgsregionen die höchsten Bestandsdichten, in der Norddeutschen Tiefebene dünnen die Vorkommen merklich aus. Im Alpenraum fehlt sie weitgehend.

Der Färber-Ginster besiedelt Pfeifengras-Wiesen, stickstoffarme Gehölzsäume und bodensaure, lichte Eichenwälder, Magerrasen und Borstgrasrasen. An der Nordseeküste besiedelt die Unterart Genista tinctoria ssp. littoralis feuchte Senken der Graudünen.

Die Art ist bezüglich der meisten Standortparameter relativ anpassungsfähig. Entscheidende Kriterien sind möglichs sonnige und extrem stickstoffarme Bedingungen.

Die Wasserversorgung ist oft frisch bis feucht, es werden aber auch ausgeprägt wechselfeuchte Bedingungen und mäßig trockene Standorte besiedelt. Bevorzugt werden etwas wärmebegünstigte Lagen in Regionen mit niederschlagsreichen Sommern und milden Wintern.

Die Reaktion der unterschiedlichen besiedelten Böden reicht vom sauren bis schwach alkalischen Milieu.

Beschreibung

Genista tinctoria ist ein sommergrüner, horstiger Halbstrauch mit buschigem Wuchs. Durch die grüne Rinde der einjährigen Triebe wirkt er nahezu wintergrün, zumindest dort, wo er oberirdisch nicht zurück friert. Er wird zwischen 30 und 50 cm hoch, auf reicheren Böden in Kultur auch bis zu 100 cm.

Die leuchtend Gelben Schmetterllingsblüten erscheinen reich und ausdauernd von Ende Juni bis Ende August.

Genista tinctoria ist eine seit der Antike genutzte, bedeutende Färber- und Heiulpflanze.

Die Art ist wie viele Schmetterlingsblüter als Anpassung an die stickstoffarmen Wuchsorte in der Lage, mit Hilfe von Knöllchenbakterien Luftstickstoff zu binden.

Verwendungshinweise

Genista tinctoria ist eine gute Wahl für naturhafte Säume, blütenreiche Magerwiesen und heideartige Situationen. Schöne Bilder entstehen auch in Felsspalten oder an Trockenmauern.

Die Art erzielt sowohl im losen Verbund, z.B. eingestreut in eine Matrix aus Wiesengräsern, in kleinen Gruppen oder großflächig bestandsbildend gute Wirkung.

Färber-Ginster ist auch in Pflanzgefäßen und Kübeln überzeugend, v.a. in größeren Gefäßen in Mischpflanzungen mit Ziergräsern.

Kultur

An die Kulturbedingungen werden im Wesentlichen nur zwei Anforderungen gestellt: sonnig und stickstofarm. Auf reichen Böden gedeiht sie zwar üppig, wird aber leichter von wüchsigen Konkurrenten durch Verschattung verdrängt.

Gelegentliche Trockenphasen als auch temporäre Staunässe sind unproblematisch.

In winterrauhen Regionen oder auf zu stickstoffreichen Substraten (schlechtes Ausreifen der Triebe) friert der Halbstrauch oftmals bis auf den Boden zurück, treibt aber willig wieder aus. Der Habitus bleibt dadurch buschig-kompakt. Wo er oberirdisch nie zurückfriert, neigt er im Alter etwas zum Verkahlen. Ein gelegentlicher Rückschnitt nach der Blüte ist hilfreich und führt meist zu einer Nachblüte im September.

Sorten:

  • Plena: etwas niedriger im Wuchs, dafür stark breit-wüchsig, gefüllte Blüten, reichblütig, etwas artifiziell, deutlich teurer als die Art
  • Royal Gold: auch im Alter kompakter Wuchs, dabei bis 100 cm hoch, gold-gelber Blütenflor

Bilder





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Genista_tinctoria


Genista_tinctoria

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Sträucher/Bäume Blütenfarbe Blütezeit
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
Strauch
Halb-/Zwergstrauch
horstartig
30-60 cm Höhe
rundlich
grün
gelb
Juni
Juli
Blattfärbung Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche
grün
hellgrün
ungiftig
Heil-/Gewürzpflanze
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
wechselfeucht
sommertrocken
feucht
vollsonnig
sonnig
Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
organische Böden
poröser Schotter
kalk-/basenreich
sehr arme Böden
arme Böden
mittlere Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Ozeanischer Verbreitungsschwerpunkt
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
gut
Gering
strukturbildender Gruppen-Solitär
Gruppen-Verbands-Pflanze
strukturbildende Matrixpflanze
Moore und Sümpfe Wiesen Trockenrasen Alpine Schuttfluren/Blockhalden Staudenfluren
Niedermoore
Feuchtwiesen
Sandtrockenrasen
Steppenrasen
Bodensaure Borstgrasrasen
Strand-Dünen
Silikat
Kalk
Staudenfluren trockenwarmer Standorte
Zwergstrauchheiden und Nadelgebüsche Wälder Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung
Feucht- und Moorheiden
Trockene Sandheiden
Bergheiden
Besenginsterheiden
Wacholdergebüsche
Eichenwälder
Bodensauere Eichenmischwälder
Steppen-Eichenwälder
Subkont. Kiefern-Eichenwälder
Nadelwälder
Kiefernwälder
Sand-Kiefernwälder
Kiefer-Steppenwälder
Schneeheide-Kiefernwälder, kalkreich
Bauerngarten
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Heidegarten
Steppenpflanzung
für Pflanzgefäße geeignet
Klostergarten
Gründächer
Substratstärke über 15 cm
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Insektenweide
Wiese
Hauptsortiment
winter-/immergrün
Lebensbereich
Gehölz/Wald
Alpinum
Wiesen
Felssteppen
Steppen
Heiden
Gehölzrand/Staudenfluren