Dracunculus vulgaris

Dracunculus_vulgaris Name Gemeine Drachenwurz, Schlangenwurz
Botanischer Name: Dracunculus vulgaris
Familie Araceae
Pflanzen pro qm 4.00
Wikipedia Dracunculus vulgaris

Beschreibung

Naturstandort

Dracunculus vulgaris kommt vom südlichen Balkan bis Griechenland und den Süd-Westen der Türkei vor.

Die Drachenwurz besiedelt (voll-)sonnige Geröllhänge, temporäre Gebirgs-Bachläufe, lichte Gebüsche und lichte Wälder oder Olivenhaine. Die meist gut basenversorgten Böden sind skelettreich-schottrig.

Zumindest im Frühjahr sind die Standorte ausreichend wasserversorgt und trocknen erst im Sommer stärker ab. Bevorzugt werden halbschattige Lagen.

Beschreibung

Dracunculus vulgaris ist eine sommergrüne, horstige Knollenpflanze. Sie treibt spät aus und entwickelt bizarr-fingerartige, weiß gefleckte Blätter. Die Wuchshöhe beträgt zwischen 50 und 100 cm.

Die schwarz-braune, mitunter violett angehauchte oder sogar weißliche Spatha des Blütenstandes erscheint ab Ende Juni bis Ende Juli. Die Spatha erreicht bis zu 40 cm Länge. Am Naturstandort werden mitunter auch bis zu 80 cm Länge erreicht. Der Blütenstand verströmt kurzzeitig (1-2 Tage) einen intensiven Aasgeruch, um Fliegen anzulocken.

Die Pflanze ist giftig.

Verwendungshinweise

Dracunculus vulgaris ist nicht sicher winterhart und wird in Mitteleuropa sehr selten kultiviert.

Das Erscheinungsbild ist einzigartig, wen der Anblick unvorbereitet trifft, mag sich sogar kurz erschrecken. In betont exotischen Arrangements ist die Art jedenfalls eine eindeutige Bereicherung.

Sie kommt sowohl am lichten Rand üppiger Gehölzsäume als auch in Verbindung mit Kies, Schotter und Felsen in Alpinarien oder steppenartigen Arrangements zur Geltung.

Im Handel ist sie allerdings nur mit Mühe zu beziehen.

Kultur

Die ausgesprochen wärmeliebende Gemeine Drachenwurz kann in wintermilden Regionen in geschützen Lagen im Freiland überwintert werden. Ältere Knollen gelten als winterfester, so dass Jungpflanzen sicherer wie z.B. Dahlien im Herbst geborgen und kühl-luftfeucht und frostfrei überwintert werden. Dies empfiehlt sich auch in Regionen mit harscheren Wintern und oft geringer Schneedeckung.

Die Pflanzung der Knollen erfolgt ab April in 10 bis 20 cm Tiefe. Die Standorte sollten gut drainiert sein, damit im Winter keine fäulnis begünstigende Staunässe entstehen kann.

Während der Entwicklungsphase von Anfang Mai bis Juli sind Trockenphasen der Vitalität nicht zuträglich.

Bilder





Dracunculus_vulgaris


Dracunculus_vulgaris

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Zwiebel/Knolle
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
60-100 cm Höhe
bräunlich/schwarz
Juni
Juli
grün
weiß
panaschiert
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
giftig
ausgeprägt
eher unangenehm
frisch
gut drainiert
vollsonnig
sonnig
halbschattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
mittlere Böden
reiche Böden
frostfreie Lage
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
subtropische Klimate
Warmlagen
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
Süd-Osteuropa
Hügelland (collin)
Asien
Kleinasien
gut
Hoch
strukturbildender Gruppen-Solitär
verträglich
Asiatisch-Exotischer Garten
Mediterraner Garten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Steppenpflanzung
Waldgarten
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Raritäten/Saatgut
sommergrün
Alpinum
Felssteppen
Gehölzrand/Staudenfluren