Dactylorhiza maculata

Dactylorhiza_maculata Name Flecken-Fingerwurz, Geflecktes Knabenkraut
Botanischer Name: Dactylorhiza maculata
Familie Orchidaceae
Pflanzen pro qm 25.00
Wikipedia Dactylorhiza maculata
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort

Dactylorhiza maculata ist mittel- und osteuropäisch verbreitet. Durch ihren Formenreichtum und natürliche Hybridisierungen mit anderen Knabenkräutern, insbesondere D. majalis, bestehen Unsicherheiten bezüglich des genauen Verbreitungsgebietes.

In Deutschland ist es fast flächendeckend verbreitet, die Vorkommen dünnen aber östlich der Elbe merklich aus. Es ist eine der häufigeren Erdorchideen in Deutschland, gilt aber dennoch als gefährdet.

Dactylorhiza maculata besiedelt neben Niedermoorstandorten und gelegentlich auch lichten Moorwäldern v.a. magere Feuchtwiesen. Insbesondere in sauren, zumindest kalkarmen Borstgrasrasen ist es recht stetig.

Die Art ist lichtliebend und meidet trockenfallende Standorte. Die Böden sind in der Regel humusreiche, gerne anmoorige oder rohhumushaltige Lehmböden.

Beschreibung

Dactylorhiza maculata ist ein sommergrüner Knollen-Geophyt. Er wächst horstig und neigt zur Ausbildung von Tochterknollen. Der rosafarbene, seltener rosé-weiße Blütenstand erreicht Wuchshöhen von 25 bis 45 cm. Auf nahrhafteren Substraten können auch bis zu 60 cm Höhe erzielt werden. Die Blütezeit liegt im Juni/Juli.

Die Laubblätter sind auffällig schmal und nur in seltenen Ausnahmefällen nicht bräunlich gefleckt.

Sehr ähnlich ist Dactylorhiza majalis, das breitere Blätter entwickelt und basenreichere, feuchte bis nasse Magerstandorte bevorzugt.

Verwendungshinweise

Das Gefleckte Knabenkraut ist im Direkthandel sicher zu beziehen. Die Beschaffung ist kostspielig.

Eine Verwendung kommt v.a. in betont naturhaften, feuchten  Magerwiesen und an wiesenartigen Uferbereichen von Flachgewässern in Frage. V.a. bei individuenreicheren Beständen entstehen anheimelnde Wirkungen. Die Verwendung heimischer Orchideen ist generell ungewöhnlich und sorgt eigentlich immer für Gesprächsstoff.

Dactylorhiza maculata ist dabei aber nicht so exotisch, dass es naturhafte Anlagen konterkarieren würde. Im Gegenteil, es integriert sich sehr harmonisch.

Kultur

Die Art ist auf geeigneten Standorten überraschend robust und ausdauernd. Sie darf nur nicht mit Hochstauden oder expansiven, hohen Sumpf-Seggen vergesellschaftet werden.

Stimmen die Bedingugnen, bildet es mit der Zeit mehrblütige Horste, unter idealen Bedingungen versamt es sich sogar willig.

Kalkhaltige und trockenfallende Böden sind ungünstig.

Bilder





Dactylorhiza_maculata

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Zwiebel/Knolle
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
30-60 cm Höhe
rosa
rosé-weiß
Juni
grün
hellgrün
panaschiert
bräunlich
Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P)
unbedeutend
frisch
wechselfeucht
nass
nicht austrocknend
feucht
vollsonnig
sonnig
halbschattig
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
Ton
humos
organische Böden
poröser Schotter
sehr arme Böden
arme Böden
mittlere Böden
Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Moore und Sümpfe Wiesen
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Ozeanischer Verbreitungsschwerpunkt
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
alpin
Nordeuropa
Mitteleuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
gut
Mittel
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
konkurrenzschwach
Niedermoore
Kleinseggenriede
Nasswiesen
Feuchtwiesen
Alpine Schuttfluren/Blockhalden Zwergstrauchheiden und Nadelgebüsche Wälder Einsatzbereich Handelsgängigkeit
Silikat
Feucht- und Moorheiden
Fichtenwälder
Zwergstrauchreiche Tannen-Fichtenwälder
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Heidegarten
für Pflanzgefäße geeignet
Wiese
Nebensortiment
Belaubung Lebensbereich
sommergrün
Wasserrand/Sumpf
Alpinum
Wiesen
Heiden
Gehölzrand/Staudenfluren