Cornus sanguinea

Cornus_sanguinea Name Blutroter Hartriegel
Botanischer Name: Cornus sanguinea
Familie Cornaceae
Pflanzen pro qm 1.00
Wikipedia Cornus sanguinea
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort

Cornus sanguinea ist weit verbreitet und kommt in ganz Europa bis nach Zentralasien vor. Er wächst vom Tiefland bis in submontane Höhenlagen.

In Deutschland ist er in den Mittel- und süddeutschen Mittelgebirgsregionen fast flächendeckend anzutreffen. Im Flachland dünnen die Vorkommen merklich aus, im Westen Niedersachsens und Schleswig-Holsteins ist er selten.

Der Blutrote Hartriegel ist vorrangig in wärmebegünstigten Berberitzengebüschen und in Schlehengebüschen auf basenreichen Lehm- oder Tonböden anzutreffen.

Er gedeiht aber auch stetig an wärmebegünstigten, lichten Stellen von Edellaubwäldern und dringt sogar in die nicht zu trockenen Ausprägungen von Flaum-Eichenwälder vor.

Beschreibung

Cornus sanguinea ist ein sommergrüner Normal- bis Großstrauch. Er erreicht Wuchshöhen zwischen 350 und 500 cm. Stammbildende Wuchsformen sind selten, erreichen dann aber gut 600 cm Höhe.

Die Strauchformen bilden oft durch bewurzelnde Grundtriebe mit der Zeit breite Gebüsche. Es gibt aber auch Strauchformen ohne Grundtriebe. Charakteristisch ist die blutrote Färbung der einjährigen Triebe, die im Winter besondere Leuchtkraft entfaltet. Ältere Triebe verbraunen.

Die kleinen weißen, kräftig duftenden Einzelblüten stehen in Trugdolden. Der Duft wird mitunter als fischig und etwas unangenehm wahrgenommen. Die Blütezeit liegt im Mai. Die runden Steinfrüchte sind schwärzlich und von bitterem Geschmack, aber nicht giftig.

Das Laub färbt sich im Herbst leuchtend rot.

Sehr ähnlich sind die nordamerikanische Cornus sericea und die asiatische Cornus alba, die feuchte bis frische Böden bevorzugen und unter Trockenstress weniger vital sind.

Verwendungshinweise

Cornus sanguinea ist wegen seiner enormen Anpassungsfähigkeit und Robustheit eines der beliebtesten Gehölze für pflegeleichtes Wohnumfeldgrün, Straßenbegleitpflanzungen, Böschungssicherungen und Heckenanlagen.

Zusammen mit den ästhetisch gleichzusetzenden Cornus sericea und Cornus alba bietet dieser Hartriegel-Komplex wenig Potenzial für die Gestaltung frischer Gartensituationen und kann in anspruchsvollen Kontexten nur mit Bedacht sinnvoll verwendet werden.

Am ehesten gelingt dies noch in der ungewöhnlichen Form des Hochstammes. Als kleinkroniger, trägwüchsiger Baum kann er mit anderen Augen wahrgenommen werden. Er ist so durchaus befriedigend in Innenhöfen oder auf kleinen Stadtplätzen einsetzbar. Einsatzwürdig ist die Baumform vorrangig unter Stressbedingungen, die die Verwendung attraktiverer Kleinbäume zu risikohaft erscheinen lassen.

Als einheimisches Gehölz hat nur Cornus sanguinea die Berechtigung zur Verwendung als Landschaftsgehölz. Ein Einsatz in Feldhecken ist denkbar, sie trägt jedoch selbst hier den Duktus des urbanen Abstandsgrün ein.

Kultur

Cornus sanguinea ist im Grunde unverwüstlich und unter fast allen Bedingungen kultivierbar.

Die Art ist relativ lichtliebend und kümmert in schattigen Situationen bzw. entwickelt keinen ansprechenden Habitus.

Deutlich saure Substrate sind etwas ungünstig, stark alkalische Böden sind dagegen unproblematisch. Die Stickstoffversorgung kann gering bis sehr hoch sein.

Bilder





Cornus_sanguinea


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Cornus_sanguinea
Naturstandort


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Attribute

Lebensform Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung Geniessbarkeit/Giftwirkung
Strauch
Normalstrauch
Großstrauch
Baum
Kleinbäume
weiß
Mai
grün
zierende Herbstfärbung
giftig
essbar
Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P)
vorhanden
mäßig trocken
frisch
sommertrocken
feucht
vollsonnig
sonnig
halbschattig
absonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
Ton
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
arme Böden
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Gebüsche Wälder
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
Nordeuropa
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Zentral-Asien
Kleinasien
befriedigend
Sehr gering
strukturbildender Solitär
verträglich
Wärmeliebende Trocken-Gebüsche
Schlehen-Gebüsche
Laubwälder
Buchenwälder
Moderbuchenwälder
Flattergrasbuchenwälder
Trockenhang-Kalk-Buchenwälder
Eichenwälder
Steppen-Eichenwälder
Felshang Traubeneichenwälder
Subkont. Kiefern-Eichenwälder
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Repräsentative Gärten
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