Cicerbita alpina

Cicerbita_alpina Name Alpen-Milchlattich
Botanischer Name: Cicerbita alpina
Familie Cichoriaceae
Pflanzen pro qm 6.00
Wikipedia Cicerbita alpina
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort

Cicerbita alpina kommt in den nord-, mittel und südeuropäischen Mittel- und Hochgebirgen vor. In Deutschland stehen die nördlichsten Vorkommen im Harz. Die Art tritt gerne gesellig in großen Gruppen auf und kann dominante Bestände aufbauen.

Es wächst in der Höhenstufe zwischen 800 und 2.000 m üNN als Charakterart der montanen Hochstaudenfluren. Sie ist außerdem stetig in Grün-Erlengebüschen und an lichten Stellen von Bergwäldern auf frischen bis nassen Standorte. Die Böden werden häufig von Sickerwasser durchströmt.

Die Art bevorzugt nahrhaft-humose, lehmige oder tonige Böden, häufig über schottrig-felsigem Untergrund. Die humosen Substrate reagieren bevorzugt basisch bis schwach sauer.

Die Standorte sind sonnig bis licht absonnig und von ganzjährig hohen Niederschlägen und kühlen Temperaturen geprägt.

Beschreibung

Der Alpen-Milchlattich ist eine horstige, sommergrüne Staude. Er erreicht je nach Standortgunst zwischen 70 und 190 (220) cm Wuchshöhe.

Die violett-blauen, seltener fast weißen Zungenblüten stehen in Köpfchen und erscheinen je nach Höhenlage ab Ende Juni bis Ende Juli. Die Samen haben einen weißen Pappus und werden mit dem Wind verbreitet.

Verwendungshinweise

Wer Cicerbita alpina schon mal am Naturstandort gesehen hat, muss sich eigentlich fragen, warum sie gärtnerisch praktisch keine Rolle spielt. Jedenfalls kann sie nur unter Mühen vereinzelt im Handel bezogen werden.

Der Alpen-Milchlattich ist eine beeindruckende Erscheinung, die mit den großen, dreieckigen Blättern schon vor der Blüte eine reizvolle Struktur zu bieten hat.

Sie kommt sehr schön in größeren Gruppen im Verbund mit anderen Hochstauden der Gebirge zur Geltung und bildet einen stimmigen Hintergrund für größere Alpinarien und den Vordergrund alpiner Gehölzränder.

Kultur

Cicerbita alpina mag fette, gut wasserversorgte Böden. In Mittelgebirgslagen kann sie auch vollsonnig stehen. Im Tiefland sollten besser halbschattige bis absonnige, d.h. kühlere Standorte gewählt werden.

Wenn zudem Trockenphasen vermieden werden, ist die Art konkurrenzstark und wird besser mit anderen, kräftigen Hochstauden vergesellschaftet.

Bilder





Cicerbita_alpina


Cicerbita_alpina


Cicerbita_alpina

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
100-150 cm Höhe
150-250 cm Höhe
weiß
hell-blau
blau
Juni
Juli
grün
hellgrün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
frisch
nass
nicht austrocknend
feucht
sonnig
halbschattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
Ton
humos
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Staudenfluren
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Europa
Ozeanischer Verbreitungsschwerpunkt
Mittelgebirge (montan)
alpin
Nordeuropa
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
gut
Mittel
strukturbildender Gruppen-Solitär
verträglich
Hochstaudenfluren feuchter bis nasser Standorte
Gebüsche Wälder Einsatzbereich Handelsgängigkeit Lebensbereich
Feuchtgebüsche
Laubwälder
Buchenwälder
Montane Buchenwälder
Nadelwälder
Fichtenwälder
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Waldgarten
Rabatte
Insektenweide
Raritäten/Saatgut
Gehölz/Wald
Alpinum
Gehölzrand/Staudenfluren