Cerastium alpinum

Cerastium_alpinum_alpen-hornkraut Name Alpen-Hornkraut
Botanischer Name: Cerastium alpinum
Familie Caryophyllaceae, Nelkengewächse
Pflanzen pro qm 20.00
Wikipedia Cerastium alpinum
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort

Cerastium alpinum ist auf der gesamten Nordhälfte in arktischen und alpinen Regionen beheimatet.

In Deutschlanbd sind die Vorkommen auf die Alpen in Höhenlagen zwischen 1.900 und 2.500 m üNN beschränkt.

Das Alpen-Hornkraut ist eine Kennart der alpinen Nacktriedgesellschaft, die windexponierte Felsgrate besiedelt. Die Standorte sind extremen Wetterbedingungen ausgesetzt. Im Sommer erhitzen sich die bodennahen Luftschichten bis auf 50 Grad, während sie im Winter meist ohne Schneedecke 50 Grad Minus ertragen müssen.

Das Alpen-Hornkraut wächst vorrangig in sind feinerdereichen, oft modrig-humosen Spalten von Kalk-Felden oder basenreichen Silikatgesteinen. Die Stickstoffversorgung ist ausgesprochen gering.

Die Standorte sind vollsonnig und trocknen im Sommer trotz der hohen Niederschlagsraten regelmäßig ab.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)
Licht (9)  Temperatur (1)  Kontinentalität (2)  Feuchte (4)  Reaktion (6)  Stickstoff (2)

Beschreibung

Cerastium alpinum bildet wintergrüne, zwischen 5 und 15 cm hohe lockere Polster oder dichte Rasen.

Die weißen Blüten erscheinen am Naturstandort je nach Höhenlage zwischen Ende Juni und Anfang August.

Verwendungshinweise

Cerastium alpinum ist nur mit etwas Mühe als Topfballenware zu beziehen. Meist ist es die wollig behaarte Unterart "Cerastium alpinum ssp. lanatum", die man erhält. Diese ist auch die interessantere Alternative. Die Stammform ist praktisch nur als Saatgut im Handel.

Das Alpen-Hornkraut ist eine recht ansprechende Option für betont naturhafte Alpinarien und alpin bestückte Tuffsteine.

Kultur

Cerastium alpinum ist im Flachland natürlich nicht konkurrenzfähig und benötigt intensive gärtnerische Betreuung.

Anders als viele andere Arten der alpinen Stufe leidet die Art aber weniger unter der sommerlichen Wärme an den sonnigen Flachlandstandorten. Gleichzeitig kümmert es sie wenig, dass sie im Flachland im Winter oft auf den Schutz einer Schneedecke verzichten muss. Dies kennt sie vom Naturstandort nicht anders - bei wesentlich harscheren Bedingungen.

Auch gelegentliche sommerliche Trockenheit schadet nicht weiter - auch dies ist für alpine Pflanzen nicht selbstverständlich.

Unter dem Strich ist sie damit eine der gut im Flachland zu kultivierenden Alpinisten.

Sorten

  • ssp. lanatum: grau-wollig behharte Unterart, zierender als die Stammform (handelsüblich)

Bilder





Cerastium_alpinum_alpen-hornkraut


Cerastium_alpinum_alpen-hornkraut_%282%29


Cerastium_alpinum

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
bodendeckend
bis 15 cm Höhe
Polsterpflanze
weiß
Juni
grün
grau-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Alpine Schuttfluren/Blockhalden
sehr arme Böden
arme Böden
Normal- bis winterrauhe Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Europa
alpin
Nordeuropa
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Asien
Ostasien/China/Mandschurei
Sibirien
Zentral-Asien
Kleinasien
Amerika
Nordamerika
gut
Sehr hoch
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
konkurrenzschwach
Silikat
Kalk
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung
Steingarten/Alpinum
für Pflanzgefäße geeignet
Gründächer
Substratstärke 8-15 cm
Substratstärke über 15 cm
Raritäten/Saatgut
wintergrün
winter-/immergrün