Phytolacca americana

Phytolacca_americana___ Name Amerikanische Kermesbeere
Botanischer Name: Phytolacca americana
Familie Phytolaccaceae
Pflanzen pro qm 3.00
Wikipedia Phytolacca americana
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

Silberstein

Beschreibung

Naturstandort

Phytolacca americana kommt natürlicherweise in zwei Unterarten in den US-Südstaaten und entlang der Ostküste der USA vor, ist jedoch weit verschleppt.

Sie siedelt auf nährstoff- und basenreichen, humosen Lehmböden in sonnigen bis absonnigen Gehölzrändern, in Kahlschlagfuren und ruderalen Staudenfluren.

In Mitteleuropa ist die Amerikanische Kermesbeere in nährstoffreichen, ruderalen Staudenfluren stellenweise eingebürgert.

Beschreibung

Die Amerikanische Kermesbeere ist eine raschwüchsige, sommergrüne, horstig-buschige Staude von bis zu 100 (150) cm Höhe. In Mitteleuropa ist die kurzlebige Pflanze oft nur zwei- oder einjährig.

Die weißen Blütenstände im Juni/Juli sind weniger auffällig als die rötlich-schwarzen Fruchtstände im Spätsommer. Die Stengel sind oft rötlich überlaufen. Im Handel ist die Unterart Phytolacca americana var. rigida, die mit ihren aufrechten Blütenständen deutlich attraktiver ist als die hängende var. americana.

Die Pflanze ist giftig, allerdings auch ein bedeutsamer Lieferant medizinisch nutzbarer Substanzen. Die Blätter und Jungtriebe können mehrfach abgekocht als Blattgemüse verzehrt werden. Rohe Pflanzenteile können aber in Ausnahmefällen nach Verzehr Todesfälle hervorrufen.

Schwieriger zu beziehen ist die ganz ähnliche, aber weniger giftige Phytolacca acinosa. Sie unterscheidet sich v.a. durch die rein grünen Stengel.

Verwendungshinweise

Phytolacca americana kann seine natürliche Herkunft von mehr oder weniger gestörten Plätzen nicht verbergen. Mit seinen großen Blättern verbreitet die Art durchaus eine exotische Note, die vom ruderalen Duktus allerdings zumindest in einfachem Ambiente in den Hintergrund gedrängt wird.

Die Art ist daher mit Bedacht zu verwenden, erzielt aber mitunter auch interessante Aspekte in repräsentativen asiatischen Gärten oder in exotischen Waldrandsituationen.

Kultur

Auf tiefgündigen, nahrhaften und humosen Böden in sonnigen bis absonnigen Lagen benötigt die Art keine gärtnerische Unterstützung und neigt zur Selbstaussaat.

Durch Vogelverbreitung kann es zu weiträumiger Ausbreitung und unerwünschten neophytischen Beständen kommen.

In wärmebegünstigten Lagen ist die Vitalität und Ausdauer am höchsten.

Sorten:

  • Silberstein: Laub mit einer vielzahl grünlich-gelber Sprenkel und feiner Marmorierungen, junges Laub fast gelb, grüne Stengel

Bilder





Phytolacca_americana___


Phytolacca_americana

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
60-100 cm Höhe
100-150 cm Höhe
grünlich-weiß
Juni
hellgrün
gelblich
panaschiert
Zierwert Frucht Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche
zierend/strukturstark
stark giftig
Heil-/Gewürzpflanze
unbedeutend
frisch
feucht
sonnig
halbschattig
absonnig
Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
reiche Böden
sehr reiche Böden
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Amerika
Nordamerika
befriedigend
Gering
strukturbildender Gruppen-Solitär
verträglich
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Asiatisch-Exotischer Garten
Repräsentative Gärten
Waldgarten
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Hauptsortiment
sommergrün
Gehölz/Wald
Gehölzrand/Staudenfluren