Scutellaria baicalensis

11374_scutellaria_baicalensis Name Baikal-Helmkraut
Botanischer Name: Scutellaria baicalensis
Familie Lamiaceae
Pflanzen pro qm 8.00
Wikipedia Scutellaria baicalensis

Beschreibung

Naturstandort

Scutellaria baicalensis ist von Sibirien über das zentrale und nördliche China, die Mongolei und Korea bis nach Japan verbreitet. Sie besiedelt die collinen bis hochmontanen Vegetationszonen.

Das Baikal-Helmkraut wächst in Grassteppen, trockenen, gehölzfreien Berghängen mit humusarmen Fels-Schotterböden und in ruderalen Roböden-Fluren.

Die Standorte zeichnen sich meist durch sommerliche Trockenheit und Wärme aus, während sie im Winter empfindlich kalt werden können.

Die Stickstoffversorgung ist gering bis mäßig. Die skelettreich-durchlässigen Böden sind alkalisch bis schwach sauer.

Beschreibung

Scutellaria baicalensis ist eine sommergrüne, buschig-horstige Staude mit verholzender Basis. Sie erreicht Wuchshöhen von etwa 30 bis 50 cm, gelegentlich auch an die 100 cm.

Das lanzettliche Laub ist auffallend frisch- bis hell-grün.

Die mittel-blauen bis violetten Blüten stehen in einseitswendigen Trauben. Sie erscheinen zahlreich und ausdauernd von Ende Juni bis Mitte August.

Die Art ist eine bedeutende Heilpflanze in der chinesischen Medizin.

Verwendungshinweise

Scutellaria baicalensis ist mit ihrem buschigen Habitus und dem reichen Blütenflor mit dem prägnanten Blauton ein eindrucksvoller Anblick.

Sie ist eine schöne Bereicherung für steppenartige Anlagen oder mediterrane Situationen. Sie kommt gleichermaßen im wiesenartigen Verbund trockenheitsverträglicher Gräser wie zusammen mit mediterranen Halbsträuchern zur Geltung. Hier bietet sich insbesondere ein Einsatz an Trockenmauern an.

Ebenfalls gut vertretbar ist eine Verwendung in bäuerlichen Staudenbeeten oder anderen Zierrabatten.

Kultur

Scutellaria baicalensis benötigt möglichst sonnige, sommerwarme Standorte mit gerne auch gelegentlich abtrocknenden Böden.

Die Substrate sollten humusarm und eher basenreich sein. Gut geeignet sind z.B. schottrige Lehmböden. Unter stickstoffärmeren Bedingungen ist sie gegenüber Konkurrenzstauden robuster, wird auf nahrhafteren Böden aber höher. Dabei kann sie aber den kompakt-buschigen Habitus etwas einbüßen.

Bilder





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Scutellaria_baicalensis


Scutellaria_baicalensis

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
30-60 cm Höhe
violett
blau
Juli
grün
hellgrün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
Heil-/Gewürzpflanze
unbedeutend
trocken
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
arme Böden
mittlere Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Asien
Ostasien/China/Mandschurei
Japan/Korea/Sachalin/Taiwan
Sibirien
sehr gut
Mittel
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Bauerngarten
Mediterraner Garten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Steppenpflanzung
Gründächer
Substratstärke über 15 cm
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Insektenweide
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
sommergrün
Alpinum
Felssteppen
Steppen