Fallopia japonica

Fallopia_japonica_japanischer_staudenkn%c3%b6terich_1 Name Japanischer Staudenknöterich
Botanischer Name: Fallopia japonica
Familie Polygonaceae, Knöterichgewächse
Pflanzen pro qm 2.00
Wikipedia Fallopia japonica
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

Spectabile, var. compactum, var. compactum 'Rosea'

Beschreibung

Naturstandort

Fallopia japonica stammt aus weiten Teilen Chinas, aus Korea und Japan.

Die bekannte, wüchsige Fallopia japonica var. japonica besiedelt lichte Hochstaudenfluren, Gebüsche, Waldränder, Bachufer und Ruderalfluren von den Tiefebenen bis in fast 4.000 m Höhe üNN.

Sie gedeiht auf mäßig trockenen bis nassen, meist nahrhaften und basenreicheren Böden aller Art.

Die Fallopia japonica var. compactum ist eine niedrige Form der hochmontanen und alpinen Bergstufen. Sie wächst bevorzugt auf leicht bewegten (vulkanischen) Schuttfeldern mit geringen Humusanteilen und höcshtens mäßiger Stickstoffversorgung. Durch die hohen Niederschlagsraten fallen diese gut drainierten Habitate nicht trocken.

Fallopia japonica ist in weiten Teilen der gemäßigten Breiten ein agressiver Neophyt. In Mitteleuropa bildet er auf nahrhaften, nicht zu trockenen Böden Dominanzbestände in Ruderalfluren und Flussauen.

 :

Urwaldartiger Massenbestand an einem Tiefland-Bach

Beschreibung

Die sommergrüne Fallopia japonica bildet durch Ausläufer wuchernde Dominanzbestände. Die ledrigen Blätter sind recht groß und grün. Die Rhizome und Wurzeln entwickeln sich so intensiv, dass sie selbst im Hochsommer den größten Teil der Biomasse der Pflanze stellen.

Die weißlichen Blütentrauben erscheinen im Spätsomer bis in den Frühherbst. Die Pflanzen sind zweihäusig, in Deutschland sollen praktisch nur weibliche Pflanzen mit mehr oder weniger waagerecht abstehenden Seitenzweigen der Blüten vorkommen.

Fallopia japonica var. japonica bleibt mit Wuchshöhen von maximal 3 m etwas "zierlicher" als die sehr ähnliche Fallopia sachalinensis. Sie unterscheidet sich außerdem durch die stets rötlich gefärbten Triebe und die nicht erkennbare Blattbehaarung.

Im Herbst verfärbt sich das Laub durchaus zierend gelblich-braun.

Fallopia japonica var. compactum erreicht nur zwischen 40 und 100 cm Wuchshöhe, breitet sich aber ebenfalls rasant in die Fläche aus.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)
Licht (8)  Temperatur (6)  Kontinentalität (2)  Feuchte (8)  Reaktion (5)  Stickstoff (7)

Verwendungshinweise

Aufgrund des massiven Expansionsdrangs und der kaum zu vermeidenden Gartenflucht in die Landschaft kann der Japanische Staudenknöterich nur in Ausnahmefällen verwendet werden. Eine Verwendung in abgeschlossenen Innenhöfen von Citylagen ist unter Umständen verantwortbar. Zumindest die schwachwüchsigen Auslesen dürften von hier aus kein hohes Schadpotenzial aufweisen.

Grundsätzlich hat die Art ein exotisches Erscheinungsbild, wird mittlerweile aber mit gestörten Plätzen assoziiert. Sie lässt sich daher auch aus ästhetischen Gründen nur schwer in Pflanzkonzepte zu integrieren.

Interessante Optionen eröffnet lediglich die panaschierte Form "Spectabile", die z.B. in großen Kübeln gut zur Geltung kommt. Auch mit der eher bodendeckenden Compactum-Form 'Rosea' lassen sich interessante Flächen in weitläufigen, exotischen Anlagen entwickeln.

Wenn ansonsten der zwingende Bedarf besteht, einen Staudenknöterich einzusetzen, sollte eher auf Fallopia sachalinensis mit den nochmals größeren Blättern und insgesamt noch eindrucksvollerem Erscheinungsbild zurück gegriffen werden. Ebenfalls vorzuziehen wäre die Art-Hybride Fallopia x bohemica.

Kultur

Der Japanische Staudenknöterich stellt sehr geringe Anforderungen an die Kulturstandorte und gedeiht unter nahezu allen erdenklichen Bedingungen.

Ideale Standorte sind sonnig, bodenfeucht und stickstoffreich.

Er ist nur mit kräftigen Wurzelsperren im Zaum zu halten und im Zweifel nur schwerlich wieder aus dem Garten zu entfernen.

Sorten:

  • Spectabile: weiß-panaschiertes Laub, 150-180 cm hoch, nicht wuchernd, seltener blühend (kaum im Handel)
  • var. compactum: bleibt mit max. 100 cm wesentlich niedriger, blüht früher und hat wesentlich kleineres Laub und kleinere Blüten. Noch nicht fest eingebürgert.
  • var. compactum 'Rosea': bis 50 cm hoch, bodendeckende Qualitäten, rosa Blüten, leicht bräunlich panaschiertes Laub, 5 Pflanzen/m²

Bilder





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Fallopia_japonica
Herbstfärbung


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Austrieb

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
flächendeckend
30-60 cm Höhe
60-100 cm Höhe
100-150 cm Höhe
150-250 cm Höhe
weiß
rosa
September
grün
weiß
panaschiert
zierende Herbstfärbung
bräunlich
Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P)
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
wechselfeucht
nass
sommertrocken
feucht
vollsonnig
sonnig
halbschattig
sommerlich schattig
absonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
Ton
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
arme Böden
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich Handelsgängigkeit
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Asien
Ostasien/China/Mandschurei
Japan/Korea/Sachalin/Taiwan
in Sonderfällen
Sehr gering
strukturbildender Solitär
Gruppen-Verbands-Pflanze
aspektbildender Flächenfüller
unverträglich
Asiatisch-Exotischer Garten
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Wassergarten
Waldgarten
für Pflanzgefäße geeignet
Hauptsortiment
Belaubung Lebensbereich
sommergrün
Wasserrand/Sumpf
Alpinum
Wiesen
Gehölzrand/Staudenfluren