Alchemilla vulgaris (xanthochlora)

10643_alchemilla_vulgaris Name Gemeiner Frauenmantel, Spitzlappen Frauenmantel
Botanischer Name: Alchemilla vulgaris (xanthochlora)
Familie Rosaceae
Pflanzen pro qm 7.00
Wikipedia Alchemilla vulgaris (xanthochlora)
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort

Alchemilla vulgaris kommt in diversen Unterarten vom südlichen Mitteleuropa bis in das mittlere Skandinavien vor. Nach Osten reicht das Verbreitungsgebiet über den Balkan bis nach Sibirien.

In Deutschland ist der Gemeine Frauenmantel weit verbreitet und nur in einem Streifen von Niedersachsen bis zur Oder zerstreuter anzutreffen. In den Alpen steigt er bis in hochmontane Lagen auf.

Besiedelt werden natürlicherweise mäßig nahrhafte Frischwiesen und -Weiden. Die Art tritt aber meist anthropogen bedingt auch in montanen Gebüschen und Hochstaudenfluren, in Feuchtwiesen oder frischen bis feuchten Ruderalfluren vor.

Bevorzugt werden kühlere, nicht rockenfallende Standorte in sonnigen bis licht absonnigen Lagen. Die Bodenreaktion ist alkalisch bis schwach sauer.

Beschreibung

Alchemilla vulgaris ist eine sommergrüne, 30 bis 50 cm hohe Staude. Der Wuchs ist streng horstig, allerdings breit ausladend. Die gelblich-grünen Blüten erscheinen in wolkenartigen Blütenständen ausdauernd im Juni/Juli.

Charakteristisch sind die gelappten Blätter, die bei hoher Luftfeuchtigkeit in der Lage sind, aktiv Wasser auszuscheiden (Guttation).

Im Handel wird die Art auch unter dem Synonym A. xanthochlora geführt, die aber wohl als eigene Art zu betrachten ist (Kleinblütiger Frauenmantel).

Der Frauenmantel spielt eine traditionelle Rolle in der Heilkunde.

Die Art hat kleinere Blätter als die sehr ähnliche Alchemilla mollis und insgesamt einen dichterem, teppichartigeren Wuchs.

Verwendungshinweise
Auf dauerhaft frischen bis feuchten, nicht zu schattigen Standorten ist die Art robust und pflegeleicht. Der dichte Habitus erschwert das Aufkommen von Wildkräutern. Die Art ist eine der wenigen Frauenmäntel, die auch auf leicht sauren Böden klaglos gedeien. Sie ist zudem schattenverträglicher als die meisten anderen Frauenmäntel.

An zusagenden Standorten neigt die Art zur Selbstaussaat. Ein Rückschnitt nach der Blüte verhindert dies und sorgt für einen ansprechenden Neuaustrieb mit aufgeräumtem Erscheinungsbild im Hochsommer und Nachblüte.

Verwendungshinweise

Alchemilla vulgaris oder die ausgesprochen ähnliche A. mollis fehlen in kaum einer repräsentaiven Parkanlage und erfreuen sich auch in Vorgärten aller Art großer Beliebtheit. Für romantisierende oder historisierende Situationen sind sie dennoch eine gute Wahl.

Alchemilla vulgaris wird gerne als Flächenfüller in Rosenbeeten und Rabatten verwendet und ist eine traditionelle Einfassungspflanze in Bauern- und Klostergärten. 

Aparte Wirkungen erzielt der Gemeine Frauenmantel in naturhaften Frisch- und Feuchtwiesen sowie entsprechenden Saumgesellschaften.

Im Kontext minimalistischer Architektur wirkt sie meist eher  deplaziert.

Kultur

Die Art ist auf allen mittleren Standorten genügsam, ausdauernd und benötigt kaum gärtnerische Unterstützung. Lediglich in Kombination mit wuchernden Hochstauden oder mit zunehmendem Schattendruck von Gehölzen fällt sie früher oder später aus.

Der dichte Habitus erschwert das Aufkommen von Wildkräutern. Die Art ist eine der wenigen Frauenmäntel, die auch auf leicht sauren Böden klaglos gedeien. Sie ist zudem schattenverträglicher als die meisten anderen Frauenmäntel.

An zusagenden Standorten neigt sie zur Versamung, im natürlichen Verbreitungsgebiet kann sie dabei durchaus auch etwas lästig werden. Ein Rückschnitt nach der Blüte verhindert dies und sorgt für einen ansprechenden Neuaustrieb mit aufgeräumtem Erscheinungsbild im Hochsommer und Nachblüte.

Bilder





10643_alchemilla_vulgaris


Alchemilla_xanthochlora_--_frauenmantel

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
30-60 cm Höhe
gelblich-grün
Juni
Juli
grün
hellgrün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
Heil-/Gewürzpflanze
unbedeutend
frisch
nicht austrocknend
feucht
sonnig
halbschattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
poröser Schotter
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Wiesen
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
wintermilde Lage
Europa
Ozeanischer Verbreitungsschwerpunkt
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
alpin
Nordeuropa
Mitteleuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Sibirien
gut
Gering
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Feuchtwiesen
Frischwiesen
Staudenfluren Gebüsche Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung
Staudenfluren frischer, nährstoffreicher Standorte
Feuchtgebüsche
Bauerngarten
Repräsentative Gärten
Klostergarten
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Wiese
Hauptsortiment
sommergrün
Lebensbereich
Wiesen
Gehölzrand/Staudenfluren