Falcaria vulgaris

Falcaria_vulgaris Name Gewöhnliche Sichelmöhre
Botanischer Name: Falcaria vulgaris
Familie Doldenblütler
Pflanzen pro qm 5.00
Wikipedia Falcaria vulgaris
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort

Falcaria vulgaris kommt von Frankreich über Italien, den Balkan und Kleinasien bis in das westliche Asien vor. Nach Norden reicht das Verbreitungsgebiet bis in den Nord-Osten Deutschlands. In den westlichen, atlantisch geprägten Teilen Deutschlands fehlt die Art weitgehend und die wenigen Bestände sind hier zudem rückläufig.

Die Gemeine Sichelmöhre ist eine Charakterart der halbruderalen Queckenrasen auf trockenwarmen Standorten auf Sand- bzw. sandigen Lehmböden. Sie ist aber auch stetig in Ackerbegleitfluren insbesondere von Kalck-Äckern auf Lehm- und Tonböden. Sie findet sich außerdem gerne im Übergang zu Trockenrasen ein.

Die wärmeliebende Art bevorzugt vollsonnige bis licht halbschattige Lagen. Die Substrate sind oft ausgesprochen basen- und kalkreich.

Insbesondere im Sommer fallen die Standorte häufig trocken, auf leichten Böden oder sehr gut entwässernden Hanglagen kann auch ganzjährig Trockenstress vorherrschen. Die hohe Trockenresistenz ist einer mitunter metertiefen Pfahlwurzel zu verdanken.

Beschreibung

Falcaria vulgaris ist eine sommergrüne, horstige Staude. Sie erreicht je nach Standortbedingung Wuchshöhen von 20 bis 60 cm.

Die charakteristischen, bläulich-grünen Laubblätter sind gefiedert und derb-ledrig.

Die doldigen Blütenstände bilden wolkenartige, dichte Schleier ab Anfang Juli bis Mitte August. Bei Rückschnitt unmittelbar nach der Blüte erfolgt meist ein zweiter Flor im September.

Nach der Blüte zieht das Laub v.a. auf trockeneren Standorten oftmals ein und übrig bleiben bräunliche Trockengebilde, die sich gerne vom Wind verdriften lassen und dabei ihre Samen verbreiten.

Verwendungshinweise

Die Gewöhnliche Sichelmöhre ist eine schöne Option für betont naturnahe Blütenwiesen und Staudensäume. Die weißen Schleierwolken bilden einen schönen Rahmen für eine Vielzahl von Wiesenblühern.

Mit ihrem dezenten Charme und ihrer Vorliebe für wärmebegünstigte Lagen kommt sie aber auch in steppenartigen und mediterranen Anlagen gut zur Geltung.

Sogar in ländlichen Gärten kann sie das Theme der Schleierkräuter variieren, auch wenn sie dafür traditionell nicht verwendet wurde.

Nach der Blüte wird sie etwas unansehnlich. Da sich bei wiesenartigen Flächen oder naturhaften Staudensäumen eine Mahd im späten Hochsomme ohnehin anbietet, fällt der Nachteil aber nicht ins Gewicht. Zumal oft ein Neuaustrieb mit zweiter Blüte im September erfolgt.

Gärtnerisch wird die Art allerdings bislang praktisch nicht verwendet und ist im Handel fast nur als Saatgut erhältlich.

Kultur

Falcaria vulgaris ist v.a. auf mitunter trockenfallenden, sonnigen Standorten robust und durchsetzungsfähig, ohne jedoch andere Stauden zu bedrängen.

Die Substrate können stickstoffarm bis stickstoffreich sein. Sie gilt als ausgesprochener Basen-/Kalkzeiger, gedeiht aber auch auf neutralen oder sogar schwach sauren Substraten aller Art.

Verpflanzen lässt sie sich nur, wenn es gelingt, die extrem tiefreichende Pfahlwurzel weitgehend unbeschädigt zu heben. Selbst das ist aber kein Erfolgsgarant.

Am sichersten lässt sich die Sichelmöhre etablieren, wenn man sie auf vegetationsfreien Mineralböden direkt aussäht. Denn selbst Sämlinge reagieren sehr empfindlich auf Verpflanzung.

Bilder





Falcaria_vulgaris


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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
30-60 cm Höhe
weiß
Juli
blau-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
trocken
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
halbschattig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
Ton
humos
poröser Schotter
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Trockenrasen
sehr arme Böden
arme Böden
mittlere Böden
reiche Böden
frostfreie Lage
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Kontinentaler Verbreitungsschwerpunkt
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
mediterraner Schwerpunkt
Hügelland (collin)
Asien
Kleinasien
Vord. Orient
gut
Sehr gering
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Sandtrockenrasen
Steppenrasen
Submediterrane Halbtrockenrasen
Staudenfluren Gebüsche Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung
Staudenfluren frischer, nährstoffreicher Standorte
Staudenfluren trockenwarmer Standorte
Wärmeliebende Trocken-Gebüsche
Schlehen-Gebüsche
Bauerngarten
Mediterraner Garten
Repräsentative Gärten
Steppenpflanzung
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Insektenweide
Raritäten/Saatgut
sommergrün
Lebensbereich
Wiesen
Felssteppen
Steppen
Gehölzrand/Staudenfluren