Dicksonia antarctica

Dicksonia_antarctica_baumfarn_%282%29 Name Australischer Taschenfarn, Baumfarn
Botanischer Name: Dicksonia antarctica
Familie Dicksoniaceae
Pflanzen pro qm 2.00
Wikipedia Dicksonia antarctica

Beschreibung

Naturstandort

Dicksonia antarctica wächst ausschließlich an der subtropischen Süd-Ostküste Australiens in den dortigen Küstengebirgen.

Dieser Baumfarn wächst im Unterwuchs immergrüner Feuchtwälder. Er steigt bis in die Nebelwälder der Hochlagen hinauf, in denen mitunter auch niedrige Frostgrade eintreten. Er ist hier aber seltener.

Die Standorte sind ausgesprochen luftfeucht, die Niederschlagsraten sehr hoch. Er wächst auf stark humosen Böden mit mehr oder weniger neutraler bis saurer Bodenreaktion.

Entlang von Bächen, in engen Schluchten und regenreichen Berhängen sind die Böden sickerfeucht, auf Kuppen über felsigem, durchlässigem Grund zumindest dauerhaft frisch.

Beschreibung

Dicksonia antarctica erreicht am Naturstandort bis zu 15 m Wuchshöhe, die Wedel schaffen eine Krone mit bis zu 6 m im Durchmesser. In Mitteleruopa benötigt es allerdings Jahre, bis ein nennenswerter Stamm gebildet wird.

Der Stamm ist ein aufrecht wachsendes Rhizom, das von einem dichten Geflecht aus drahtig-haarigen Rhizomwurzeln bedeckt ist. Gelegentlich wird die Art daher im Handel auch als geköpfter, von Blattwedeln befreiter und wurzelloser Rhizom-Stamm angeboten. Unter günstigen Bedingungen treibt er neue Wurzeln und Wedel aus.

Das Mark des Rhizomes wird in Australien gekocht oder roh verzehrt. Eine Option, die in Mitteleuropa wohl eher nicht in Frage kommt.

http://galasearch.de/plants/13658-dicksonia-antarctica:

Verwendungshinweise

Dicksonia antarctica ist ohne Zweifel eine spektakuläre Erscheinung, deren exotisch-tropischer Duktus kaum zu überbieten ist. In Mitteleuropa ist eine Freiland-Überwinterung aber nirgends zu empfehlen.

Eine Verwendung kommt nur in intensiv gepflegten, repräsentativen Anlagen in Frage. Am einfachsten und bereits sehr überzeugend ist die Kultur in Pflanzgefäßen. Repräsentative Gebäudeteile erhalten durch einen gut gepflegten, großen Taschenfarn ein distinguiertes und dennoch anregendenes Flair.

Mindestens ebenso aufregend ist die "Freilandkultur" mit Hilfe versenkter Pflanzgefäße. Im Halbschatten von alten Bäumen in Kombination mit anderen exotisch anmutenden Begleitern entstehen eindrucksvolle Bilder. Stimmige Kombinationen ergeben sich mit anderen Farnen, Bambus oder Faserbanane (Musa basjoo).

Kultur

Dicksonia antarctica ist frosthart, die Wedel überstehen auch einige Tage auftretende Temperaturen von 3-4 Grad Minus unbeschadet. Kurzzeitig tiefere oder länger anhaltende Fröste werden zwar oft überstanden, allerdings sterben die Wedel ab bzw. vertrocknen spätestens im nächsten Frühling. Die Pflanze kann im Frühling durchaus wieder austreiben, fällt aber oft auch aus bzw. ist stark geschwächt und mangels Vitalität wenig überzeugend.

Im Grunde kommt in ganz Mitteleuropa, auch in wintermilden Regionen nur eine "Schein-Freilandkultur" in Frage. Die Pflanzen werden dabei in größeren Plastikkörben oder stark gelochten Eimern gehältert, die in die Erde eingelassen werden. Vor den ersten Frostphasen werden die Pflanzen an einen hellen, weitgehend frostfreien Platz verlegt.

Dicksonia antarctica kann aber auch ganzjährig in Innenräumen gehalten werden oder warm, sehr hell und luftfeucht überwintert werden.

Dicksonia antarctica entwickelt sich am besten, wenn er dauerhaft gut wasserversorgt wird und die Luftfeuchtigkeit hoch ist. Wo diese Bedingungen erfüllt sind, kann er auch sonnig stehen. Die höhere Jahreswärmemenge befördert die Entwicklung. Allerdings wirkt so ein Baumfarm in der Sonne etwas deplaziert.

In licht absonnigen oder halbschattigen, windgeschützten Lagen kommt er auch einige regenfreie Sommertage ohne Bewässerung aus. Die Wedel sind steif und robust genug, um nicht gleich zu vergehen. Die Wässerung sollte bei älteren Exemplaren den Stamm einbeziehen, da hierüber effektiv Wasser aufgenommen werden kann. Bei alten, hochstämmigen Exemplaren dürfte die Wasseraufnahme über den "Stamm" sogar der wichtigste Versorgungsweg sein.

Die Art liebt eine kräftige Mulchschicht aus Laubkompost. Eine regelmäßige Düngung während der Vegetationsphase von Ende Mai bis Mitte September wirkt sich natürlich positiv auf das Wuchsergebnis aus.

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blattfärbung Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft
Staude
Farn
horstartig
100-150 cm Höhe
150-250 cm Höhe
grün
ungiftig
essbar
unbedeutend
Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit
frisch
gut drainiert
nicht austrocknend
feucht
sonnig
halbschattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
humos
organische Böden
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
frostfreie Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
subtropische Klimate
Warmlagen
Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung
Australien/Neuseeland/Ozeanien
gut
Sehr hoch
strukturbildender Solitär
verträglich
Asiatisch-Exotischer Garten
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
für Pflanzgefäße geeignet
Nebensortiment
winter-/immergrün
Lebensbereich
Gehölz/Wald