Sasa palmata

Sasa_palmata Name Bambus
Botanischer Name: Sasa palmata
Familie Poaceae
Pflanzen pro qm 1.00

Beschreibung

Naturstandort

Sasa palmata stammt aus dem nördlichen Japan, wo er im Unterstand von luftfeuchten Wäldern, auf Lichtungen und an Waldrändern wächst.

Die Substrate sind humos-skelettreich, nahrhaft und schwach alkalisch bis sauer.

Die Wasserversorgung ist aufgrund der ganzjährig gleichmäßig hohen Niederschlagsraten von über 1.000 mm/a dauerhaft frisch bis feucht. Trockenstress tritt nie auf.

Im Januar/Februar liegen die durchschnittlichen Tages-Minimumtemperaturen im nördlichen Verbreitungsgebiet unterhalb von -10 Grad Celsius.

Beschreibung

Sasa palmata ist ein immergrüner, stark ausläufertreibender Bambus. Die Rhizome etablierter Exemplare sind ausgesprochen weit- und tiefstreifend.

In Mitteleuropa erreicht er Wuchshöhen von 150 bis 250 (300) cm. Am Naturstandort wird er bis zu 400 cm hoch.

Auffällig sind die bis zu 30 cm langen, bis zu 10 cm breiten Blätter. Ältere Halme erhalten durch die tief-grüne bis schwärzliche Rinde und die haften bleibenden, strohigen Halmscheiden ein markantes Ringelmuster.

Verwendungshinweise

Sasa palmata hat einen eigenständigen, recht prägnanten Habitus, der ihn von anderen Bambusarten gut unterscheidbar macht.

Sein breites Laub verbreitet ein exotisches Urwaldflair. Er ist so gut geeignet für urige Waldsituationen in weiträumigen, parkartigen Anlagen. Die Art ist unduldsam und nicht für die Verwirklichung kleinteiliger Pflanzkonzepte geeignet.

Auch im Schatten von hohen Mauern und Gebäuden ist die Art reizvoll, allerdings müssen hier Fundamente, Wegebefestigungen und Begleitpflanzen vor den wuchernden Rhizomen durch effektive Wurzelschutzsperren geschützt werden.

Kultur

Sasa palmata ist in Mitteleuropa ausreichend Winterhart. Wie die meisten wintergrünen Pflanzen leidet sie unter Wintersonne bei gefrorenem Boden und wohlmöglich windigen Standorten. Oberirdische Frost- und Trockenschäden sind dann möglich, die Art treibt aber eigentlich immer willig wieder aus.

Generell werden die Bestände mit der Zeit etwas unansehnlich, weil sich abgestorbenes Laub und geknickte Halme ansammeln. Jährlich im Frühjahr zurückgeschnittene Bestände machen einen gepflegteren Eindruck.

Wo Wert gelegt wird auf hohe Exemplare, müssen regelmäßig unansehnliche Halme entfernt werden. Mit der Zeit kahlen solche Exemplare dann im unteren Drittel aus. Dabei wird dann das zierende Muster der Halme freigelegt.

Die Art kommt in ganz Europa nicht ohne Bewässerung über die Sommer, zumindest nicht ohne sichtbare Vitalitätsverlust.

Bei ausreichender Boden- und Luftfeuchtigkeit können die Standorte auch sonnig sein. Die Art wirkt mit ihren hygromorphen Blättern hier aber meist deplaziert.

Bilder





Sasa_palmata
wintersonnig


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ungepflegter Bestand

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Sträucher/Bäume Blattfärbung Geniessbarkeit/Giftwirkung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
Strauch
Normalstrauch
flächendeckend
150-250 cm Höhe
breit ausladend
grün
dunkel-grün
ungiftig
essbar
Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P)
unbedeutend
frisch
gut drainiert
nicht austrocknend
feucht
sonnig
halbschattig
sommerlich schattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich Handelsgängigkeit
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
wintermilde Lage
Warmlagen
Asien
Japan/Korea/Sachalin/Taiwan
gut
Hoch
strukturbildender Solitär
unverträglich
Asiatisch-Exotischer Garten
Mediterraner Garten
Repräsentative Gärten
Waldgarten
Nebensortiment
Belaubung Lebensbereich
wintergrün
winter-/immergrün
Gehölz/Wald
Gehölzrand/Staudenfluren