Cichorium intybus

Cichorium_intybus_gew%c3%b6hnliche_wegwarte_1 Name Gemeine Wegwarte
Botanischer Name: Cichorium intybus
Familie Asteraceae
Pflanzen pro qm 4.00
Wikipedia Cichorium intybus
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

Chicorée, Radicchio, Wurzelzichorie

Beschreibung

Naturstandort

Cichorium intybus ist von Nord-West-Afrika bis Skandinawien und das westliche Asien verbreitet.

In Mitteleuropa kommt sie von den Tieflagen bis in die Mittelgebirgsstufe vor. Sie besiedelt v.a. leicht ruderalisierte Queckenrasen und Möhren-Steinkleefluren auf basenreichen, oft schottrigen Böden. Typische Standorte sind Wegränder, Straßenböschungen, Bahndämme und Brachflächen.

Die Standorte sind meist wärmebegünstigt, mäßig trocken bis frisch (dann häufig zumindest sommertrocken) und (voll-)sonnig. Die Stickstoffversorgung ist mäßig bis gut.

Beschreibung

Die Gemeine Wegwarte ist eine sommergrüne, horstige Staude. Sie erreicht Wuchshöhen von 60 bis 150 cm.

Die himmelblauen, selten weißen oder zart-rosa Blüten erscheinen zahlreich ab Mitte Juni bis Mitte September. Die einzelne Blüte erscheint nur für einen Tag, an hochsommerlichen Tagen vergehen sie mitunter schon am frühen Nachmittag. Allerdings öffnen sich täglich zahllose neue Blüten.

Die Gemeine Wegwarte bildet eine zum Speicherorgan entwickelte, tiefreichende Pfahlwurzel aus, mit der sie sommerliche Trockenphasen aussitzt.

Kulturformen der Gemeinen Wegwarte (Cichorium intybus var. foliosum) sind der Chicorée und die verschiedenen Formen des Radicchio sowie die Wurzelzichorie.

Verwendungshinweise

Die Gemeine Wegwarte ist ein schönes Element für naturhafte Wegraine und Staudensäume oder blütenreiche Naturwiesen. Das Himmelblau ihrer Blüten ist von ungewöhnlicher Klarheit und lässt sich mit praktisch allen Farbtönen verbinden.

Leider schließen sich die Blüten bereits am Nachmittag, so dass der arbeitende Teil der Bevölkerung das wunderbare Himmelblau nur am Wochenende zu Gesicht bekommt.

Sehr schön ist die Kombination mit der Wilden Möhre (Daucus carota) oder anderen Sommerblühern mit doldigen Blütenständen.

Gegen Ende der fast zwei Monate währenden Blütephase wirken die Blütenstände etwas struppig und können einen leicht ungepflegten Eindruck hinterlassen. Ein rechtzeitiger Rückschnitt führt zu einem Neuaustrieb mit wieder "frischem" Blütenstand bis in den Oktober hinein.

Kultur

Die Gemeine Wegwarte ist auf möglichst sonnigen, basenreichen Mineralböden anspruchslos und robust.

Nach der Etabllierung übersteht sie sommerliche Trockenphasen klaglos, sie stärken sogar ihre Konkurrenzkraft relativ.

Auf feuchten oder stark humosen Substraten ist sie nicht ausdauernd, wirkt hier aber ohnehin deplaziert.

Unter zusagenden Bedingungen neigt sie zur Selbstversamung, wird aber nie lästig.


Sorten:

  • Chicorée: Bleichgemüse mit ganzrandigem Laub und arttypischer Blüte
  • Radicchio: Blattgemüse in diversen Sorten
  • Wurzelzichorie: geröstete Pfahlwurzel als Kafee-Ersatz

Bilder





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Naturstandort


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Naturstandort


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Naturstandort


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Naturstandort

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
horstartig
60-100 cm Höhe
100-150 cm Höhe
hell-blau
blau
Juni
Juli
August
September
grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
essbar
Heil-/Gewürzpflanze
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
salzhaltig
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
poröser Schotter
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Wiesen
mittlere Böden
reiche Böden
frostfreie Lage
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
Nordeuropa
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Zentral-Asien
Kleinasien
Afrika
Nordafrika
gut
Gering
strukturbildender Gruppen-Solitär
Gruppen-Verbands-Pflanze
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