Arisaema fergesii

10135_arisaema_fergesii Name Feuerkolben, Kobralilie
Botanischer Name: Arisaema fergesii
Familie Araceae
Pflanzen pro qm 10.00

Beschreibung

Naturstandort

Arisaema fergesii kommt in den Ausläufern des Himalayas im süd-westlichen China vor. Sie besiedelt lichte Bergwälder, Waldlichtungen und Wegränder sowie Gebüsche.

Die Standorte sind licht halbschattig bis licht schattig und frisch bis sickerfeucht. Die Bodensubstrate sind vorrangig humose, lockere bis skelettriche Waldböden mit mehr oder weniger guter Stickstoffversorgung.

Gegenüber dem pH-Wert ist die Art anspruchslos und meidet nur die betont basischen bzw. sauren Bereiche.

Beschreibung

Arisaema fergesii ist eine sommergrüne, horstige Staude. Sie erreicht Wuchshöhen von 30 bis 40 cm.

Der Austrieb der drei-lappigen Laubblätter erfolgt spät ab Mitte/Ende Juni. Im Herbst verfärben sie sich zierend-gelblich.

Die typische Spatha der Aronstabgewächse erscheint kurz vor den Laubblättern Ende Mai/Anfang Juni, wird aber rasch von diesen überdacht. Die Spatha ist braun mit weißen Streifenzeichnungen.

Der Duft der Blüten ist sehr schwach und nur temporär wahrnehmbar, spielt also für die Gartenwertigkeit keine Rolle.

Die roten Beerenfrüchte sind durchaus zierend, sorgen aber bei Hautkontakt für mitunter heftige Hautreizungen.

Die winterliche Ruhephase wird in Knollenform verbracht.

Verwendungshinweise

Arisaema fergesii ist zweifellos eine exotische Erscheinung, auch wenn es Gattungsvertreter mit eindrucksvollerem Habitus und besser präsentierten Blüten gibt.

In tropisch oder mediterran anmutenden Pflanzungen sind sie dennoch nützliche Ergänzungen, insbesondere im Verbund mit Waldgräsern und Farnen eingesetzt werden.

Arisaema fergesii ist nur mit einiger Mühe zu beziehen. Handelsüblicher ist Arisaema candidissimum mit hellerer Spatha, die zudem in der Kultur noch etwas weniger ansprüchlich zu sein scheint.

Kultur

Arisaema fergesii ist in geschützten Lagen ausreichend winterhart. Durch den späten Austrieb ist sie auch nicht spätfrostgefährdet. Winterliche Ausfälle entstehen v.a. durch Nässe und damit verbundene Fäulnis. Gut durchlässige Substrate und/oder eine Dränschicht unter den Knollen sind daher empfehlenswert. Die Winterhärte kann zudem verbessert werden, wenn die Knollen etwas tiefer gesetzt werden (bis 30 cm).

Die günstigste Pflanzzeit ist der Herbst in Knollenform.

Bei ausreichend Bodenfeuchtigkeit ist sie in humosen, nahrhaften Böden auch in sonnigen Lagen wüchsig. Lufttrockenheit mindert aber die Vitalität ebenso wie längere Zeit trockenfallendes Substrat während der Vegetationsperiode.


Unter guten Bedingungen produziert die Art nennenswerte Mengen von Tochterknollen. Diese können zur Vermehrung im Spätherbst von der Mutterpflanze abgetrennt werden bzw. lösen sich dann meist schon von alleine. Belässt man die Tochterknollen im Boden, entwickeln sich mit der Zeit Gruppen.

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Zwiebel/Knolle
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
30-60 cm Höhe
bräunlich/schwarz
Juni
grün
zierende Herbstfärbung
Zierwert Frucht Geniessbarkeit/Giftwirkung Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
zierend/strukturstark
giftig
frisch
gut drainiert
nicht austrocknend
feucht
halbschattig
sommerlich schattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
durchlässiger Lehm
humos
organische Böden
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
wintermilde Lage
Warmlagen
Asien
Ostasien/China/Mandschurei
befriedigend
Hoch
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Asiatisch-Exotischer Garten
Mediterraner Garten
Repräsentative Gärten
Waldgarten
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Raritäten/Saatgut
sommergrün
Gehölz/Wald
Gehölzrand/Staudenfluren