Cicerbita plumieri

10010_cicerbita_plumieri Name Französischer Milchlattich
Botanischer Name: Cicerbita plumieri
Familie Asteraceae
Pflanzen pro qm 6.00

Beschreibung

Naturstandort

Cicerbita plumieri hat seinen Verbreitungsschwerpunkt in den Hochlagen der Gebirgen Europas von den Pyrenäen bis zu den Süd-Alpen.

In Deutschland kommt er nur im Hochschwarzwald vor, ist hier aber von Natur aus ausgesprochen selten.

Der Französischer Milchlattich ist in Mitteleuropa eine Kennart der hochmontanen und subalpinen Hochstaudenfluren und Grünerlengebüsche am Rande und oberhalb der Waldgrenze.

Daneben findet sich die Art auch in montanen Schlagfluren von Wäldern auf kalkarmen Substraten

Die skelettreichen Mineralböden sind gut drainiert, durch die ganzjährig hohen Niederschläge aber dauerhaft frisch bis sickerfeucht.

Die Bodenreaktion ist mehr oder weniger neutral, die Stickstoffversorgung gut bis sehr gut.

Die Wuchsorte sind höhenbedingt kühl und finden sich selten in Südlagen. Die Standorte sind sonnig bis absonnig.

Beschreibung

Der Französische Milchlattich ist eine sommergrüne, horstige Staude. Sie erreicht Wuchshöhen zwischen 70 und 140 cm.

Die Blütenköpfe mit den bleuen Zungenblüten stehen in Rispen-Dolden. Sie erscheinen im Juli. Die Samenstände sind trotz der weißen Pappusfrüchte nicht sonderlich zierend.

Mit der ähnlichen, deutlich häufigeren Cicerbita alpina wird eine natürliche Hybride gebildet (Cicerbita x faratii).

Mitunter wird die Art auch als Lactuca plumieri bezeichnet. Tatsächlich ist die Art enger mit dem Kopfsalat (Lactuca sativa) verwandt und wird sogar entsprechend verwendet.

Verwendungshinweise

Cicerbita plumieri ist während der Blüte eine durchaus imposante und interessante Erscheinung, reicht aber nicht an die Grazie des Alpen-Milchlattichs heran. Insbesondere das groß-lappige Laub macht einen etwas ungeordneten Eindruck und der abgeblühte Samenstand ist eher struppig.

In Verbindung mit anderen alpinen Hochstauden im fallen diese strukturellen Defizite nicht so sehr ins Gewicht. Zur Blütezeit ist sie jedenfalls eine brauchbare Bereicherung.

Im Handel ist sie vorwiegend als Saatgut erhätlich, mit etwas Mühe aber auch als Topfballenware.

Kultur

Auf nahrhaften, dauerhaft frischen Mineralböden in möglichst kühlen Lagen ist die Art robust. Soll sie im Tiefland kultiviert werden, sollten absonnige Lagen gewählt werden, die weniger wärmeanfällig sind.

Unter günstigen Bedingungen neigt die Art zur Versamung, manchmal kann sie sogar lästig werden. Der Rückschnitt der Samenstände ist dann erwägenswert, zumal er ästhetisch nicht zu überzeugen weiß.

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütezeit Blattfärbung Geniessbarkeit/Giftwirkung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
60-100 cm Höhe
100-150 cm Höhe
Juli
grün
ungiftig
essbar
Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P)
unbedeutend
frisch
gut drainiert
feucht
sonnig
halbschattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Staudenfluren Gebüsche
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
wintermilde Lage
Europa
Ozeanischer Verbreitungsschwerpunkt
Mittelgebirge (montan)
alpin
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
befriedigend
Mittel
strukturbildender Gruppen-Solitär
verträglich
Staudenfluren frischer, nährstoffreicher Standorte
Feuchtgebüsche
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Bauerngarten
Steingarten/Alpinum
Klostergarten
Insektenweide
Raritäten/Saatgut
sommergrün
Alpinum
Gehölzrand/Staudenfluren