Jasione montana

Jasione_montana_%282%29 Name Berg-Sandglöckchen, Schaf-Skabiose, Berg-Sandrapunzel
Botanischer Name: Jasione montana
Familie Campanulaceae
Pflanzen pro qm 25.00
Wikipedia Jasione montana
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort

Jasione montanaist in ganz Mittel- und Osteuropa nahezu flächendeckend verbreitet und fehlt nur im Hochgebirge. In Deutschland hat sie einen deutlichen Verbreitungsschwerpunkt in der Norddeutschen Tiefebene.

Sie besiedelt kalkarme, schwach bis stark saure und stickstoffarme Sand- und Kies-Rohböden. Die Standorte sind trocken bis mäßig trocken, vollsonnig bis licht halbschattig und wärmebegünstigt.

Das Berg-Sandglöckchen ist eine Charakterart der entkalkten Graudünen der Nord- und Ostseeküste und der Sandtrockenrasen. In diesen tiefgründigen Substraten erreichen die Wurzeln bis zu 100 cm Tiefe und kompensieren so deren geringe Wasserhaltefähigkeit.

Beschreibung

Jasione montana ist eine überwinternde Einjährige. Sie wächst streng horstig und erreicht Wuchshöhen von 25 bis 50 (60) cm. Die violett-blauen Blütenköpfe erscheinen am Mitte Juni bis Anfang August.

Verwendungshinweise

Das Berg-Sandglöckchen ist eine gute Art für detailreiche, (voll-) sonnige, trocken-warme Sand-Magerrasen bzw. entsprechende Kies- und Steppengärten.

Kultur

Unter sonnig-trockenen, mageren Bdingungen ist die Art mit einigermaßen vertretbarem Aufwand zu kultivieren und kann sich eine zeitlang auch ohne gärtnerische Unterstützung gegen Wildkräuter behaupten.

Die Flächen sollten einmal jährlich im August gemäht werden und das Schnittgut entfernt werden, um einer Nährstoffanreicherung vorzubeugen.

Die Art ist im Handel nur im Spezialhandel als Saatgut erhältlich. Auf vegetationsarmen Sand- und Kiesböden gelingt die Etablierung sicher.

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
einjährig
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
15-30 cm Höhe
30-60 cm Höhe
weiß
blau
Juli
August
grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
trocken
mäßig trocken
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
stark sauer
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Trockenrasen
sehr arme Böden
arme Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Ozeanischer Verbreitungsschwerpunkt
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
Mitteleuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
gut
Mittel
Gruppen-Verbands-Pflanze
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
Sandtrockenrasen
Bodensaure Borstgrasrasen
Submediterrane Halbtrockenrasen
Strand-Dünen
Alpine Schuttfluren/Blockhalden Staudenfluren Zwergstrauchheiden und Nadelgebüsche Einsatzbereich Handelsgängigkeit
Silikat
Staudenfluren trockenwarmer Standorte
Bergheiden
Wacholdergebüsche
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Steppenpflanzung
Insektenweide
Wiese
Raritäten/Saatgut
Lebensbereich
Felssteppen
Steppen
Heiden