Thymus vulgaris

Thymus_vulgaris_faustini_echter_thymian Name Echter Thymian, Gewürz-Thymian
Botanischer Name: Thymus vulgaris
Familie Lamiaceae
Pflanzen pro qm 10.00
Wikipedia Thymus vulgaris
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

Compactus, Erectus, Faustini, Silverpoesie

Beschreibung

Naturstandort

Der Echte Thymian (Thymus vulgaris) ist ursprünglich westmediterran verbreitet. Er kommt in trocken-warmen, entwaldeten Gariguen vor, dies sind lückige, von Zwerg- und Halbsträuchern dominierte Fels-Heiden.

Als beliebte Gewürzpflanze ist er aber dabei, sich in Mitteleuropa in ruderalen Halttrockenrasen und Magerrasen vereinzelt einzubürgern.



Ein altes, regelmäßig an den Triebspitzen beschnittenes Exemplar von 'Faustini' in Vollblüte

Beschreibung

Der Echte Thymian ist ein winter- bis immergrüner Halbstrauch von 25 bis 30 cm Wuchshöhe. Die Triebe sind aufrecht, verholzen an der Basis und bilden kleine Büsche ohne Ausläufer.

Die hell-rose´-violetten Blüten stehen in dichten Scheinquirlen und erscheinen ausdauernd von Mitte Mai bis Juli, nach Rückschnitt auch bis in den Oktober.

Die kleinen Blätter sind dunkel-grün und unterseits weiß-filzig behaart.

Die ganze Pflanze duftet und schmeckt stark aromatisch.

Verwendungshinweise

Die kleinen Thymian-Büsche sind zwar ausdauernde Blüher, wirken aber nach der Hauptblüte etwas struppig. Ein Rückschnitt schafft Abhilfe.

Thymus vulgaris kann gut in mediterranen Gärten, Kloster- und Bauerngärten und im Vordergrund steppenartiger Anlagen eingesetzt werden.

Er macht sich auch gut als Unterpflanzung in Kübeln mit mediterranen Halbstämmen. Ansprechend sind hier insbesondere dichtlaubige, breitkugelige Auslesen wie "Faustini", die auch als Mini-Formschnitt-Kugeln eingesetzt werden können.

Sie transportieren auch auf edle Art den gestaltenden Anspruch in naturhaften, niedrigen Fels-Rasen und Kiesflächen.

Kultur

Thymus vulgaris bevorzugt trockene, eher arme und mehr oder weniger neutrale Standorte in möglichst sonnigen Lagen. Dem Konkurrenzdruck höherer Wildstauden ist er nicht lange gewachsen, so dass er außerhalb von Extremstandorten nur in intensiv betreuten Anlagen dauerhaft kultivierbar ist.

Nach längeren Kahlfrösten mit Wintersonne kommt es oft zu Frostschäden. Die Pflanzen treiben aber willig aus der Basis wieder aus, wenn der Frost nicht zu tief in den Boden vorgedrungen ist.

Ein regelmäßiger Rückschnitt ist ohnehin angezeigt, um die Bestände vital zu halten. Wird nur einmal jährlich geschnitten, sollten die Pflanzen um mindestens ein Drittel bis zur Hälfte zurückgenommen werden. Alternativ können aber auch mehrmals jährlich die Triebspitzen gekappt werden.

Bei Topfkultur ist ein Durchfrieren des Wurzelballens dringend zu vermeiden. Generell sind wärmebegünstigte, windgeschützte Standorte sowie die Frühjahrspflanzung empfehlenswert, um die Etablierungsphase vor dem Winter möglichst lang zu halten.

Sorten:

  • Compactus: hell-violette Blüte, schwachwüchsiger, kompakter als der Typ
  • Erectus: 15 - 20 cm hoch, straff aufrechter Wuchs, hell-violette Blüte, grau-grünes Laub
  • Faustini: 25-30 cm hoch, matt dunkel-grünes Laub mit apart kontrastierendem, rein-weißem aber schwachem Blütenflor, halkugeliger, dichter Wuchs (sehr gut als kleines Formschnittgehölz und Strukturgeber im Vorgergrund mediterranen Pflanzflächen),
  • Silverpoesie: hell-rosa Blüte, schwachwüchsiger als der Typ, grau-grüne, weiß gerandete Blätter, mildes Aroma

Bilder





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Faustini


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Faustini


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Wildform

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
Strauch
Halb-/Zwergstrauch
horstartig
15-30 cm Höhe
weiß
violett
rosé-weiß
Mai
Juni
Juli
August
September
grün
dunkel-grün
weiß
panaschiert
Geniessbarkeit/Giftwirkung Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P)
ungiftig
Heil-/Gewürzpflanze
trocken
mäßig trocken
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
sehr arme Böden
arme Böden
Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Trockenrasen Staudenfluren
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Europa
Mittelgebirge (montan)
Südeuropa
Süd-Osteuropa
mediterraner Schwerpunkt
Hügelland (collin)
gut
Hoch
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Submediterrane Halbtrockenrasen
Staudenfluren trockenwarmer Standorte
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Bauerngarten
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steppenpflanzung
für Pflanzgefäße geeignet
Klostergarten
Duftgarten
Duft ausgeprägt
Gründächer
Substratstärke über 15 cm
Insektenweide
Wiese
Hauptsortiment
winter-/immergrün
Felssteppen