Eryngium agavifolium

Eryngium_agavifolium_--_argentin Name Agavenblättriger Mannstreu
Botanischer Name: Eryngium agavifolium
Familie Apiaceae
Pflanzen pro qm 4.00

Beschreibung

Naturstandort

Eryngium agavifolium ist im zentralen Norden Argentiniens beheimatet. Sie besiedelt hier die den Anden vorgelagerten Mittelgebirgsregionen (Sierras).

Eryngium agavifolium wächst vorrangig auf sonnig-warmen, durch extensive Beweidung weitgehend gehölzfreien Berghängen.

Die schottrigen Substrate sind meist basenreich und mäßig nahrhaft. Sie sind gut drainiert und im Winter trocken, im Sommer mäßig trocken.

Das Klima im Verbreitungsgebiet ist warmgemäßigt bis subropisch, allerdings kontinental geprägt mit manchmal innerhalb eines Tages extrem schwankenden Temperaturverläufen.

Eryngium agavifolium wächst in Höhenlagen zwischen 500 und 1.000 m üNN, wo durchaus Frost auftritt und die Sommertemperaturen im Mittel bei etwa 20 Grad liegen. Aufgrund der extrem trockenen Winter liegen so gut wie nie schützende Schneedecken. Die Sommermonate sind dagegen vergleichbar niederschalgsreich wie das westliche Mitteleuropa.

Beschreibung

Eryngium agavifolium ist eine zumindest in milden Wintern oder geschützten Lagen wintergrüne, horstige Staude. Die frisch-grünen, fleischigen Blätter sind sukkulent (wasserspeichernd). Charakteristisch ist der stark bedornte Blattrand.

Die Blüten erscheinen im Juli und stehen auf auffällig stämmigen Stielen. Sie erreichen bis zu 100 cm Höhe. Die Blütenköpfe sind mit ihrer weißlich-grünen Farbgebung eher aufgrund ihrer etwas bizarren Form ansprechend. Die Blütenstände sind bis in den Herbst hinein zierend.

Verwendungshinweise

Eryngium agavifolium ist für mitteleuropäische Augen eine ungewohnte Erscheinung, ist im Handel aber zumindest im Direktbezug sicher erhältlich.

Die exotisch anmutende Blattform und der etwas befremdliche Blütenstand machen die Art fast ganzjährig zu einer strukturstarken Bereicherung. Die Exemplare sollten nicht zu dicht gepflanzt werden, sie sollten immer noch als Einzelhorste erkennbar bleiben.

Der Agavenblättrige Mannstreu kann gut in steppenartigen Flächen, mediterranen Anlagen oder auch in sonnig-warmen, trockenen Alpinarien eingesetzt werden.

Ein interessantes Einsatzgebiet sind auch größere Kübel. Sie bietet sich hier v.a. für Mischpflanzungen mit Ziergräsern und anderen Sukkulenten an. Wenn die Kübel trocken und geschützt stehen, gelingt sogar die Freilandüberwinterung in den meisten Fällen.

Kultur

Eryngium agavifolium ist in den wintermilden Regionen Mitteleuropas im Prinzip winterhart. Ab -12-15 Grad nimmt das Laub Schaden, Jungpflanzen können auch ganz verloren gehen. Unterhalb von -20 Grad sind Totalverluste auch bei etablierten Altexemplaren nicht ungewöhnlich.

Relevanter für die Winterhärte ist jedoch der Grad der winterlichen Feuchtigkeit. Je trockener das Substrat im Winter ist, desto besser werden tiefe Fröste etragen. Auf zu stickstoffreichen Böden wird weniger Festigungsgewebe ausgebildet, was die Winterhärte ebenfalls senkt.

Generell ist die Art am vitalsten, je sonniger und wärmer die Standorte gewählt werden.

Die Substrate sollten tiefgründige, eher feinerdearme Schotterböden mit guter Basenversorgung sein.

Die Art neigt wie viele ihrer Verwandten zu sehr williger Selbstversamung. V.a. auf Standorten mit offenen Bodenstellen entwickelt sie unter konkurrenzarmen Bedingungen mit der Zeit rasige Bestände.

Bilder





Eryngium_agavifolium_--_argentin


Eryngium_agavifolium
Winterhabitus

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
60-100 cm Höhe
grünlich-weiß
Juli
August
September
grün
Zierwert Frucht Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche
zierend/strukturstark
ungiftig
unbedeutend
trocken
mäßig trocken
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
arme Böden
mittlere Böden
frostfreie Lage
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Amerika
Südamerika
gut
Mittel
strukturbildender Gruppen-Solitär
verträglich
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Steppenpflanzung
für Pflanzgefäße geeignet
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Insektenweide
Nebensortiment
sommergrün
Alpinum
Felssteppen
Steppen