Brahea armata

Brahea_armata_--_blaue_hesperidenpalme Name Blaue Hesperidenpalme
Botanischer Name: Brahea armata
Familie Arecaceae
Pflanzen pro qm 1.00
Wikipedia Brahea armata

Beschreibung

Naturstandort

Brahea armata stammt aus den Felssteppen und Felswüsten Mittelamerikas.

Die Art wächst von den Tieflagen bis in submontane Vegetationszonen auf skelettreich-durchlässigen, mäßig nahrhaften und kalkarmen, schwach sauren Substraten in vollsonnigen Lagen.

Beschreibung

Die Blaue Hesperidenpalme ist eine immergrüne, mit den Jahren einen solitären Stamm bildende Fächerpalme mit ausgeprägt blau-silbrigen, fächerartigen Wedeln. Das Laub ist extrem steif.

Die Art ist trägwüchsig und erreicht am Naturstandort etwa 15 m Höhe. Die gelblich-grünen Blüten hängen in bis zu 5 m langen Blütenständen kaskadenartig an alten Exemplaren herab. In Mitteleuropa kommt die Art nur in Ausnahmefällen zur Blüte und bleibt in Kübelkultur deutlich kleiner.

Sehr ähnlich in der Blattstruktur und im Habitus ist Brahea edulis mit dunkel-grünen Fächern. Für kleinere Balkone ist die siberfarbene Form der Zwergpalme Chamaerops humilis var. cerifera eine adäquate Alternative.

Verwendungshinweise

Brahea armata ist eine der auffälligsten Palmen für mediterrane, repräsentative und intensiv gärtnerisch betreute Anlagen oder große Terrassengärten.

Kultur

Brahea armata ist ausgesprochen lichthungrig, wärmebedürftig und kommt nur an vollsonnigen Standorten richtig zur Geltung und Entfaltung. Schon in nur sonnigen Expositionen vergrünt das Laub in Mitteleuropa spürbar.

Die Art verträgt kurzeitige Temperaturen von -10 Grad Celsius, alte Exemplare in großen Gefäßen oder ausgepflanzt an wintertrockenen Standorten auch bis - 15 Grad. Eine Freilandkultur ist allerdings nur in ausgesprochen wärmebegünstigten Sondersituationen zu erwägen, wenn gleichzeitig ein effektiver Schutz vor Winterniederschlägen gewährleistet werden kann.

Die Überwinterung in Kübeln muss generell in möglichst kalten, gerade noch frostfreien Räumen und trocken erfolgen. In wärmeren Winterquartieren ist der hohe Lichtbedarf nicht zu decken und spätestens beim Ausbringen im Frühling ist das Laub den Witterungseinflüssen und der Sonneneinstrahlung nicht gewachsen.

Pflanzgefäße sollten möglichst hoch sein, um der tiefreichenden Pfahlwurzel ausreichend Entfaltungsraum zu ermöglichen. Spätestens, wenn sich der Wurzelballen aus dem Gefäß drückt, muss umgetopft werden. Das Substrat muss kalkfrei, stark durchlässig und von hoher Wasserhaltefhähigkeit im Skelettanteil sein. Auch das Gießwasser sollte kalkarm sein.

Im Sommer sollte das Substrat zwischen den Gießgängen leicht abtrocknen können, aber möglichst nicht vollständig austrocknen. Die Pflanze übersteht dies zwar, die Vitalität leidet aber und die Anfälligkeit für Spinnmilben und Krankheiten steigt. Staunässe führt früher oder später zum Totalverlust.

Bilder





Brahea_armata_--_blaue_hesperidenpalme

Attribute

Lebensform Blütenfarbe Blattfärbung Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft
Strauch
Normalstrauch
Baum
Mittelgroße Bäume
gelblich-grün
blau-grün
silbrig
ungiftig
unbedeutend
Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit
mäßig trocken
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
mittlere Böden
frostfreie Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
subtropische Klimate
Warmlagen
Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung
Amerika
Mittelamerika
gut
Sehr hoch
strukturbildender Solitär
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
für Pflanzgefäße geeignet
Nebensortiment
winter-/immergrün
Lebensbereich
Felssteppen
Steppen