Stachys recta

Stachys_recta_aufrechter_ziest Name Aufrechter Ziest
Botanischer Name: Stachys recta
Familie Lamiaceae
Pflanzen pro qm 8.00
Wikipedia Stachys recta
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort

Stachys recta kommt in verschiedenen Unterarten von der Iberischen Halbinsel bis Mitteleuropa und von Ost- und Süd-Ost-Europa zur Türkei und dem Kaukasus vor. In Deutschland ist die Art auf die Mittelgebirgsregionen konzentriert mit ausdünnenden Vorkommen im Nordostdeutschen Tiefland. Im Nord-Westen fehlt der Aufrechte Ziest.

Die wärmeliebende Art besiedelt ausgesprochen basenreiche und stickstoffarme, trockene bis mäßig trockene Standorte in vollsonnigen bis sehr licht halbschattigen Lagen.

Sie ist eine Charakterart der basiphilen Schwingel- und Trespen-Magerrasen und kommt zudem in Blut-Storchschnabel-Säumen, trocken-warmen Eichenwäldern, montanen Schneeheide-Kiefernwäldern und Berberitzen-Gebüschen vor.

Beschreibung

Der Aufrechte Ziest ist eine sommergrüne, horstige Staude von 30 bis 40 cm Höhe.

Die weißen Blüten erscheinen Zahlreich in Scheinquirlen von Juni bis Anfang August, bei Mahd auch mit kräftiger Nachblüte bis Ende September.

Die jungen Samenstände sind von einem auffallend leuchtenden Hellgrün.

Verwendungshinweise

Stachys recta ist eine schöne, im Handel nur mit Mühe oder nur als Saatgut zu beziehende Pflanze für naturhafte, ein bis zweischürige Magerwiesen, stickstoffarme Felssteppen und Alpinarien oder von niedrigen Gräsern dominierte Stauden- und lichte Gehölzsäume.

Wird der erste Flor zurückgeschnitten, entwickelt sich kaum 2 Wochen später ein zweiter, der dem ersten Flor in nichts nachsteht.

Kultur

Auf zusagenden Standorten samt sich die Art willig aus und kann auf trockenen, mageren und basenreichen Standorten größere Bestandsdichten entwickeln.

Unter ein- bis zweimaliger Mahd und Abfuhr der Streu zur Vermeidung von Nährstoffanreicherung ist die Art dann ausreichend konkurrenzfähig.

Wo nicht gemäht wird, müssen gelegentlich bedrängedne Wildkräuter beseitigt werden, da Verschattungfrüher oder später zur Verdrängung führt. Je stickstoffärmer die Böden sind, desto weniger Aufwand muss betrieben werden.

Bilder





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Naturstandort


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Naturstandort

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
30-60 cm Höhe
weiß
Juli
August
September
grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
trocken
mäßig trocken
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Trockenrasen
sehr arme Böden
arme Böden
mittlere Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Zentral-Asien
Kleinasien
gut
Mittel
Gruppen-Verbands-Pflanze
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
Steppenrasen
Submediterrane Halbtrockenrasen
Staudenfluren Zwergstrauchheiden und Nadelgebüsche Gebüsche Wälder Einsatzbereich
Staudenfluren trockenwarmer Standorte
Bergheiden
Wacholdergebüsche
Wärmeliebende Trocken-Gebüsche
Eichenwälder
Steppen-Eichenwälder
Felshang Traubeneichenwälder
Nadelwälder
Kiefernwälder
Schneeheide-Kiefernwälder, kalkreich
Bauerngarten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Steppenpflanzung
Gründächer
Substratstärke über 15 cm
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Insektenweide
Wiese
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Raritäten/Saatgut
sommergrün
Alpinum
Felssteppen
Steppen
Heiden
Gehölzrand/Staudenfluren