Solidago virgaurea

Solidago_virgaurea_gew%c3%b6hnliche_goldrute_2 Name Gewöhnliche Goldrute
Botanischer Name: Solidago virgaurea
Familie Asteraceae
Pflanzen pro qm 15.00
Wikipedia Solidago virgaurea
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

Praecox, ssp. minuta, var. minutissima

Beschreibung

Naturstandort

Solidago virgaurea kommt in zwei Unterarten in ganz Europa und dem gemäßigten Asien in allen Höhenstufen vor. Die Unterart S. virgaurea ssp. virgaurea hat in Deutschland große Verbreitungslücken bzw. clusterartige Vorkommensschwerpunkte in Ost-Deutschland, dem Harz sowie von der Eifel bis in die Oberrheinische Tiefebene.

S. virgaurea ssp. virgaurea besiedelt mäßig trockenes bis frisches, eher stickstoffarmes Offenland, Gebüsche und lichte Wälder auf vorwiegend sandigen oder durchlässig lehmigen Böden. Sie ist stetig in Blut-Storchschnabel-Säumen, Waldlichtungsfluren und armen, bodensauren Borstgrasrasen. Daneben tritt sie auch in trockenen bis frischen Magerrasen sowie in trocken-warmen, lichten Eichen- und Kiefernwäldern auf.

Die Unterart "ssp. minuta" kommt nur im Hochgebirge auf bodensauren, frischen und stickstoffarmen Standorten in alpinen Alpenrosen-Gesellschaften und Borstgrasrasen vor.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992) für S. virgaurea ssp. virgaurea
Licht (5)  Temperatur (-)  Kontinentalität (-)  Feuchte (5)  Reaktion (-)  Stickstoff (4)

Beschreibung

Die Gewöhnliche Goldrute ist eine sommergrüne, horstige Staude mit straff aufrechtem Wuchs. Sie erreicht Wuchshöhen von 40 bis 60 cm, auf guten Standorten in Kultur auch bis 100 cm.

Die gelben Blüten stehen in einer schlanken Traube und erscheinen ab Mitte Juli bis Anfang Oktober.

Bei Hautkontakt können phototoxische Reaktionen auftreten.

Verwendungshinweise

Solidago virgaurea kann auf v.a. ärmeren Sandböden oder durchlässigen Lehmböden ergänzend in naturnahen, einschürigen Magerrasen, von Gräsern dominierten Säumen vor Gehölzen und unter lichten Trockenwäldern eingesetzt werden.

Die Unterart "ssp. minuta" kann in bodensauren, frischen Bereichen naturnaher Alpinarien in Verbindung mit Bergheiden und Alpenrosen-Gesellschaften verwendet werden.

Beide Formen sorgen für ein authentisch naturhaftes Erscheinungsbild.

Kultur

Die Gewöhnliche Goldrute behauptet sich auf nicht zu guten Gartenböden recht gut und benötigt hier kaum gärtnerische Unterstützung.

Die zwergwüchsigen Unterarten sind nur auf sehr sauren, stickstoffarmen Substraten in Verbindung mit dichtrasigen, niedrigen Gräsern zur Vermeidung offener Bodenstellen mit vertretbarem Aufwand zu kultivieren.

Sommerliche Trockenphasen stärken vor allem beim Typ die Konkurrenzfähigkeit. An geeigneten Standorten samt sie sich willig aus, wird aber nicht lästig.

Weniger oder garn nicht stressbetonte Standorte führen zu sehr kräftigem, aber nicht unnatürlich mastigem Wuchs. Da die Art einen gewissen Schattendruck toleriert, lassen sich etablierte Exemplare von wüchsigen Konkurrenten nicht so leicht verdrängen.

Sorten:

  • Praecox: bereits ab Anfang Juli blühende Auslese
  • ssp. minuta: bis 15 cm hoch, deutlich armblütiger, dafür größere Einzelblüten als der Typ, für (sehr) saure Substrate im Alpinarium, Pflanzbedarf: 25 Stk/m²
  • var. minutissima: 5-10 cm hoch, Zwergform der Unterart "minuta", Pflanzbedarf: 40 Stk/m²

Bilder





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Naturstandort


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Naturstandort


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Naturstandort


Solidago_virgaurea
Naturstandort


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Naturstandort


Solidago_virgaurea_-ssp._asiatica-_n__u._o_asi
[ssp. asiatica]


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Naturstandort


11287-1
[ssp. dahurica]


Solidago_virgaurea___
Naturstandort

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
bis 15 cm Höhe
30-60 cm Höhe
gelb
Juli
August
grün
dunkel-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
giftig
Heil-/Gewürzpflanze
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
halbschattig
absonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
organische Böden
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
stark sauer
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Wiesen
arme Böden
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
alpin
Nordeuropa
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Ostasien/China/Mandschurei
Japan/Korea/Sachalin/Taiwan
Sibirien
Zentral-Asien
Kleinasien
befriedigend
Gering
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Frischwiesen
Trockenrasen Alpine Schuttfluren/Blockhalden Staudenfluren Zwergstrauchheiden und Nadelgebüsche Gebüsche
Sandtrockenrasen
Steppenrasen
Bodensaure Borstgrasrasen
Submediterrane Halbtrockenrasen
Silikat
Kalk
Staudenfluren trockenwarmer Standorte
Trockene Sandheiden
Bergheiden
Besenginsterheiden
Wacholdergebüsche
Wärmeliebende Trocken-Gebüsche
Wälder Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Eichenwälder
Bodensauere Eichenmischwälder
Steppen-Eichenwälder
Felshang Traubeneichenwälder
Subkont. Kiefern-Eichenwälder
Nadelwälder
Kiefernwälder
Sand-Kiefernwälder
Kiefer-Steppenwälder
Schneeheide-Kiefernwälder, kalkreich
Bauerngarten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Heidegarten
Steppenpflanzung
Waldgarten
Gründächer
Substratstärke über 15 cm
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Insektenweide
Wiese
Nebensortiment
sommergrün
Gehölz/Wald
Alpinum
Felssteppen
Steppen
Gehölzrand/Staudenfluren