Sedum rupestre

11264-1 Name Felsen-Fetthenne, Tripmadam
Botanischer Name: Sedum rupestre
Familie Crassulaceae
Pflanzen pro qm 15.00
Wikipedia Sedum rupestre
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

Angelina, Elegans

Beschreibung

Naturstandort

Sedum rupestre kommt von der Iberischen Halbinsel bis in den Süden Skandinaviens vor. In Deutschland dünnen die Vokommen nach Nordwesten und in Richtung Alpenvorland aus.

Die Felsen-Fetthenne besiedelt basen- und extrem stickstoffarme Volltrockenrasen auf Kalkfels- und Kalkschotterstandorten. Im Siedlungsraum werden entsprechende Mauer-Ersatzhabitate erobert.

Sedum rupestre ist eine Charakterart der Mauerpfeffergesellschaften auf flachgründigen Silikatfelsköpfen und kommt zudem stetig an lichten Stellen bodensaurer, trockener Ausprägungen von Eichenwäldern vor.

Beschreibung

Sedum rupestre ist eine immergüne Sukulente, die durch Ausläufer lockere Rasen oder Teppiche bildet.

Die sterilen Triebe sind niederliegend, während sich die fertilen Triebe zur Blütezeit im Juli aufrichten und bis zu 20 (25) cm Höhe erreichen. Nach der Blüte sterben diese Triebe ab.

Das Laub ist blau-grün, die Blüte fahl- oder schwefel-gelb.

Im Handel wird die Art oft noch unter "Sedum reflexum" geführt.

Verwendungshinweise

Sedum rupestre gehört sicher nicht zu den gärtnerisch bedeutendsten Sedum-Arten. Dennoch findet sie sich nicht selten in allerlei Gartensituationen wieder und gehört zu den beliebteren Sedum-Arten. Für repräsentative Einsatzbereiche ist sie dennoch - oder gerade deswegen - nicht erste Wahl.

Sie kann recht überzeugend in naturhaften Steppenanlagen und trockenwarmen, südexponierten Waldrändern eingesetzt werden. Günstig sind hier Sonderstandorte auf flachgründigen Felsen.

Traditionell ist die Tripmadam als würzige Beilage zu Suppen und Salaten verwendet worden. Der Geschmack ist säuerlich. Sie kommt daher auch in Kräuter- und Bauerngärten in Frage.

Kultur

Sedum rupestre ist für eine Sukkulente vergleichsweise robust und kann sich auf sonnig-trockenen Magerstandorten von alleine behaupten.

Selbst in weniger extremen Situationen und im lichten Halbschatten ist sie mit vertretbarem Aufwand zu kultivieren. Wobei sich die Frage stellt, warum hier nicht aufregendere Alternativen verwendet werden.

Sorten:

  • Angelina: grünlich-gelbes Laub, im Herbst kupfer-rot überlaufen
  • Elegans: graues, leicht blaustichiges Laub

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
bodendeckend
bis 15 cm Höhe
15-30 cm Höhe
hell-gelb
gelb
Juli
hellgrün
blau-grün
grau-grün
silbrig
gelblich
zierende Herbstfärbung
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
essbar
Heil-/Gewürzpflanze
unbedeutend
trocken
mäßig trocken
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
halbschattig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Trockenrasen
sehr arme Böden
arme Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
alpin
Nordeuropa
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
befriedigend
Mittel
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
Sandtrockenrasen
Alpine Schuttfluren/Blockhalden Staudenfluren Zwergstrauchheiden und Nadelgebüsche Wälder Einsatzbereich
Silikat
Staudenfluren trockenwarmer Standorte
Trockene Sandheiden
Eichenwälder
Bodensauere Eichenmischwälder
Bauerngarten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Steppenpflanzung
für Pflanzgefäße geeignet
Klostergarten
Gründächer
Substratstärke 8-15 cm
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Wiese
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
winter-/immergrün
Felssteppen
Steppen