Rosa gallica

Rosa_gallica_-complicata-_strauchrose Name Essig-Rose, Apotheker-Rose
Botanischer Name: Rosa gallica
Familie Rosaceae, Rosengewächse
Pflanzen pro qm 1.00
Wikipedia Rosa gallica
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

Complicata, Officinalis, Scharlachglut

Beschreibung

Naturstandort

Rosa gallica kommt natürlicherweise in Europa nahezu flächendeckend vor. Sie fehlt lediglich in Nord-Europa und ist sowohl in Spanien als auch in Großbrittannien nur eingebürgert. Durch die schon im Mittelalter intensive Kultivierung als Heil- und Duftpflanze ist das ursprüngliche Verbreitungsgebiet nicht mehr exakt zu bestimmen.

Die Essig-Rose wächst in ausgesprochen wärmebegünstigten Gebüschen und lichten Wäldern. Sie bevorzugt basenreiche, stickstoffärmere und mäßig trockene bis frische Böden.

In Deutschland kommt sie zerstreut in den Mittelgebirgsregionen vor. Hier hat sie ihre Vorkommensschwerpunkte in Berberitzen-Gebüschen, Blut-Storchsschnabel-Säumen und lichten Eichenwäldern.

Die Böden sind mehr oder weniger alkalisch und eher stickstoffarm. V.a. in den Sommermonaten tritt regelmäßig Trockenstress auf. Je nach Witterungsverlauf stark schwankende Feuchteverhältnisse kennzeichnen viele Wuchsorte der Essig-Rose.

Sie bevorzugt vollsonnige bis licht halbschattige, ausgesprochen wärmebegünstigte Lagen.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)
Licht (7)  Temperatur (7)  Kontinentalität (4)  Feuchte (4)  Reaktion (7)  Stickstoff (4)

 :

Rosa gallica 'Scharlachglut' macht ihrem Namen tatsächlich alle Ehre

Beschreibung

Die wilde Essig-Rose ist ein sommergrüner Strauch von 100 bis 120 cm Wuchshöhe. Einige Auslesen werden knapp 200 cm hoch. Die Triebe sind aufrecht und dicht verzweigt. Durch ausgeprägte Wurzelausläufer bildet die Art dichte Gebüsche.

Die einfachen, intensiv rosa Blüten sind für eine Wildrose relativ groß und duften sehr stark. Sie erscheinen im Juni/Juli.

Die rot-orangenen Hagebutten sind zierend und halten sich bis zu den ersten tieferen Frösten.

Verwendungshinweise

Rosa gallica ist eine zurückhaltende Erscheinung, die als botanische Art ergänzend in konsequent naturnahen, südexponierten Wald- und Gebüschrändern in weitläufigen Garten- und Parkanlagen verwendet werden kann.

Die Auslesen von Rosa gallica sind erkennbar keine Wildarten mehr, aber auch keine historisch-romantischen Rosen, erreichen auch nicht den Habitus und die Blühfreudigkeit moderner Strauchrosen.

Mit Ausnahme der Apotheker-Rose (Rosa gallica "Officinalis"), die wegen ihrer kulturhistorischen Bedeutung für Bauern- und Klostergärten in Frage kommt, haben alle anderen direkten Gallica-Auslesen daher eher nur Liebhaberwert.

Kultur

Die Art ist robust und funktioniert in sonnigen, gerne warmen Lagen auf nicht zu schweren Böden sehr zuverlässig.

Etablierte Exemplare benötigen praktisch keine weitere Aufmerksamkeit. Bei veredelten Auslesen muss gelegentlich auf austreibende Wildtriebe und auch Wurzelschößlinge geachtet werden.

Sorten:

  • Complicata: 180/200 cm hoch/breit, leuchtend rosa
  • Officinalis: 90/200 cm hoch/breit, karminrot, "Aptheker-Rose", stark duftend
  • Scharlachglut: 150/200 cm hoch/breit, tief leuchtend rot, leicht duftend

Bilder





Rosa_gallica_-complicata-_strauchrose
Complicata


Rosa_gallica_-complicata-_strauchrose_2
Complicata


Rosa_gallica_-scharlachglut-_historische_kleinstrauchrose
Scharlachglut


Rosa_gallica_officinalis_apotheker-rose

Attribute

Lebensform Sträucher/Bäume Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Strauch
Klein-Strauch
breit ausladend
rot
rosa
pink
Juni
dunkel-grün
Zierwert Frucht Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche
zierend/strukturstark
ungiftig
Heil-/Gewürzpflanze
ausgeprägt
mäßig trocken
frisch
wechselfeucht
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
halbschattig
Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
arme Böden
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Mittelgebirge (montan)
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Liebhaberpflanze
Gering
strukturbildender Solitär
verträglich
Staudenfluren Gebüsche Wälder Einsatzbereich Handelsgängigkeit
Staudenfluren trockenwarmer Standorte
Wärmeliebende Trocken-Gebüsche
Laubwälder
Eichenwälder
Steppen-Eichenwälder
Felshang Traubeneichenwälder
Bauerngarten
Repräsentative Gärten
Klostergarten
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Insektenweide
Hecken
Freie Blütenhecke
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Belaubung Lebensbereich
sommergrün
Gehölzrand/Staudenfluren