Jasione laevis

10671-1 Name Ausdauerndes Sandglöckchen, Blauköpfchen
Botanischer Name: Jasione laevis
Familie Campanulaceae
Pflanzen pro qm 10.00
Wikipedia Jasione laevis
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

Blaulicht

Beschreibung

Naturstandort

Jasione laevis kommt im atlantisch geprägten Mittel- und Südeuropa vor. In Deutschland gibt es Vorposten-Vorkommen im Pfälzer Wald, Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb.

Das Ausdauernde Sandglöckchen ist eine Charakterart der vollsonnigen, warmen, ausgesprochen stickstoffarmen und sauren Borstgrasrasen auf flachgründigen Böden über Felsbändern in den Mittelgebirgen.

Diese Flächen sind oft extensiv beweidet und relativ dichtrasig. Die Beteiligung von Jasione laevis an diesen Borstgrasrasen ist auf die atlantisch geprägten Mittelgebirgslagen mit hohen Jahresniederschlägen beschränkt. Die Standorte trocknen daher selten gänzlich ab, sondern sind mehr oder weniger frisch.

Beschreibung

Jasione laevis ist eine sommergrüne Staude, die durch Ausläufer langsam rasige Bestände von 30 bis 40 cm, auf reicheren Standorten auch bis 50 cm Höhe aufbaut.

Die intensiv blauen, vereinzelt auch weißen Blütenköpfe erscheinen im Juli/August.

Verwendungshinweise

Das Ausdauernde Sandglöckchen ist eine gute Art für detailreiche, vollsonnige, stickstoffarme und gut durchlässige Alpinarien und frischere Felssteppen mit sauren Substraten, bevorzugt in Regionen mit hohen Sommerniederschlägen.

Kultur

Unter diesen Bedingungen ist die Art mit einigermaßen vertretbarem Aufwand zu kultivieren und kann sich eine zeitlang auch ohne gärtnerische Unterstützung gegen Wildkräuter behaupten.

Allerdings reagiert sie empfindlich auf Beschattung, weshalb früher oder später dennoch eine Verdrängung eintritt.

Sorten:

  • Blaulicht: wie die Art, intesiv blaue Blüte

Bilder





10671-1

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
30-60 cm Höhe
weiß
blau
August
grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
stark sauer
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Trockenrasen
sehr arme Böden
arme Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Ozeanischer Verbreitungsschwerpunkt
Mittelgebirge (montan)
Mitteleuropa
Südeuropa
mediterraner Schwerpunkt
gut
Hoch
Gruppen-Verbands-Pflanze
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
Bodensaure Borstgrasrasen
Alpine Schuttfluren/Blockhalden Zwergstrauchheiden und Nadelgebüsche Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung
Silikat
Bergheiden
Mediterraner Garten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Heidegarten
Steppenpflanzung
Hauptsortiment
sommergrün
Lebensbereich
Felssteppen
Heiden