Hakonechloa macra

10988_hakonechloa_macra Name Japan-Zwergschilf, Japan-Goldbandgras
Botanischer Name: Hakonechloa macra
Familie Poaceae
Pflanzen pro qm 4.00
Wikipedia Hakonechloa macra
Sorten

Albostriata, Allgold, Aureola

Beschreibung

Naturstandort

Hakonechloa macra wächst entlang der Südküste Japans in Bergwäldern an steilen, dauerhaft frischen bis sickerfeuchten Felshängen. Es wird hier von konkurrenzkräftigen Bambus-Unterwuchs auf diese Sonderstandorte verdrängt.

Das Japan-Zwergschilf bevorzugt licht halbschattige bis licht schattige, luftfeuchte Lagen auf humosen und skelettreichen Böden. Die Substrate sind kalkarm und mehr oder weniger nahrhaft.

Beschreibung

Das Japan-Zwergschilf bildet 70, im Alter auch bis 100 cm hohe, sommergrüne, breitwüchsige Horste mit kurzen Ausläufern und spürbarem, aber meist gut beherrschbarem Ausbreitungsdrang. Bei flächiger Pflanzung entwickelt das Japan-Zwergschilf bodendeckende Eigenschaften.

Der Habitus ist durch den stark überhängenden Wuchs anmutig-exotisch. Die lockeren, zurückhaltenden Blütenrispen sind ebenfalls überhängend und erscheinen von Juli bis September.

Im Spätherbst verfärbt sich das Laub strohig-gelb, in wärmebegünstigten Regionen/Jahren mitunter auch bräunlich-orange und hat den Winter über für aufgeschlossene Betrachter einen gewissen strukturellen Zierwert.

In Japan wird das Gras in zahlreichen Farbvarianten und Wuchsstärken kultiviert, von denen aber nur wenige in Deutschland gehandelt werden. Möglicherweise handelt es sich auch bei den grünen Formen in Europa nicht um die Wildart, sondern Rückmutationen panaschierter Auslesen.

Verwendungshinweise

Hakonechloa macra ist eine gute, elegante Wahl für asiatische oder exotische Gestaltungsansätze. Die Art kommt hier an vollsonnigen bis licht absonnigen Gewässerrändern (außerhalb der staunassen Uferzonen), an Gehölzrändern, vor Bambus und an Mauern und Gebäudeteilen gut zur Geltung.

Bei großflächiger Einartpflanzung entstehen ungemein kontemplative Bilder. Hakonechloa macra ist aber auch gut als Matrix geeignet für dezente Staudenkombinationen und kann sogar mit kräftigen Frühlingsgeophyten vergesellschaftet werden.

Ansprechend sind insbesondere Standorte oberhalb von Mauern und Geländesprüngen, die dem überhängenden Habitus entgegen kommen. Auch in nicht zu kleinen Kübeln lassen sich sehr stilvolle, minimalistische Effekte erzielen. Der Wurzelballen sollte im Winter aber nicht dauerhaft durchfrieren, kurze Tieffrostperioden werden aber zumindest vom Typ auch in Gefäßen schadlos überstanden (gelbliche Auslesen sind empfindlicher).

Die Auslesen "Aureola" und "Allgold" mit gelb-gestreiftem bzw. gelben Laub haben eine artifizielle Ausstrahlung und sind mit mehr Bedacht einzusetzen.

Kultur

Luft- und Bodentrockenheit sollte vermieden werden. Es empfehlen sich windgeschützte Lagen, um die sommerliche Lufttrockenheit zu reduzieren. In niederschlagsärmeren Regionen ist eine Kultur ohne die Möglichkeit der Bewässerung in sommerlichen Trockenphasen eher nicht dauerhaft empfehlenswert. Es sei denn, es finden sich Sonderstandorte wie z.B. sickerfeuchte Hangfüße.

Die Art ist erstaunlich winterhart, selbst Jungpflanzen zeigen in normalen Wintern keine frostbedingten Schäden auf. Empfindlicher sind die gelblichen Auslesen, die besser geschützt stehen und nicht zur Herbstpflanzung kommen sollten.

Auf nicht austrocknenden, sonnigen bis halbschattigen Standorten ist die Art nach der Etablierung robust und durchsetzungsfähig. V.a. in licht halbschattigen Lagen ist der Wuchs sehr dicht und lässt kaum Wildkrautaufkommen zu. Auf solchen idealen Standorten halten  dauerhaft nur sehr kräftige Stauden dem Druck des Japan-Zwergschilfs stand.

In schattigeren Lagen bleibt die Blattdichte zunehmend spärlicher. Vollsonnige Lagen sind gut möglich, wenn die Wasserversorgung kontinuierlich hoch ist.

Kalkreiche Böden mindern die Vitalität. Besser sind nur schwach alkalische bis saure, humusreiche Mineralböden. Auch in Rhododendron-Substraten entwickelt es sich prächtig.

Sorten:

  • Albostriata: creme-weiß gestreiftes Laub, fast so wüchsig wie die Art
  • Allgold: gold-gelb-austreibendes, später nur leicht vergrünendes Laub, im Schatten hell-grün, schwachwüchisger als die Art, artifizielle Wirkung
  • Aureola: gelb gestreiftes Laub, im tiefen Schatten vergrünt der Gelbanteil, schwachwüchisger als die Art, artifizielle Wirkung

Bilder





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Allgold


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Aureola


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Aureola

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blattfärbung Geniessbarkeit/Giftwirkung
Staude
Gras
bodendeckend
horstartig
30-60 cm Höhe
grün
grün
hellgrün
weiß
gelblich
panaschiert
zierende Herbstfärbung
ungiftig
Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P)
unbedeutend
frisch
gut drainiert
nicht austrocknend
feucht
vollsonnig
sonnig
halbschattig
sommerlich schattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
organische Böden
keine Bodenverdichtung
stark sauer
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich Handelsgängigkeit
frostfreie Lage
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Asien
Japan/Korea/Sachalin/Taiwan
gut
Mittel
strukturbildender Gruppen-Solitär
strukturbildende Matrixpflanze
verträglich
Asiatisch-Exotischer Garten
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Waldgarten
für Pflanzgefäße geeignet
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Hauptsortiment
Belaubung Lebensbereich
sommergrün
Gehölz/Wald
Gehölzrand/Staudenfluren