Gentiana lutea

10456-1 Name Gelber Enzian
Botanischer Name: Gentiana lutea
Familie Gentianaceae
Pflanzen pro qm 4.00
Wikipedia Gentiana lutea
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort

Gentiana lutea kommt in den Gebirgsregionen Mittel- und Südeuropas von den Tallagen bis an die Baumgrenze vor. In Deutschland liegen die Hauptvorkommen in den Alpen und dem Schwarzwald. Einzelstandorte finden sich in Harz, Thüringer Wald, Weser Bergland und Erzgebirge.

Der Gelbe Enzian kommt regelmäßig in Borstgras- und Blaugrasrasen auf Schotterhängen, Blutstorchschnabel-Säumen, beweideten Magerrasen und lichten Stellen von Schneeheide-Kiefernwäldern vor.

Er besiedelt stickstoffarme Böden mit stark schwankender Feuchte. Meist wächst die Art an untergründig felsigen Steilhängen mit hohem Sickerwasserzufluss bei Regenfällen und raschem Wasserabfluss bei schlechter Wasserhaltefähigkeit des Substrates.

Die Standorte sind vollsonnig bis licht halbschattig und kühl. Gegenüber der Bodenreaktion ist er tolerant und besiedelt alkalische bis relativ saure Böden.

Beschreibung

Gentiana lutea ist eine horstige, sommergrüne Staude. Das Laub ist blaugrün. Von Mitte Juni bis Mitte August entwickeln sich an alten Pflanzen säulenartige, gelbe Blütenstände von bis zu 130 cm Höhe. Die Art ist ausgesprochen langlebig, benötigt aber viele Jahre, um erstmalig zur Blüte zu gelangen.

Verwendungshinweise

Der Gelbe Enzian ist eine sehr gute Option für geräumige Alpinarien und Felssteppen. Ein Einsatz in gut drainierten, nährstoffärmeren und von Ziergräsern bestimten Rabatten wird kaum vorgenommen, ist aber sehr gut möglich und sorgt für einen ungewöhlichen Effekt. Allerdings dauert es nach der Pflanzung 5 bis 10 Jahre bis zum Ersten Blütenflor.

Aus der Wurzel werden traditionell Bitterextrakte für die Schnapsherstellung gewonnen, die Art ist daher ein historisches Element der Bauern- und Klostergärten.

Kultur

Die Art ist recht pflegeleicht, da sie Trockenphasen mit Hilfe eines meterlangen, bis zu 10 cm Durchmesser erreichenden Wurzelrhizoms schadlos übersteht und aufgrund ihrer Größe auf stickstoffarmen Standorten von Wildkräutern kaum zu bedrängen ist.

Auch eine leichte Verschattung beeinträchtigt die Durchsetzungsfähigkeit nicht. Allerdings sind wärmebegünstigte Standorte der Vitalität abträglich.

Bilder





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Naturstandort

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
100-150 cm Höhe
gelblich-grün
gelb
Juni
Juli
August
blau-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
Heil-/Gewürzpflanze
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
wechselfeucht
vollsonnig
sonnig
halbschattig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Trockenrasen
sehr arme Böden
arme Böden
mittlere Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Europa
Mittelgebirge (montan)
alpin
Mitteleuropa
Südeuropa
sehr gut
Gering
strukturbildender Gruppen-Solitär
verträglich
Steppenrasen
Bodensaure Borstgrasrasen
Submediterrane Halbtrockenrasen
Alpine Schuttfluren/Blockhalden Staudenfluren Zwergstrauchheiden und Nadelgebüsche Wälder Einsatzbereich
Silikat
Kalk
Staudenfluren trockenwarmer Standorte
Bergheiden
Wacholdergebüsche
Nadelwälder
Schneeheide-Kiefernwälder, kalkreich
Bauerngarten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Steppenpflanzung
Klostergarten
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
sommergrün
Alpinum
Felssteppen