Chamaespartium sagittale

10235-2 Name Gewöhnlicher Flügelginster
Botanischer Name: Chamaespartium sagittale
Familie Fabaceae
Pflanzen pro qm 10.00
Wikipedia Chamaespartium sagittale
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort

Chamaespartium sagittale kommt von Spanien im Süden bis in die Ober-Rheinebene und die Schwäbische Alb im Norden vor. Die östliche Verbreitungsgrenze liegt in der Ukraine. In Deutschland ist er recht verbreitet in den süd-west-deutschen Trockengebieten. Ein isoliertes Vorpostenvorkommen besteht außerdem im mittleren Elbtal.

Der Gewöhnliche Flügelginster kommt in ausgesprochen nährstoffarmen, relativ kalkarmen (oft dennoch basenreichen) und trocken-warmen Zwergstrauchheiden und Borstgrasrasen sowie Trocken- und Halbtrockenrasen vor. Die Standorte sind grundsätzlich (voll-)sonnig.

Der Gewöhnliche Flügelginster ist eine Charakterart der Flügelginster-Weiden auf kalkarmen Schotterböden in montanen Höhenlagen. Er ist zudem stetig in montanen Steppenrasen an süd-exponierten Steilhängen.

Beschreibung

Chamaespartium sagittale ist ein nur 15-30 cm hoher, durch Legetriebe stärker in die Breite wachsender, teil-immergrüner Zwergstrauch.

Ende Mai bis Anfang Juli trägt der Gewöhnliche Flügelginster einen reichen Blütenflor gelber Schmetterlingsblüten.

Verwendungshinweise

Der Gewöhnliche Flügelginster ist eine gute Art für naturnahe Trockenrasen- und den Vordergrund von Steppenpflanzungen, in grasdominierten Heiden und an sonnigen Stellen im Unterwuchs lichter Eichen-Kiefer-Waldpflanzungen.

Sie kann hier auch als bestandsbildende Matrixpflanze verwendet werden. Sie wirkt dann v.a. im Verbund mit horstigen Gräsern stilecht.

Kultur

Die Art kann nur auf ausgesprochen nährstoffarmen, mäßig trockenen bis frischen, dann aber zumindest sommertrockenen und kalkarmen Böden mit vertretbarem Aufwand kultiviert werden.

Die lichtliebende Art wird bereits auf mäßig nahrhaften Böden rasch von wüchsigeren Konkurenten verdrängt. Der schleichenden Eutrophierung der Standorte muss durch eine jährliche Mahd mit Streuabfuhr begegnet werden. Anfallendes Laub von Gehölzen sollte weitgehend aus den Flächen beseitigt werden.

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Sträucher/Bäume Blütenfarbe Blütezeit
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
Strauch
Halb-/Zwergstrauch
horstartig
15-30 cm Höhe
niederliegend/kriechend
gelb
Juni
Blattfärbung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
grün
unbedeutend
trocken
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Trockenrasen
sehr arme Böden
arme Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Hügelland (collin)
gut
Mittel
Gruppen-Verbands-Pflanze
aspektbildender Flächenfüller
strukturbildende Matrixpflanze
verträglich
konkurrenzschwach
Bodensaure Borstgrasrasen
Submediterrane Halbtrockenrasen
Alpine Schuttfluren/Blockhalden Staudenfluren Zwergstrauchheiden und Nadelgebüsche Wälder Einsatzbereich
Silikat
Staudenfluren trockenwarmer Standorte
Trockene Sandheiden
Bergheiden
Wacholdergebüsche
Steppen-Eichenwälder
Subkont. Kiefern-Eichenwälder
Mediterraner Garten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Heidegarten
Steppenpflanzung
Gründächer
Substratstärke über 15 cm
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Wiese
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
winter-/immergrün
Felssteppen
Steppen