Trachycarpus fortunei

4274-1 Name Chinesische Hanfpalme eins
Botanischer Name: Trachycarpus fortunei
Familie Arecaceae
Pflanzen pro qm 1.00
Wikipedia Trachycarpus fortunei
Sorten

ssp. wagnerianus

Beschreibung

Naturstandort

Trachycarpus fortunei wird seit Jahrhunderten kultiviert, die exakte natürliche Verbreitung ist nicht mehr genau zu bestimmen. Sie wird in der Himalayaregion auch forstlich kultiviert, in Naturwäldern ist sie eher selten. Im Norden Indiens steigt die Hanf-Palme deutlich über 2.000 m üNN auf.

Die natürlichen Standorte sind meist niederschlagsreiche Gebirgswälder. Die Hanfpalme wurzelt hier an sickerfrischen bis sickerfeuchten Steilhängen in Felsspalten oder auf Felsen mit starken, basenärmeren Humusauflagen.

In den Subtropen wächst die Art auch in halbschattigen oder absonnigen Lagen und entwickelt einen ausladenderen Habitus als in der Sonne.

Trachycarpus fortunei gilt als die frosthärteste Palmenart und prägt heute das Bild der Mittelmeerregion. Sie ist aber sogar im südlichen Mitteleuropa stellenweise in Einbürgerung begriffen.

Beschreibung

Trachycarpus fortunei ist eine stammbildende Fächerpalme. Der immergrüne Baum erreicht Wuchshöhen von bis zu 15 m.

Weibliche Exemplare setzen im Alter bei Bestäubung willig Früchte an, die aussatfähig sind.

Die Hanf-Palme wird zur Gewinnung von Fasermaterial und aufgrund des dauerhaltbaren Holzes kultiviert.

Verwendung

Kaum ein mediterraner Garten kommt ohne die Hanf-Palme aus, sie verkörpert die subtropische Lebensart schlechthin.

In Mitteleuropa wirken Freilandexemplare aber immer etwas befremdlich bis bemüht. In gut überlegten Einzelfällen können aber natürlich spektakuläre Situationen entstehen. Unbedingt zu bedenken ist bei Freilandkultur, dass diese über mehrere Winter gut funktionieren kann und hohe Zuwachsraten erzielt werden. Selbst in Weinbauklimaten ist aber damit zu rechnen, dass der eine Winter kommt, der zu erheblichen, unschönen Blattschäden oder sogar zum Absteben der Bäume führen wird.

Weniger problematisch - auch unter ästhetischen Gesichtspunkten - ist die Kübelkultur. In hochwertigen, großen Gefäßen können auf Terrassen und Balkonen repräsentative Wirkungen entstehen.

Kultur

Trachycarpus fortunei ist im Grunde leicht zu kultivieren. Günstig sind humos-skelettreiche, besser kalkarme Substrate. Bei dauerhaft guter Wasserversorgung ohne Trockenphasen und Hitzestress werden bei sonnigem, wärmebegünstigten Stand hohe Zuwachsraten erzielt. Während der Vegetationsperiode schaden auch dauerhaft feuchte Bedingungen nicht.

Kübelpflanzen müssen wie andere Subtropenvertreter kühl und hell und mäßig frisch überwintert werden. Auch im Kübel werden bis zu 10 Minusgraden für eine Nacht schadlos überstanden, zumindest an Windgeschützen Orten.

Ältere Freilandexemplare überstehen einige Tage 10 bis 12 Grad Minus an windgeschützten Stellen. Länger anhaltender Frost, der mehrere Dezimeter in den Boden eindringt führt mindestens zum Blattverlust. Wenn der Vegetationskegel erfriert, stirbt die Pflanze auch gänzlich ab. Generell senkt winterliche Bodenfeuchte die Winterhärte herab. Sollen - möglichst ältere - Exemplare ins Freiland verpflanzt werden, kommt nur die Frühjahrspflanzung in Frage.

Die großen, im Süd-Westen Deutschlands stehenden Freilandexemplare erhalten meist aufwändige Winterschutzmaßnahmen (Umbauung, Stammheizung) oder stehen an besonders geschützten Standorten (z.B. Innenhöfe vor Südfassaden).

Sorten:

  • ssp. wagnerianus: sehr ansprechende, seltener verwendete Varietät mit steifen, auffallend kreisrunden Wedeln. Die Wedel sind zudem etwas kleiner und auch dadurch weniger windanfällig als die Stammform (im Handel meist als eigene Art "T. wagnerianus" geführt)

Bilder





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ssp. wagnerianus


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ssp. wagnerianus

Attribute

Lebensform Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung Geniessbarkeit/Giftwirkung
Baum
Kleinbäume
Mittelgroße Bäume
gelblich-grün
März
April
grün
dunkel-grün
ungiftig
Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P)
unbedeutend
frisch
gut drainiert
nicht austrocknend
feucht
vollsonnig
sonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich Handelsgängigkeit
sehr wintermilde Lage
ausgeprägte Warmlage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
subtropische Klimate
Warmlagen
Asien
Ostasien/China/Mandschurei
gut
Sehr hoch
strukturbildender Solitär
verträglich
Asiatisch-Exotischer Garten
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
für Pflanzgefäße geeignet
Hauptsortiment
Belaubung Lebensbereich
winter-/immergrün
Gehölz/Wald
Gehölzrand/Staudenfluren