Thalictrum flavum

Thalictrum_flavum_ssp._glaucum_33 Name Gelbe Wiesenraute
Botanischer Name: Thalictrum flavum
Familie Ranunculaceae
Pflanzen pro qm 5.00
Wikipedia Thalictrum flavum
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

Gold Lace, Illuminator, Ruth Lynden-Bell, ssp. flavum, ssp. glaucum

Beschreibung

Naturstandort

Thalictrum flavum kommt vom Nord-Westen Spaniens bis in das gemäßigt temperierte Skandinavien und im Osten bis zum Ural vor. Die in der Gartenkultur maßgebliche Unterart Thalictrum flavum ssp. glaucum ist in den süd-europäischen Gebirgsregionen verbreitet.

Die wärmeliebende Art besiedelt v.a. feuchte bis nasse Staudenfluren auf basenreichen, relativ stickstoffarmen bis mäßig nahrhaften Böden der Stromtäler des Tief und Hügellandes.

In Mitteleuropa ist die Gelbe Wiesenraute eine Charakterart der feuchten bis nassen, mehr oder weniger sonnigen Hochstaudenfluren entlang von Fließ- und Standgewässern. Die Vorkommen konzentrieren sich dabei auffällig auf die großen Stromtäler.

Sie ist aber auch stetig in aufgelassenen oder nur sporadisch genutzten Pfeifengraswiesen auf Kalk-Niedermoorböden anzutreffen.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)
Licht (7)  Temperatur (6)  Kontinentalität (5)  Feuchte (8)  Reaktion (8)  Stickstoff (4)

T. flavum ssp. glaucum kann sich auch zwischen Brennnesseln eine Zeit lang behaupten:

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Beschreibung

Thalictrum flavum ist eine sommergrüne Staude, die gut 100 cm, auf nahrhaften Böden auch bis 160 cm Höhe erreicht. Sie bildet durch Wurzelausläufer langsam locker-flächige Bestände.

Das Laub ist blau-grün und deutlich grober geteilt als bei den anderen gartenbekannten Wiesenrauten.

Die hell-schwefelgelben Blüten werden v.a. von den verlängerten Staubgefäßen geprägt und erscheinen von Mitte Juni bis Anfang August.

Die Unterart T. flavum ssp. glaucum wird gelegentlich noch als eigene Art unter "Thalictrum speciosissimum" geführt.

Verwendungshinweise

Die Gelbe Wiesenraute ist eine sehr gute, eher selten verwendete Option für naturhafte, sonnige Sumpfbeete und Gewässerufer in etwas größeren Anlagen.

Schöne Bilder entstehen v.a. in weitläufigen, wiesenartigen Situationen oder im Verbund mit feuchtigkeitsliebenden Hochstauden.

Von besonders reizvoller Ausstrahlunng ist die Unterart T. flavum ssp. glaucum, deren bläuliches Laub ungewöhnlich apart mit dem kühlen Gelb der Blüten harmoniert.

Kultur

Auf nicht zu nahrhaften, dauherhaft feuchten bis nassen, basenreichen Böden in sonnigen Lagen ist die Art gut konkurrenzfähig und benötigt praktisch keine gärtnerische Unterstützung. Auf ausgesprochen nahrhaften Böden entwickeln sich eindrucksvolle Exemplare, dennoch muss man ihr hier den Schattendruck kräftiger Hochstauden gelegentlich vom Laibe halten.

In intensiver betreuten Anlagen kann sie auch auf dauerhaft frischen Böden kultiviert werden. Trockenphasen und zunehmende Verschattung schwächen die Konkurrenzkraft.

Selbstversamung tritt nur unter optimalen Bedingungen auf.

Sorten:

  • Gold Lace: bis 160 cm hoch, im Austrieb leuchtend gelb-grün und bronze überlaufen, später blau-graues Laub (Auslese von ssp. glaucum)
  • Illuminator: bis 150 cm hoch, im Austrieb leuchtend gelb-grün und bronze überlaufen, später blau-graues Laub (Auslese von ssp. glaucum)
  • Ruth Lynden-Bell: bis 130 cm hoch, etwas stärkerer Blauanteil im Laub (Auslese von ssp. glaucum)
  • ssp. flavum: grünes Laub, mitteleropäisch verbreitet, selten im Handel
  • ssp. glaucum: silbrig-blau-grünes Laub, sonst wie der Typ, süd-europäischer Verbreitungsschwerpunkt  (Handelsstandard)

Bilder





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ssp. glaucum


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ssp. glaucum


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ssp. glaucum


Thalictrum_flavum

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
flächendeckend
100-150 cm Höhe
hell-gelb
Juni
Juli
blau-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
wechselfeucht
nass
nicht austrocknend
feucht
vollsonnig
sonnig
halbschattig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
Lehm
Ton
humos
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Gewässer/Gewässerrand
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
alpin
Nordeuropa
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
sehr gut
Gering
strukturbildender Solitär
strukturbildender Gruppen-Solitär
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Stillgewässer
Kalkreich
Mesotroph
Fliessgewässer
Quellfluren
Bäche
Flüsse
Moore und Sümpfe Wiesen Staudenfluren Einsatzbereich Handelsgängigkeit
Niedermoore
Nasswiesen
Feuchtwiesen
Hochstaudenfluren feuchter bis nasser Standorte
Bauerngarten
Repräsentative Gärten
Wassergarten
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Insektenweide
Wiese
Hauptsortiment
Belaubung Lebensbereich
sommergrün
Wasserrand/Sumpf
Wiesen
Gehölzrand/Staudenfluren