Teucrium chamaedrys

10286_teucrium_chamaedrys Name Edel-Gamander
Botanischer Name: Teucrium chamaedrys
Familie Lamiaceae
Pflanzen pro qm 10.00
Wikipedia Teucrium chamaedrys
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

Album, Christine, Hannes, Nanum

Beschreibung

Naturstandort

Teucrium chamaedrys kommt von den Bergregionen Nordafrikas und Südeuropas bis Mitteldeutschland vor. Nach Osten reicht das Verbreitungsgebiet bis in das westliche Asien.

In Deutschland ist er auf die Mittelgebirgsregionen und die Alpen beschränkt, wo die wärmeliebende Art von den Tieflagen bis in montane Höhenlagen anzutreffen ist.

In Mitteleuropa besiedelt der Edel-Gamander vollsonnige bis licht halbschattige, (sehr) trockene, basenreiche und extrem stickstoffarme Standorte.

Teucrium chamaedrys ist eine Charakterart der Trespen-Magerrasen und kommt stetig in Flaum-Eichenwäldern, lichten Schneeheide-Kiefernwäldern und Blut-Storchschnabel-Säumen vor.

Beschreibung

Der Edel-Gamender ist ein sommergrüner, teilweise auch wintergrüner Halbstrauch. Die Pflanze verholzt nur an der Basis und bildet durch Wurzelausläufer mit der Zeit dichte, unter Konkurrenzbedingungen lockere Teppiche von 15 bis 30 cm Höhe.

Die Kronblätter sind rosa, die Kelchblätter bräunlich-purpur-rot. Die Blüten stehen in Scheinähren und erscheinen im Juli/August.

Die gesamte Pflanze riecht aromatisch und ist in der Volksmedizin verwendet worden, ist jedoch schwach giftig und wird heute nicht mehr eingesetzt.

Verwendungshinweise

Teucrium chamaedrys ist eine schöne, unaufdringliche Option für naturnahe Trockenrasen, sonnig-warme, sehr trockene Stellen in Alpinarien oder die sonnigen Ränder von Trockenwäldern.

Gut geeignet ist der Edel-Gamander auch für die Kronen hinterfüllter Trockenmauern und die Ränder von Kies- und Plattenwegen.

Kultur

Auf sonnigen, sehr trockenen und sehr armen, basenreichen Böden ist die Art relativ pflegeleicht, weil die dichten Teppiche unter diesen Bedingungen das Aufkommen von kräftigen Konkurrenzstauden verzögern.

Sorten:

  • Album: weiße Blüten
  • Christine: hell-rosa Blüten
  • Hannes: weiße Blüten, nur bis 15 cm hoch, schwachwüchsig
  • Nanum: violett-rosa Blüte, nur 10 bis 15 cm hoch, schwachwüchsig

Bilder





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Christine

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Sträucher/Bäume Blütenfarbe Blütezeit
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
Strauch
Halb-/Zwergstrauch
bodendeckend
bis 15 cm Höhe
niederliegend/kriechend
weiß
rosa
violett
rosé-weiß
Juli
August
Blattfärbung Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche
grün
giftig
vorhanden
trocken
mäßig trocken
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
halbschattig
Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
sehr arme Böden
arme Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Mittelgebirge (montan)
alpin
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Asien
Zentral-Asien
Kleinasien
Vord. Orient
Afrika
Nordafrika
gut
Mittel
Gruppen-Verbands-Pflanze
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
Trockenrasen Alpine Schuttfluren/Blockhalden Staudenfluren Zwergstrauchheiden und Nadelgebüsche Gebüsche
Steppenrasen
Submediterrane Halbtrockenrasen
Kalk
Staudenfluren trockenwarmer Standorte
Bergheiden
Wacholdergebüsche
Wärmeliebende Trocken-Gebüsche
Wälder Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Steppen-Eichenwälder
Felshang Traubeneichenwälder
Nadelwälder
Kiefernwälder
Kiefer-Steppenwälder
Schneeheide-Kiefernwälder, kalkreich
Bauerngarten
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Steppenpflanzung
für Pflanzgefäße geeignet
Klostergarten
Gründächer
Substratstärke 8-15 cm
Substratstärke über 15 cm
Insektenweide
Wiese
Hauptsortiment
sommergrün
Felssteppen
Heiden
Gehölzrand/Staudenfluren