Stachys officinalis

11315-1 Name Echter Ziest, Gewöhnliche Betonie
Botanischer Name: Stachys officinalis
Familie Lamiaceae
Pflanzen pro qm 8.00
Wikipedia Stachys officinalis
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

Alba

Beschreibung

Naturstandort

Stachys officinalis kommt vereinzelt in Gebirgsregionen Nord-West-Afrikas und der Iberischen Halbinsel vor, hat seinen Verbreitungsschwerpunkt aber in Mitteleuropa vom Hügelland bis in alpine Höhenlagen. In Deutschland fehlt er in der Nord-West-Deutschen Tiefebene weitgehend, im Nord-Osten ist er etwas stetiger.

Der Echte Ziest besiedelt eine Vielzahl von Lebensräumen und Pflanzengesellschafte, deren gemeinsamer Nenner immer eine geringe bis sehr mäßige Stickstoffversorgung, ein mehr oder weniger hoher Lichtgenuss und in der Regel eine stark schwankende Wasserversorgung ist.

Stachys officinalis ist eine Charakterart der Pfeifengraswiesen und kommt regelmäßig in wechselfeuchten, basenarmen Borstgrasrasen und Zwergstrauchheiden auf Silikat- und Niedermoorböden, wechselfeuchten Magerrasen, wechselfeuchten, bodensauren Eichenmischwäldern auf Sandböden und wechselfeuchten, mageren Staudensäumen vor.

Beschreibung

Stachys officinalis ist eine sommergrüne, horstige Staude von 40 bis 60 cm Höhe. Die rosa Blüten stehen in Scheinähren an langen Stielen. Die Hauptblütezeit erstreckt sich von Juni bis Ende Juli,  bei Mahd/Rückschnitt auch mit Nachblüte bis in den September hinein.

Die wissenschaftlich korrekte Bezeichnung ist wohl derzeit "Betonica officinalis", die Art wird unter diesem Namen aber nicht gehandelt.

Verwendungshinweise

Der Echte Ziest kommt v.a. in größeren Beständen in naturhaften Wiesen und von Gräsern dominierten Staudensäumen oder unter sehr lichten Baumgruppen schön zur Geltung. Aufgrund seiner Verwendung als traditionelle Heilpflanze sollte er auch in traditionellen Kloster- und Bauerngärten nicht fehlen.

Kultur

Die Art ist auf allen mageren, mäßig trockenen bis wechselfeuchten und vollsonnigen bis sehr licht halbschattigen Standorten konkurrenzfähig und benötigt kaum gärtnerische Unterstützung.

Eine jährliche Mahd der Standorte mit Abfuhr der Streu ist hilfreich, weil es Gehölzaufkommen unterbindet und der Nährstoffanreicherung entgegenwirkt.

Sorten:

  • Alba: wie die Art, mit rein weißen Blüten

Bilder





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Alba


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[Rosea]


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Alba

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
30-60 cm Höhe
weiß
rosa
Juni
Juli
August
September
grün
hellgrün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
Heil-/Gewürzpflanze
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
wechselfeucht
sommertrocken
feucht
vollsonnig
sonnig
halbschattig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
organische Böden
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Trockenrasen
arme Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
alpin
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Zentral-Asien
gut
Gering
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Sandtrockenrasen
Steppenrasen
Bodensaure Borstgrasrasen
Submediterrane Halbtrockenrasen
Alpine Schuttfluren/Blockhalden Staudenfluren Zwergstrauchheiden und Nadelgebüsche Wälder Einsatzbereich
Silikat
Kalk
Staudenfluren trockenwarmer Standorte
Feucht- und Moorheiden
Eichenwälder
Bodensauere Eichenmischwälder
Bauerngarten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Heidegarten
Steppenpflanzung
Klostergarten
Gründächer
Substratstärke über 15 cm
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Insektenweide
Wiese
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
sommergrün
Alpinum
Wiesen
Felssteppen
Steppen
Heiden
Gehölzrand/Staudenfluren