Sorbus latifolia

4040-1 Name Breitblättrige Mehlbeere
Botanischer Name: Sorbus latifolia
Familie Rosaceae
Pflanzen pro qm 10.00
Wikipedia Sorbus latifolia
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

Atrovirens, Henk Vink

Beschreibung

Naturstandort

Sorbus latifolia ist nach gegenwärtigem Kenntnisstand eine natürliche Arthybride von Sorbus aria (Echte Mehlbeere) und Sorbus torminalis (Elsbeere).

Sie ist in Süd- und Mitteleuropa verbreitet und kommt hier v.a. in den Mittelgebirgen von den Tallagen bis in montane Höhenlagen vor. Ob die Vorkommen in Deutschland natürlichen Ursprungs sind, ist nicht endgültig geklärt. Die sehr vereinzelten Vorkommen in den Mittelgebirgsregionen sind wohl zumindest archäophytisch. 

Die Breitblättrige Mehlbeere besiedelt wie ihre Elternarten meist basenreichere und stickstoffarme, mäßig trockene bis frische Waldränder und lichte Wälder.

Die Breitblättrige Mehlbeere ist vereinzelt in trocken-warmen Eichenwäldern und wärmebegünstigten, lichten (Orchideen-)Buchenwäldern vertreten.

In der Agrarlandschaft der Mittelgebirgsregionen kommt sie sehr selten in trocken-warmen Berberitzengebüschen und Feldriegeln oder als solitärer Feldbaum vor.

Beschreibung

Sorbus latifolia ist ein sommergrüner, trägwüchsiger, oft mehrstämmiger Klein-Baum von 15, selten 20 m Höhe. Die rundliche Krone erreicht Breiten von 10 m. Das Laub ist oberseits leicht glänzend dunkel-grün.

Die für Sorbus aria charakteristische silbrig-weiße Behaarung der Blattunterseite ist hier unauffällig grau-gelb. Das Laub verfärbt sich im Spätherbst recht zuverlässig gelblich bis orange.

Im Mai erscheinen creme-weiße, in Schirmrispen angeordnete Blüten, aus denen bräunlich-orange Fruchtstände hervorgehen.

Verwendungshinweise

Die Breitblättrige Mehlbeere erreicht nicht die charakteristische, warme Wirkung der Echten Mehlbeere, die auf Stadtplätzen, in Innenhöfen, vor Gebäuden und auch als Straßenbaum die ansprechendere Wahl ist.

Dies gilt auch für Gehölzränder oder Waldmäntel in parkartigen Anlagen.

Kultur

Sorbus latifolia ist stadtklimatischen Belastungen sehr gut gewachsen, windfest und nach der Etablierung aufgrund der ausgesprochen tiefreichenden Wurzeln gut trockenheitsverträglich.

Sorten:

  • Atrovirens: 10/4 m hoch/breit, symetrisch-pyramidale Krone, für Straßenbaumpflanzungen
  • Henk Vink: 12/6 m, schlankere, hochgewölbte Krone, für Straßenbaumpflanzungen

Bilder





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Attribute

Lebensform Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung Zierwert Frucht
Baum
Kleinbäume
weiß
Mai
grün
dunkel-grün
zierende Herbstfärbung
zierend/strukturstark
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
essbar
vorhanden
eher unangenehm
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
halbschattig
absonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Gebüsche
arme Böden
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Mittelgebirge (montan)
Mitteleuropa
Südeuropa
Hügelland (collin)
befriedigend
Sehr gering
strukturbildender Solitär
verträglich
Wärmeliebende Trocken-Gebüsche
Schlehen-Gebüsche
Wälder Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Laubwälder
Buchenwälder
Trockenhang-Kalk-Buchenwälder
Eichenwälder
Felshang Traubeneichenwälder
Bauerngarten
Repräsentative Gärten
Waldgarten
öffentliches Grün
Straßenbegleitgrün
Straßenbäume
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Hecken
Freie Blütenhecke
Hauptsortiment
sommergrün
Gehölz/Wald
Gehölzrand/Staudenfluren