Silene viscaria

10019_silene_viscaria Name Gewöhnliche Pechnelke
Botanischer Name: Silene viscaria
Familie Caryophyllaceae
Pflanzen pro qm 10.00
Wikipedia Silene viscaria
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

Feuer, Schnee, ssp. atropurpurea

Beschreibung

Naturstandort

Silene viscaria kommt von Süd-Frankreich bis Süd-Skandinavien und über Ost-Europa bis zum Kaukasus und das westliche Sibirien vor. In Deutschland konzentrieren sich die Vorkommen auf die östlichen Mittelgebirgsregionen.

Die Gewöhnliche Pechnelke besiedelt trocken-warme, stickstoffarme Staudensäume auf neutralen bis sauren Böden in vollsonnigen bis licht halbschattigen Lagen. Sie kommt von den Tiefebenen bis in submontane Höhenlagen vor.

Silene viscaria ist eine Charakterart des Pechnelken-Graslilien-Saums auf Schiefer- und Silikatgesteinsböden, die oft süd-exponierten, bodensauren Hainsimsen-Eichenwäldern oder Kiefern-Steppenwäldern vorgelagert sind. Sie bildet hier mit Astloser Graslilie (Anthericum liliago), Wohlriechender Weißwurz (Polygonatum odoratum), Felsen-Fingerkraut (Potentilla rupestris) oder Bibernell-Rose (Rosa spinosissima) blütenreiche Gemeinschaften.

Stetig vertreten ist Silene viscaria außerdem in bodensauren Halbtrockenrasen der Mittelgebirge auf lehmig-sandigen Böden mit dem bestandsbildenden Wiesen-Hafer (Avena pratensis) und dem charakteristischen Kleinen Mädesüß (Filipendula vulgaris). 

Beschreibung

Die Gewöhnliche Pechnelke ist eine sommergrüne, horstige Staude von 40 bis 60 cm Höhe. Die purpurroten Blüten erscheinen von Anfang bis Ende Mai.

Im Handel wird die Art auch unter dem Synonym "Lychnis viscaria" geführt.

Verwendungshinweise

Silene viscaria ist eine sehr schöne Wahl für trocken-warme, bodensaure, magere und naturhaft gestaltete Staudensäume vor Gehölzen und entsprechende ein- bis zweischürige, blütenreiche Magerwiesen, Steppen oder Alpinarien.

Sie kommt eigentlich nur in Verbindung mit niedrigen bis mittelhohen, bestandsbildenden Gräsern richtig zur Geltung.

Kultur

Unter den beschriebenen Stress-Bedingungen benötigt die Art kaum gärtnerische Unterstützung.

Dafür ist sie auf günstigeren Standorten nur mit recht hohem Aufwand vor der Verdrängung durch wuchskräftigere Konkurrenten zu bewahren.

Sorten:

  • Feuer: leuchtend scharlach-rote Blüten, sehr plakativ
  • Schnee (Alba): rein-weiße Blüte
  • ssp. atropurpurea: gedecktes dunkel-rosa-rot der Blüten, braune Knospen, aparte Wirkung

 

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
30-60 cm Höhe
weiß
rot
pink
Mai
grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
mäßig trocken
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
halbschattig
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Trockenrasen
sehr arme Böden
arme Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Tiefland
Nordeuropa
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
mediterraner Schwerpunkt
Hügelland (collin)
Asien
Sibirien
Zentral-Asien
sehr gut
Gering
Gruppen-Verbands-Pflanze
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
Bodensaure Borstgrasrasen
Staudenfluren Zwergstrauchheiden und Nadelgebüsche Gebüsche Wälder Einsatzbereich
Staudenfluren trockenwarmer Standorte
Trockene Sandheiden
Bergheiden
Wacholdergebüsche
Wärmeliebende Trocken-Gebüsche
Eichenwälder
Bodensauere Eichenmischwälder
Nadelwälder
Kiefernwälder
Kiefer-Steppenwälder
Bauerngarten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Steppenpflanzung
Gründächer
Substratstärke über 15 cm
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Wiese
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
sommergrün
Alpinum
Felssteppen
Steppen
Gehölzrand/Staudenfluren