Salvia officinalis

Salvia_officinalis__berggarten_ Name Echter Salbei
Botanischer Name: Salvia officinalis
Familie Lamiaceae
Pflanzen pro qm 4.00
Wikipedia Salvia officinalis
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

Alba, Berggarten, Creme de la Creme, Crispa, Icterina, Mayor, Mittenwald, Nana Alba, Nazaret, Purpurascens, Rosea, Tricolor

Beschreibung

Naturstandort

Salvia officinalis ist eine uralte Gewürz- und Heilpflanze, deren ursrpüngliche Herkunft vermutlich in der mediterranen Balkanregion liegt, aufgrund der jahrhundertelangen Kultivierung aber nicht mehr sicher zu rekonstruieren ist.

Im Ursprungsgebiet besiedelt der Echte Salbei sonnig-warme Zwergstrauchheiden auf entwaldeten Kalk-Schotterhängen.

In Deutschland ist die Art schon seit dem 14. oder 15. Jahrhundert in basiphilen Schwingel- und Trespen-Steppenrasen -wenn auch unbeständig- eingebürgert.

Die Vorkommen konzentrieren sich auf siedlungsnahe Räume im wärmebegünstigten Hügelland im Vorfeld der Mittelgebirge.

Foto: Immer schön: Salvia officinalis (http://galasearch.de/plants/12235-salvia-officinalis)

Beschreibung

Salvia officinalis ist ein wintergrüner, breitbuschiger Halbstrauch, der innerhalb von 2-3 Vegetationsperioden bis zu 60 cm hoch und mindestens ebenso breit wird. Niederliegende Äste mit Bodenkontakt bewurzeln sich, so dass unter günstigen Umständen kleine Gebüsche entstehen können.

Während der Wintermonate ist das Laub silbrig-grau, im Austrieb und über den Sommer grau-grün.

Die Hauptblütezeit beginnt Mitte bis Ende Mai und kann sich mit schwächerer Nachblüte bis in den Juli hineinziehen. Die Blüten sind blass blau-violett.

Die gesamte Pflanze duftet intensiv aromatisch und ist ein bedeutsamer Gewürzstrauch.

Verwendungshinweise

Der Echte Salbei ist eine Pflanze, die aus vielen trocken-warmen, sonnigen Gartensituationen nur schwer wegzudenken ist. Neben der ansprechenden Blüte ist es das im Winter silbergraue Laub, das sie zu einem ganzjährig wirksamen Strukturelement macht.

Sie ist sehr verwendugnswürdig in Kloster-, Kräuter und Bauerngärten, mediterranen Ansätzen, steppenartigen Staudenanlagen und vielfältigen Innenhofsituationen.

Salvia officinalis kann auch gut für die intensive Dachbegrünung auf sonnigen Dächern eingesetzt werden. Bei Substratstärken ab 20-30 cm kommt sie nach der raschen Etablierung ohne weitere Bewässerung aus. Alternativ lässt sie sich auch sehr zuverlässig aussääen.

Kultur

Die Art ist robust, stadtklimaverträglich, hitze- und trockenheitsresistent und daher auch für anspruchsvollere öffentliche Anlagen in sonnig-warmen Stadtplätzen oder Vorplätzen von Gebäuden geeignet.

Bei Kübelpflanzung ist sie sehr gut für Terrassen und Balkone verwendbar. Solange der Wurzelballen über Winter nicht feucht steht, ist der Echte Salbei auch im Kübel erstaunlich winterhart. Auf gut drainierten Böde übersteht die Art auch rauhe Winter und durchgefrorene Wurzelballen klaglos. Das Laub erschlafft zwar während längerer Frostperioden und wirkt dann etwas traurig, erholt sich aber in frostfreien Phasen wieder.

Salvia officinalis samt sich auf offenen Kies- und Schotterböden sehr gerne aus. Man kann aber nicht sagen, dass sie dabei enrsnthaft lästig wird.

Ein Rückschnitt der nach dem Hauptflor vergilbenden Blätter des Vorjahres beugt dem Vergreisen vor, steigert die Blühfreude und lässt den silbrigen Neuaustrieb des Laubes besser zur Geltung kommen. V.a. den wüchsigen Wildformen und Auslesen bekommt es sehr gut, wenn sie während der Wachstumsphasen sogar alle paar Wochen die Triebspitzen gekappt bekommen. So entstehen kompakte, dichte Büsche mit immer wieder neuen silbrigen Austrieben. 

Humusreiche Substrate sind ungünstig und provozieren ein mastiges Erscheinungsbild. Außerdem leidet die Winterhärte.

Sorten:

  • Alba: 40-60 cm hoch, gut wintergrün, blühfreudig
  • Berggarten: bis 40 cm hoch, kompakter Wuchs, rundliche Blätter, blühfaul
  • Creme de la Creme: bis 40 cm hoch, kompakter Wuchs, creme-weiße-grün panaschierte Blätter, blühfaul
  • Crispa: breite, am Rand gewellte Blätter, dicht weiß-filzig behaart, blühfaul
  • Icterina: bis 40 cm hoch, kompakter Wuchs, creme-gelbe-grün panaschierte Blätter, blühfaul
  • Mayor: 40-60 cm hoch, gut wintergrün, blühfreudig
  • Mittenwald: 40-60 cm hoch, gut wintergrün, schmale Blätter, blühfreudig
  • Nana Alba: 30 cm hoch, dicht-kompakter Wuchs, lanzettliche, kleine Blätter, gut wintergrün
  • Nazaret: 40-60 cm hoch, mandelartige Geruchsbeimischung, auch im Sommer silbrig-grüne Blätter, blühfreudig
  • Purpurascens: 40-60 cm hoch, silbrig-violetter Austrieb, später grau-grün, blühfaul
  • Rosea: 40-60 cm hoch, dauerhaft grau-grünes Laub, violett-rosa Blüte ab Anfang Juli bis Ende August, blühwillig
  • Tricolor: 40-50 cm hoch, creme-weiß-grün panaschiertes Laub, im Austrieb violett überlaufen, blühfaul

Bilder





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Berggarten (Herbstaspekt)


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Berggarten


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Creme de la Creme


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Icterina


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Purpurascens


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Purpurascens


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Rosea


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Winteraspekt

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Sträucher/Bäume Blütenfarbe Blütezeit
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
Strauch
Halb-/Zwergstrauch
horstartig
breit ausladend
rosa
violett
hell-blau
Mai
Juni
Juli
August
Blattfärbung Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche
grau-grün
silbrig
ungiftig
essbar
Heil-/Gewürzpflanze
ausgeprägt
trocken
mäßig trocken
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
arme Böden
mittlere Böden
frostfreie Lage
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Mittelgebirge (montan)
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
mediterraner Schwerpunkt
Hügelland (collin)
Afrika
Nordafrika
sehr gut
Gering
Gruppen-Verbands-Pflanze
strukturbildende Matrixpflanze
verträglich
Trockenrasen Staudenfluren Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung
Steppenrasen
Submediterrane Halbtrockenrasen
Staudenfluren trockenwarmer Standorte
Bauerngarten
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Steppenpflanzung
für Pflanzgefäße geeignet
Klostergarten
Duftgarten
Duft ausgeprägt
Gründächer
Substratstärke über 15 cm
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Insektenweide
Hauptsortiment
wintergrün
winter-/immergrün
Lebensbereich
Felssteppen
Steppen