Rhododendron hirsutum

3440-1 Name Behaarte Alpenrose
Botanischer Name: Rhododendron hirsutum
Familie Ericaceae
Pflanzen pro qm 3.00
Wikipedia Rhododendron hirsutum
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort

Rhododendron hirsutum kommt in den Kalk-Alpen von der submontanen bis alpinen Stufe oberhalb der Baumgrenze auf mäßig trockenen bis sickerfeuchten, stickstoffarmen und basenreicheren Böden in sonnigen bis licht absonnigen Lagen vor.

Die Behaarte Alpenrose ist eine Charakterart der hoch-alpinen Schneeheide-Krummholz-Gesellschaft mit der Latschenkiefer in der "Baumschicht". In tieferen Lagen siedelt Rhododendron hirsutum entweder in länger als sechs Monate schneebedeckten Schneetälern oder anthropogen entwaldeten Kalkschutthalden.

Beschreibung

Rhododendron hirsutum ist ein extrem langsam wachsender, wintergrüner Zwerg- bis Kleinstrauch, der im Alter 70-90 cm Höhe bei 120-160 cm Breite erreicht.

Die Blätter sind klein und dunkelgrün und recht auffällig behaart. Der Austrieb ist frisch-grün.

Die rosa Blüten erscheinen im Juni. Alle Pflanzenteile sind stark giftig.

Rh. hirsutum und Rh. ferrugineum bilden die natürliche Arthybride Rh. x intermedium, die sowohl physiognomisch als auch standörtlich zwischen den beiden Elternarten steht.

Verwendungshinweise

Die Behaarte Alpenrose ist eine selten eingesetzte, interessante Option für naturhafte, basenreichere Heidegärten und Alpinarien.

Sie ist auch gut geeignet zur Unterpflanzung lichter Lärchen- und Kieferngruppen mit frisch-humosen, nährstoffarmen Standortbedingungen.

Kultur

Die Behaarte Alpenrose verträgt kurze Trockenphasen besser als die Schwesternart Rh. ferruginosum.

Beide Arten sind in schneearmen Regionen aber frostanfällig, da sie am Naturstandort im Winter durch Schneebedeckung vor Frosteinwirkung und Verdungstungsverlusten geschützt sind. Die Standorte sollten daher wind- und vor winterlicher Sonneneinstrahlung geschützt sein.

Auf nährstoffarmen Böden ist die Art ansonsten pflegeleicht, auch wenn auf den basenreicheren Standorten der Wildkrautdruck höher ist als unter den stark sauren Bodenverhältnissen, die Rh. ferrugineum benötigt.

Bilder





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Attribute

Lebensform Sträucher/Bäume Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Strauch
Halb-/Zwergstrauch
breit ausladend
rosa
Juni
dunkel-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
stark giftig
unbedeutend
frisch
feucht
sonnig
halbschattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
durchlässiger Lehm
humos
organische Böden
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Alpine Schuttfluren/Blockhalden
arme Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
wintermilde Lage
Europa
alpin
Mitteleuropa
gut
Mittel
Gruppen-Verbands-Pflanze
strukturbildende Matrixpflanze
verträglich
Kalk
Zwergstrauchheiden und Nadelgebüsche Wälder Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung
Bergheiden
Nadelwälder
Kiefernwälder
Schneeheide-Kiefernwälder, kalkreich
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Heidegarten
Waldgarten
Hauptsortiment
winter-/immergrün
Lebensbereich
Alpinum