Pulsatilla vernalis

Pulsatilla_vernalis_fr%c3%bchlings-k%c3%bcchenschelle_%286%29 Name Frühlings-Kuhschelle
Botanischer Name: Pulsatilla vernalis
Familie Ranunculaceae
Pflanzen pro qm 20.00
Wikipedia Pulsatilla vernalis
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort

Pulsatilla vernalis kommt in den mitteleuropäischen Bergregionen und den osteuropäischen Steppenwäldern vor. In Deutschland ist sie extrem selten in den Hochalpen, dem Bayerischen Wald und mit möglicherweise erloschenen Einzelstandorten an den Oderhängen zu finden.

Die Frühlings-Kuschelle bevorzugt vollsonnige bis sonnige, allenfalls sehr licht halbschattige Lagen. Die Bodenreaktion ist neutral bis sauer.

Sie wächst im Gebirge auf wind- und wetterexponierten Felsrasen mit basenarmer Lehmbodenauflage und in mäßig trockenen, ausgesprochen stickstoffarmen Borstgrasrasen.

In tieferen Lagen kommt die Frühlings-Kuhschelle vorrangig in Wintergrün-Kiefernwäldern über basenreichen Sandböden mit saurer Rohhumusauflage vor.

Beschreibung

Pulsatilla vernalis ist eine vorsommergrüne, horstige Staude von gut 15 cm Wuchshöhe. Sie bleibt damit etwas zierlicher als die recht ähnliche Pulsatilla vulgaris.

Die mittel-blauen, seltener weißlichen Blüten erscheinen je nach Höhenlage von Mitte März bis Juni vor der Blattentwicklung. Die zierenden Fruchtstände sind mit langen, seidig-weißen Grannen besetzt. Die Blätter sind tief fiederspaltig und dicht silbrig behaart.

Verwendungshinweise

Pulsatilla vernalis ist eine sehr gute Wahl für (voll-)sonnige Alpinarien Kiesgärten und niedrige Steppenrasen.

Kultur

Die Art benötigt unbedingt gut durchlässige, im Frühjahr ausreichend frische und sehr nährstoffarme Substrate. Im Sommerhalbjahr wird sie durch Trockenhasen begünstigt, weil höherwüchsige Konkurrenten dadurch in Schach gehalten werden.

Die lichtliebende Art wird relativ schnell durch wüchsigere Konkurrenzstauden bedrängt. Sie ist ausgesprochen winterhart und kann auch problemlos in Trögen kultiviert werden.

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blattfärbung Zierwert Frucht
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
bis 15 cm Höhe
weiß
hell-blau
blau
grau-grün
zierend/strukturstark
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
giftig
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Trockenrasen
sehr arme Böden
arme Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
Mitteleuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Sibirien
sehr gut
Hoch
strukturbildender Gruppen-Solitär
Gruppen-Verbands-Pflanze
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
konkurrenzschwach
Bodensaure Borstgrasrasen
Submediterrane Halbtrockenrasen
Alpine Schuttfluren/Blockhalden Staudenfluren Wälder Einsatzbereich Handelsgängigkeit
Silikat
Staudenfluren trockenwarmer Standorte
Nadelwälder
Kiefernwälder
Sand-Kiefernwälder
Kiefer-Steppenwälder
Bauerngarten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Steppenpflanzung
für Pflanzgefäße geeignet
Gründächer
Substratstärke über 15 cm
Wiese
Nebensortiment
Belaubung Lebensbereich
vorsommergrün
Alpinum
Felssteppen
Steppen
Gehölzrand/Staudenfluren