Pulmonaria obscura

3275-1 Name Dunkles Lungenkraut
Botanischer Name: Pulmonaria obscura
Familie Raublattgewächse
Pflanzen pro qm 20.00
Wikipedia Pulmonaria obscura
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort

Pulmonaria obscura ist vom mittleren Skandinavien bis in das südliche Mitteleuropa verbreitet.

In Deutschland hat das Dunkle Lungenkraut große Verbreitungslücken insbesondere in der mittleren norddeutschen Tiefebene und den westlichen Mittelgebirgsregionen. Dafür konzentrieren sich die Vorkommen auf die nordostdeutsche Seenplatte, die östlichen Mittelgebirgsregionen und die Eifel.

Pulmonaria obscura ist eine Kennart der Buchenwälder, geht aber auch in die grundfeuchten Ausprägungen der Eichen-Hainbuchenwälder.

Die bevorzugt humos-lehmigen Waldböden sind stark alkalisch bis neutral und gut mit Stickstoff versorgt.

Die schattigen bis halbschattigen Standorte sind frisch bis feucht.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)
Licht (4)  Temperatur (5)  Kontinentalität (6)  Feuchte (6)  Reaktion (8)  Stickstoff (7)

Beschreibung

Pulmonaria obscura ist eine horstige, sommergrüne Staude. Sie erreicht Wuchshöhen zwischen 15 und 30 cm.

Die leicht herzförmigen Grundblätter sind borstig behaart und drüsig. Im Gegensatz zum bekannteren Pulmonaria officinalis sind die Blätter ungefleckt oder weisen höchstens verwaschen hellgrüne Flecken auf.

Die Blüten erscheinen bereits ab Mitte März bis Ende April. Sie erblühen zunächst rosa und verfärben sich nach der Befruchtung violett-blau.

Verwendungshiweise

Das Dunkle Lungenkraut ist im Handel selten und meist nur als Saatgut zu erhalten. Mit seinen silbrigen Blattflecken ist das Echte Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) eben doch auffälliger und zierender bei identischen Standortanforderungen.

Pulmonaria obscura ist entsprechend nur für betont naturnahe, authentische Waldpflanzungen eine Überlegung wert. Da das Verbreitungsgebiet aber mit dem der Artengruppe des Echten Lungenkrauts praktisch identisch ist, ist der Gedanke der geografischen Authentizität ein schwaches Argument.

Trotzdem lässt sich Pulmonaria obscura schön und stimmig mit heimischen Frühlingsgeophyten wie Anemone nemorosa oder Anemone ranunculoides vergesellschaften.

Kultur

Auf frischen bis feuchten, nahrhafen Waldböden in halbschattigen bis schattigen Lagen ist die Art robust und überdauert die Sommer im Zweifel auch unter höheren Stauden.

Bilder





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Naturstandort


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Naturstandort


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Naturstandort

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
15-30 cm Höhe
rosa
violett
April
grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P)
ungiftig
frisch
nass
feucht
halbschattig
sommerlich schattig
absonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
durchlässiger Lehm
Lehm
Ton
humos
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Wälder Einsatzbereich
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Kontinentaler Verbreitungsschwerpunkt
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
Nordeuropa
Mitteleuropa
Hügelland (collin)
befriedigend
Mittel
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
Laubwälder
Buchenwälder
Flattergrasbuchenwälder
Mull-Buchenwälder
Montane Buchenwälder
Eichenwälder
Waldgarten
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Raritäten/Saatgut
sommergrün
Gehölz/Wald