Pteridium aquilinum

10595_pteridium_aquilinum Name Adlerfarn
Botanischer Name: Pteridium aquilinum
Familie Dennstaedtiaceae, Adlerfarngewächse
Pflanzen pro qm 4.00
Wikipedia Pteridium aquilinum
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort

Pteridium aquilinum ist kosmopolitisch verbreitet. In Mitteleuropa wächst er von den Tiefebenen bis in alpine Stufen vorrangig in frischen, stickstoffarmen und bodensauren Eichen-, Hainsimsen-Buchen- und montanen Kiefern-Fichtenwäldern. Außerdem kommt er in Besenginsterheiden vor.

Die Substrate sind meist humose Sandböden. Bevorzugt werden licht halbschattige Lagen, der Adlerfarn gedeiht aber bei ausreichender Bodenfeuchtigkeit auch in sonnigen Lagen. Mit zunehmender Verschattung nimmt die Konkurrenzkraft ab.

Beschreibung

Der Adlerfarn ist mit Wuchshöhen von bis zu 150 (200) cm der größte heimische Farn. Wo sich die Wedel spreizklimmend in Gehölzen verankern können, werden auch über 300 cm Wuchshöhe erreicht.

V.a. auf uf leichten Böden treibt er wuchernde Rhizome und besetzt rasch große Flächen.

Im Herbst verfärbt sich das Laub in fahlen Gelb- und Brauntönen, die Verfallsphase ist aber ästhetisch nicht allzu ansprechend.

Alle Pflanzenteile sind stark giftig.

Verwendungshinweise

Pteridium aquilinum kann v.a. in großflächigen, naturhaften Waldgärten oder parkartigen Anlagen verwendet werden, weil er auf geeigneten Standorten unduldsame Einartbestände aufbaut.

Das Erscheinungsbild ist trotz der hohen, großen Wedel nicht immer absolut überzeugend. Adlerfarn-Flächen neigen oft zu struppigen, unruhigen Bildern. Insbesondere der Herbst- und Winteraspekt zusammenbrechender Bestände ist ungepflegt.

Unter Einsatz von Rhizomsperren kann ein Solitär-Trupp allerdings in warmen, lichten Waldsituationen oder im Hintergrund von Heidegärten dennoch eine strukturelle Bereicherung darstellen. Für wirklich eindrucksvolle Bilder sollten stressende Standortfaktoren vermieden werden (s.u.).

Kultur

Auf bodensauren, grundfeuchten Sandstandorten hat der Adlerfarn seine Heimspiele. Er gedeiht aber auch prächtig bzw. sogar üppiger auf nahrhaften Böden, die auch keineswegs sauer sein müssen.

Auf schweren Böden entwickelt er sich dagegen unbefriedigend.

An Naturstandorten dringen die Bestände von feuchteren Stellen aus oft in trockenere Bereiche vor, werden hier jedoch zunehmend kümmerlicher. Idealerweise vermeidet man Trockenstress gänzlich, auch wenn er zumindest etablierte Pflanzen nicht in existenzielle Nöte bringt.

Bilder





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Pteridium_aquilinum

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blattfärbung Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft
Staude
Farn
flächendeckend
100-150 cm Höhe
150-250 cm Höhe
grün
hellgrün
stark giftig
unbedeutend
Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit
frisch
wechselfeucht
gut drainiert
feucht
sonnig
halbschattig
sommerlich schattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
humos
organische Böden
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
stark sauer
arme Böden
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Herkunft BEWERTUNGEN Zwergstrauchheiden und Nadelgebüsche Wälder Einsatzbereich
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
alpin
Nordeuropa
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Ostasien/China/Mandschurei
Japan/Korea/Sachalin/Taiwan
Sibirien
Zentral-Asien
Kleinasien
Vord. Orient
Afrika
Nordafrika
Südafrika
Amerika
Nordamerika
Südamerika
Mittelamerika
Liebhaberpflanze
Gering
strukturbildender Gruppen-Solitär
unverträglich
Besenginsterheiden
Laubwälder
Buchenwälder
Moderbuchenwälder
Eichenwälder
Bodensauere Eichenmischwälder
Nadelwälder
Kiefernwälder
Fichtenwälder
Zwergstrauchreiche Tannen-Fichtenwälder
Repräsentative Gärten
Heidegarten
Waldgarten
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
sommergrün
Gehölz/Wald
Heiden
Gehölzrand/Staudenfluren