Prunella grandiflora

10983-1 Name Großblütige Braunelle
Botanischer Name: Prunella grandiflora
Familie Lamiaceae
Pflanzen pro qm 10.00
Wikipedia Prunella grandiflora
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

Alba, Lovelinesss, Lovelinesss Pink, Rubra

Beschreibung

Naturstandort

Prunella grandiflora kommt von der Iberischen Halbinsel bis Mitteleurpa im Norden und Kleinasien sowie vom Kaukasus bis zum Ural vor.

In Deutschland liegt der Verbreitungsschwerpunkt in den Mittelgebirgsregionen, im Tiefland fehlt die Art mit Ausnahme des östlichen Brandenburgs. Hier sind die meisten Vorkommen erloschen, lediglich im Odertal finden sich noch veritable Bestände.

Prunella grandiflora ist eine Charakterart der Fiederzwenken-Rasen und Trespen-Halbtrockenrasen auf flachgründigen, stickstoffarmen, kalk-skelettreichen Böden. Sie kommt aber auch in montanen Schneeheide-Kiefernwäldern und trocken-warmen Blut-Strorchschnabel-Säumen vor.

Die Standorte sind mäßig trocken, im Sommer meist trocken, vollsonnig bis licht halbschattig und stark alkalisch bis neutral.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)
Licht (7)  Temperatur (-)  Kontinentalität (5)  Feuchte (3)  Reaktion (8)  Stickstoff (3)

Beschreibung

Die Großblütige Braunelle ist eine wintergrüne Staude von 15 bis 20 cm Wuchshöhe.

Durch kurze, an der Basis verholzende Ausläufer wächst die Art deutlich in die Breite und kann im Alleinstand bodendeckerähnlich wachsen. Unter Konkurrenzbedingungen bleibt die Art lockerer im Wuchs und ist weniger ausbreitungswillig.

Die blau-violetten Blüten stehen in kurzen Ähren und erscheinen von Juni bis August.

Es treten natürliche Bastadisierungen mit Prunella vulgaris auf (Prunella x spuria).

Verwendungshinweise

Prunella grandiflora ist eine zurückhaltende Art, die gut in naturnahen, ein- bis zweischürigen, mageren und mäßig trockenen bis sommertrockenen Kräuterwiesen oder sonnig-warmen Stauden- und Gehölzsäumen verwendet werden kann.

Gut geeignet ist die Art für intensivere Dachbegrünungen.

Die blühstärkeren Auslesen kommen auch für die Verwendung im Vordergrund von Rabatten in Betracht.

Kultur

Auf armen, warmen, sonnigen und gelegentlich abtrocknenden Standorten ist eine Kultur unaufwändig. Die Art neigt unter konkurrenzarmen Bedingungen dann auch zur Versamung.

Sorten:

  • Alba: rein-weiße Blüten
  • Lovelinesss: hell-violette Blüte
  • Lovelinesss Pink: rosa Blüten
  • Rubra: intensiv rötlich-rosa

Bilder





10983-1
ssp. pyrenaica


10982-1


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Alba


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Alba


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3136-1

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
bodendeckend
15-30 cm Höhe
weiß
rosa
violett
Juli
dunkel-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
essbar
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
halbschattig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Trockenrasen
arme Böden
mittlere Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Mittelgebirge (montan)
alpin
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Asien
Zentral-Asien
Kleinasien
gut
Gering
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
Steppenrasen
Submediterrane Halbtrockenrasen
Alpine Schuttfluren/Blockhalden Staudenfluren Wälder Einsatzbereich Handelsgängigkeit
Kalk
Staudenfluren trockenwarmer Standorte
Nadelwälder
Schneeheide-Kiefernwälder, kalkreich
Bauerngarten
Steingarten/Alpinum
Steppenpflanzung
Klostergarten
Gründächer
Substratstärke über 15 cm
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Insektenweide
Wiese
Hauptsortiment
Belaubung Lebensbereich
winter-/immergrün
Alpinum
Felssteppen
Steppen
Gehölzrand/Staudenfluren