Primula veris

Primula_veris_echte_schl%c3%bcsselblume Name Echte Schlüsselblume, Apotheker-Primel
Botanischer Name: Primula veris
Familie Primulacea
Pflanzen pro qm 16.00
Wikipedia Primula veris
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort

Primula veris kommt von den Pyrenäen bis in das zentrale Skandinavien und Russland vor. Die Unterart Primula veris ssp. macrocalyx dringt nach Osten bis in die Mongolei vor mit einem weiteren, disjunktem Vorkommen in Vorderasien. In Deutschland fehlt die Echte Schlüsselblume nur iin der Nord-West-Deutschen Tiefebene.

In Mitteleuropa ist die Echte Schlüsselblume eine Kennart der basenreichen und stickstoffarmen Flaumeichen- und Steppen-Eichenwälder.

Sie ist zudem stetig in lichten Bereichen von kalkreichen Orchideen-Buchenwäldern, Blut-Storchschnabel-Säumen und Halbtrockenrasen anzutreffen. Die Art ist lichtliebend und bevorzugt vollsonnige bis licht halbschattige Lagen auf durchlässigen Lehmböden.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)
Licht (7)  Temperatur (-)  Kontinentalität (3)  Feuchte (4)  Reaktion (8)  Stickstoff (3)

 :

Naturstandort in einer halbschattigen Schafweide


Beschreibung

Primula veris ist eine sommergrüne, horstige Rosettenpflanze, deren gelbe Blütenstände im April bis Anfang Mai bis zu 20 cm hoch werden. Die Blüten duften stark.

Durch Aussaat bildet die Art am Naturstandort meist größere, lockere Bestände.

Mit der Hohen Schlüsselblume (Primular elator) wird eine natürliche Hybride gebildet, die mit Primula x media bezeichnet wird. Beide Arten sind wichtige Elternarten der Garten-Primel-Hybriden.

Verwendungshinweise

Die Echte Schlüsselblume ist eine sehr gute Art für die flächenhafte Unterpflanzung naturnaher und sehr lichter Baumbestände mit von Gräsern dominierter Krautschicht oder entsprechende, südexponierte Gehölzränder. Hier lässt sie sich z.B. schön mit der zeitgleich blühenden Frühlings-Platterbse (Lathyrus vernus) oder der Großen Sternmiere (Stellaria holostea) vergesellschaften.

Die vielseitige Art wirkt in individuenreichen Beständen auch in extensiven Magerwiesen stimmig.

Als traditionelle Heil- und Kulturpflanze ist sie auch für Bauerngärten die historisch richtige Wahl und darf im Grunde nicht fehlen. Sehr schön wirkt sie z.B. in Streuobstwiesen auf Südhängen.

Kultur

Auf stickstoffarmen, mäßig trockenen bis frischen, dann aber sommertrockenen sowie basen-/kalkreichen Standorten ist die Art pflegeleicht und versamt sich meist willig. 

Auf zu stickstoffreichen Standorten wird sie mit der Zeit von wüchsigeren Stauden und Gräsern verdrängt.

Sorten:

  • ssp. macrocalyx: asiatische Unterart mit größeren, orange-gelben Blüten, kaum im Handel erhältlich

Bilder





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ssp. veris


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ssp. veris


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ssp. macrocalyx


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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
15-30 cm Höhe
hell-gelb
gelb
orange
April
Mai
hellgrün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
Heil-/Gewürzpflanze
ausgeprägt
mäßig trocken
frisch
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
halbschattig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Trockenrasen
arme Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
alpin
Nordeuropa
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Vord. Orient
sehr gut
Gering
Gruppen-Verbands-Pflanze
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
Steppenrasen
Submediterrane Halbtrockenrasen
Staudenfluren Gebüsche Wälder Einsatzbereich Handelsgängigkeit
Staudenfluren trockenwarmer Standorte
Wärmeliebende Trocken-Gebüsche
Schlehen-Gebüsche
Laubwälder
Buchenwälder
Trockenhang-Kalk-Buchenwälder
Eichenwälder
Steppen-Eichenwälder
Felshang Traubeneichenwälder
Subkont. Kiefern-Eichenwälder
Bauerngarten
Repräsentative Gärten
Steppenpflanzung
Waldgarten
Klostergarten
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Wiese
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sommergrün
Gehölz/Wald
Felssteppen
Steppen
Gehölzrand/Staudenfluren