Potentilla rupestris

3055-2 Name Felsen-Fingerkraut
Botanischer Name: Potentilla rupestris
Familie Rosaceae
Pflanzen pro qm 8.00
Wikipedia Potentilla rupestris
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort

Potentilla rupestris hat ein weites Verbreitungsgebiet in submontanen bis montanen Bergregionen von Nord-Afrika bis Südeuropa, über den Balkan bis Klein- und Vorderasien und dem Kaukasus. In Deutschland kommt es zerstreut in den Mittelgebirgen vor.

In der Norddeutschen Tiefebene fehlt es fast vollständig, taucht im süd-skandinavischen Bergland aber wieder auf. Die ohnehin extrem seltenen Vorkommen in der Nord-Ost-Deutschen Tiefebene sind fast alle erloschen. Lediglich im Odertal und im Süden Brandenburgs bestehen noch Einzelvorkommen.

In Mitteleuropa ist das Felsen-Fingerkraut eine Charakterart der mäßig trockenen, wärmebegünstigten und stickstoffarmen Blut-Storchschnabel-Säume. Diese Saumgesellschaften sind sonnig bis licht halbschattig.

Weitere Vorkommen hat sie - vorrangig in ozeanisch geprägten Regionen mit höheren Sommerniederschlägen - in Mauerpfeffer-Gesellschaften auf flachgründigen Felsköpfen und über Felsschotter sowie in Trespen-Halbtrockenrasen.

Die Substrate reagieren schwach alkalisch bis schwach sauer.

Beschreibung

Potentilla rupestris ist eine sommergrüne, buschig-horstige Staude von etwa 40 cm Wuchshöhe.

Von Ende April bis Ende Mai bringt die Art zahlreiche weiße Blüten in fast schirmartigen Blütenständen hervor.

Verwendungshinweise

Das Felsen-Fingerkraut ist eine aparte, schöne und selten verwendete Option für naturnahe, mäßig trockene, wärmebegünstigte und v.a. stickstoffarme Steppenpflanzungen, Alpinarien und einschürige Mager-Wiesen oder Gehölzränder mit nicht zu starkem Wurzeldruck.

Auch für intensive Dachbegrünungen und Trockenmauerkronen ist die Art eine gute Wahl. Hier ist die Etablierung allerdings aufgrund des Bewässerungserfordernisses aufwändig und insbesondere in kontinentalen Regionen können in trockenen Sommern Ausfälle zu verzeichnen sein. Die Verwendung von Saatgut bietet sich hier an.

Kultur

Die Böden sollten möglichst stickstoffarm und skelettreich-durchlässig sein.

Sommertrockenheit stärkt die Art im Konkurrenzkampf mit Wildkräutern, im Frühjahr frische Standorte steigern aber die Vitalität der Bestände.

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
30-60 cm Höhe
weiß
April
Mai
grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
trocken
mäßig trocken
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
halbschattig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Trockenrasen
sehr arme Böden
arme Böden
mittlere Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
alpin
Nordeuropa
Mitteleuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Sibirien
Zentral-Asien
Kleinasien
Vord. Orient
sehr gut
Gering
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Steppenrasen
Submediterrane Halbtrockenrasen
Staudenfluren Zwergstrauchheiden und Nadelgebüsche Gebüsche Einsatzbereich Handelsgängigkeit
Staudenfluren trockenwarmer Standorte
Wacholdergebüsche
Wärmeliebende Trocken-Gebüsche
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Steppenpflanzung
Gründächer
Substratstärke über 15 cm
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Nebensortiment
Belaubung Lebensbereich
sommergrün
Alpinum
Felssteppen
Steppen
Gehölzrand/Staudenfluren