Parthenocissus tricuspidata

Parthenocissus_tricuspidata Name Dreispitzige Jungfernrebe
Botanischer Name: Parthenocissus tricuspidata
Familie Vitaceae
Pflanzen pro qm 10.00
Wikipedia Parthenocissus tricuspidata
Sorten

Beverly Brooks, Fenway Park, Green Spring, Lowii, Veitchii, Veitchii atropurpurea, Veitchii Boskoop, Veitchii Robusta

Beschreibung

Naturstandort

Parthenocissus tricuspidata stammt aus dem östlichen China, Korea und aus Japan und ist von der Hügelstufe bis in über 1.000 m Höhe verbreitet.

Die Art wächst in dauerhaft frischen bis feuchten Waldrändern, in Auwäldern, in Gebüschen und an Felshängen mit sehr breiter Standortamplitude.

Bevorzugt werden skelettreiche Mineralböden aller Art in vollsonnigen bis schattigen Lagen.

 :

Die Herbstfärbung tritt zeitlich versetzt ein, wodurch reizvolle Muster wie hier am Bundeskanzleramt entstehen

Beschreibung

Die Dreispitzige Jungfernrebe ist ein bis 20 (25) m hoher, sommergrüner Kletterstrauch. Die Art ist mittels Haftscheiben an Ranken auch auf glatten Flächen zuverlässig selbstklimmend. Fehlt eine Rankhilfe, wächst die Art bodendeckend.

In sonnigen oder licht halbschattigen Lagen entwickelt sich eine leuchtend orange bis purpur-rote Herbstfärbung. Die Blätter sind überwiegend dreizipfelig gelappt und mehr oder weniger ausgeprägt glänzend. Der Austrieb ist bronze überlaufen.

Der Blütenflor im Juni/Juli ist optisch zu vernachlässigen. Er gilt allerdings als gute Bienenweide und die Früchte werden im Herbst von Vögeln verzehrt.

Sehr ähnlich ist die nord- und mittelamerikanisch verbreitete Parthenocissus quinguefolia mit fünflappigen Blättern und etwas schlechterer Wandhaftung. Bei Parthenocissus tricuspidata stehen die recht steifen Blätter dachziegelartig überlappend und erzielen dadurch eine noch höhere Blickdichte.

Auf frischen bis feuchten, nahrhaften Böden ist der Jahreszuwachs der Dreispitzigen Jungfernrebe zudem etwas höher. Parthenocissus quinquefolia ist dafür auf relativ trockenen Standorten die bessere Alternative.

Verwendungshinweise

Parthenocissus tricuspidata ist eine der bekanntesten und am häufigsten verwendeten Klettersträucher. Wilder Wein ist eine gute Option zur Begrünung großer Wand- und Fassadenflächen aller Art. Er eignet sich auch gut als Rankhilfe für z.B. wuchskräftige Clematis (v.a. Clematis montana) oder Pfeifenwinde.

In Gehölzen sollte Parthenocissus tricuspidata nur in Ausnahmefällen eingesetzt werden, da selbst Großsträucher rasch vollständig überwuchert werden und der Habitus von Bäumen durch die Lianen des Wilden Weins verfälscht wird. Auch in Pergolen ist die Art suboptimal eingesetzt, weil Triebe ohne Kontakt zur Rankhilfe schleppenartig herabhängen und dabei unglücklich aussehen.

Die Art kann auch als Bodendecker in großflächigen Situationen verwendet werden. Allerdings duldet sie praktisch keine Stauden oder Kleinsträucher neben - d.h. unter - sich.

Kultur

Die Dreispitzige Jungfernrebe ist bezüglich der Standorteigenschaften ausgesprochen anspruchslos und gedeiht unter allen nicht zu trockenen und armen Bedingungen zufriedenstellend.

In absonnigen und schattigen Lagen bleibt die leuchtend rote Herbstfärbung allerdings aus.

Beim Entfernen des Kletterstrauches von Fassaden bleiben die Haaftscheiben als dunkle Punkte sichtbar, was v.a. auf hellen Putzfassaden störend ist. Die Klebeverbindung kann aber auch so stark sein, dass alter Putz stellenweise mit abgelöst wird.

Sorten:

  • Beverly Brooks: bis 4 m hoch und fast ebenso breit, ungewöhnlich kleine Blätter mit welligem Blattrand, bronzefarbener Austrieb, tief-rote Herbstfärbung (im Online-Handel zu beziehen)
  • Fenway Park: bis 5 m hoch und ähnlich breit, relativ kleine Blätter mit gelblich-grüner Färbung, neigt an sonnigen Standorten zu Verbrennungen
  • Green Spring: bis 18 m hoch, auffällig großblättrig, rötlich-braun überlaufener Austrieb, später hellgrünes Laub
  • Lowii: bis 4 m hoch, sehr kleine, ledrig-steife Blätter mit ausgeprägten Zacken, ungewöhnliche V-Stellung der Teilblätter, glänzend dunkel-grün, rötlich überlaufener Austrieb, tief-rote Herbstfärbung
  • Veitchii: bis 15 m hoch, große Blätter, im Austrieb bronze-rötlich überlaufen, später glänzend-grün, tief-rote Herbstfärbung (Handelsstandard)
  • Veitchii atropurpurea: bis 15 m hoch, großes, rundliches Blatt mit 7-9 Zipfeln, kräftig-roter Austrieb, weniger vital als andere Sorten, die Bezeichnung 'Purpurea' dürfte dieselbe Form beschreiben (im Online-Handel zu beziehen)
  • Veitchii Boskoop: bis 15 m hoch, großes, variables Blatt mit vertieften Blattadern, kräftig-roter Austrieb, matte bis schwach glänzende Blätter, bräunlich-rote bis leuchtend rote Herbstfärbung (im Online-Handel zu beziehen)
  • Veitchii Robusta: bis 15 m hoch, meist dreizzähliges Blatt, im Austrieb rötlich, später glänzend dunkel-grün, tief-rote bis leuchtend rote Herbstfärbung (im Online-Handel zu beziehen)

Bilder





Parthenocissus_tricuspidata


Parthenocissus_tricuspidata_dreispitzige_jungfernrebe


Parthenocissus_tricuspidata


Parthenocissus_tricuspidata


Parthenocissus_tricuspidata


2770-1


Parthenocissus_tricuspidata_dreispitzige_jungfernrebe_%282%29

Attribute

Lebensform Blütenfarbe Blattfärbung Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft
Kletterpflanze
Klimmend
Kletternd
gelblich-grün
hellgrün
dunkel-grün
zierende Herbstfärbung
ungiftig
unbedeutend
Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit
frisch
feucht
vollsonnig
sonnig
halbschattig
sommerlich schattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
Ton
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
Normal- bis winterrauhe Lage
gemäßigte Klimate
Warmlagen
Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich Handelsgängigkeit Lebensbereich
Asien
Ostasien/China/Mandschurei
Japan/Korea/Sachalin/Taiwan
gut
Sehr gering
strukturbildender Solitär
verträglich
Repräsentative Gärten
für Pflanzgefäße geeignet
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Insektenweide
Hauptsortiment
Gehölz/Wald
Gehölzrand/Staudenfluren