Paeonia officinalis

2718-2 Name Echte Pfingstrose
Botanischer Name: Paeonia officinalis
Familie Paeoniaceae
Pflanzen pro qm 6.00
Wikipedia Paeonia officinalis

Beschreibung

Naturstandort

Paeonia officinalis ist im gesamten europäischen Mittelmeeerraum bis in die südlichen Alpen und dem Balkan verbreitet. Sie kommt vom Hügelland bis in montane Höhenstufen in (voll-)sonnigen Rändern von Laubwäldern und feinerdereichen Kalkschotterfluren an Berghängen vor.

Sie bevorzugt basenreiche, mäßig trockene bis frischen (dann aber meist sommertrockene) und relativ nahrhafte Lehmböden mit Kalkgesteins-Skelett und guter Drainage.

Die Echte Pfingstrose wurde in den mitteleuropäischen Wärmegebieten in vorindustrieller Zeit als Arzneipflanze feldmäßig angebaut. Sie ist hier stellenweise verwildert und eingebürgert.

Beschreibung

Die Echte Pfingstrose ist eine sommergrüne Staude mit knollenartig verdickten Speicherwurzeln. Der Wuchs ist horstig-buschig und erreicht Höhen von gut 60 cm. Die magenta-roten, großen Blüten erscheinen im Mai/Juni.

Ähnlich ist die Korallen-Pringstrose (Paeonia mascula), deren grobere Blätter allerdings nicht die Eleganz des feiner gefiederten Laubes von P. officinalis erreichen.

Verwendungshinweise

Paeonia officinalis wird überwiegend in (hybriden) Sorten (s. Paeonia-Officinalis-Hybride) kultiviert, die sich meist durch größere, oft gefüllte Blüten von Weiß- bis Rosa- und Rottönen absetzen. Diese Auslesen sind den Hybridformen der Chinesischen Pfingstrose (Paeonia-Lactiflora-Hybride) sehr ähnlich.

Die Paeonia-officinalis-Sorten bleiben etwas zierlicher mit tendenziell kleineren Blüten, aber besserer Standfestigkeit. Die großblumigen Sorten benötigen auf stickstoffreichen Standorten für die schweren Blüten dennoch oft Stüzen.

Die botanische Paeonia officinalis wird sehr selten verwendet und praktisch nicht gehandelt, ist aber in ihrer Ursprünglichkeit eine sehr gute Wahl für Bauern- und Klostergärten, mediterrane Gärten und sogar naturhafte Staudenwiesen. Die Art ist den Sorten hier generell vorzuziehen.

Kultur

Die wärmeliebende Echte Pfingstrose kommt auf nicht zu leichten Böden mit mitteleuropäischen Trockenphasen gut zurecht. Staunässe sollte dringend vermieden werden.

Topfballenware benötigt einige Jahre, bis der erste Blütenflor angesetzt wird. Generell sollte auch die Echte Pfingstrose möglichst selten umgesetzt werden, da sie auf Verletzungen des umfangreichen Wurzelapparrates mit langwierigen Wachstumsverzögerungen reagiert. Wenn solche Verletzungen durch vorsichtiges und aufwändiges Arbeiten vermieden werden, spricht allerdings nichts gegen Standortverlagerungen.

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
30-60 cm Höhe
rot
pink
Mai
Juni
grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
giftig
vorhanden
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
poröser Schotter
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
mittlere Böden
reiche Böden
frostfreie Lage
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Mittelgebirge (montan)
Südeuropa
mediterraner Schwerpunkt
Hügelland (collin)
sehr gut
Mittel
strukturbildender Gruppen-Solitär
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Bauerngarten
Mediterraner Garten
Repräsentative Gärten
Klostergarten
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Raritäten/Saatgut
sommergrün
Alpinum
Wiesen
Gehölzrand/Staudenfluren