Origanum vulgare

Origanum_vulgare_gemeiner_dost_11 Name Gemeiner Dost
Botanischer Name: Origanum vulgare
Familie Lamiaceae, Schmetterlingsblütler
Pflanzen pro qm 10.00
Wikipedia Origanum vulgare
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

Album, Aureum, Compactum, Country Cream, Norton Gold, Thumblers Variety

Beschreibung

Naturstandort

Der Gemeine Dost (Origanum vulgare) ist im gesamten Mittelmeerraum, in Mittel- und Osteuropa und bis zum Kaukasus verbreitet.

Er kommt in trocken-warmen, basenreichen und stickstoffarmen Staudensäumen sowie entsprechenden Wald- und Gehölzrändern vor. Die Standorte sind vollsonnig bis licht halbschattig.

In Deutschland liegt der Verbreitungsschwerpunkt in den Mittelgebirgsregionen. V.a. in der Nord-West-Deutschen Tiefebene ist die Art selten, ansonsten tritt sie mehr oder weniger stetig auf.

Der Gemeine Dost ist eine Charakterart der Wirbeldost-Säume. Er kommt zudem regelmäßig in Halbtrockenrasen und in montanen Schneeheide-Kiefernwäldern vor.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)
Licht (7)  Temperatur (-)  Kontinentalität (3)  Feuchte (3)  Reaktion (8)  Stickstoff (3)



Origanum vulgare in einer mageren Schafweide auf lehmigem Sand (Großer Rummelsberg bei Brodowin)

Beschreibung

Origanum vulgare ist eine wintergrüne, aufrechte, an der Basis verholzende Staude von etwa 50 cm Höhe.

Durch kurze, aber zahlreiche Ausläufer drängen die Horste etwas in die Breite. Unter konkurrenzarmen Bedingungen ist der Ausbreitungsdrang stärker.

Die violett-rosa Blütendolden erscheinen von Juli bis Anfang September. Sehr selten treten auch natürliche, weiß blühende Varietäten auf.

Die zunächst dunkel-violett-braunen, später kräftig-grauen Fruchtstände sind über Winter strukturstabil und zierend.

Die gesamte Pflanze riecht aromatisch.



Weiß blühende Exemplare treten auch am Naturstandort immer mal wieder auf.

Verwendungshinweise

Origanum vulgare ist eine unaufdringliche Erscheinung, die gut in naturhaften, trocken-warmen und stickstoffärmeren Staudensäumen und in einschürigen Kräuter-Wiesen verwendet werden kann. Sehr schön sind hier auch die dunklen Samenstände im Kontrast zu strohfarbenen Gräsern.

Die Blüten erfreuen sich ungeheurer Belibtheit bei Insekten und hier v.a. bei Schmetterlingen. Letztere geben sich ein derart reges Stelldichein, dass sie schon selbst eine optische Attraktion darstellen.

Als Gewürzpflanze darf sie in Bauern- und Klostergärten im Kräuterbeet nicht fehlen.



Die flachwüchsige Auslese 'Compactum' ähnelt mehr einem Thymian und verhält sich auch vergleichbar defensiv.

Kultur

Auf sonnig-warmen, mäßig trockenen Standorten ist die Art robust, erstaunlich durchsetzungsfähig und benötigt keine gärtnerische Unterstützung.

Sie neigt stark zur Selbstaussaat und kann dann mitunter durchaus lästig werden.



Die gelb-grünliche 'Aureum' ist zweifellos eine Blattschmuckstaude. Ihr Farbton lässt sich noch gut und belebend selbst in naturhafte Konzepte einbinden.

Sorten:

  • Album: 30 cm hoch, weiße Blüten
  • Aureum: bis 40 cm hoch, gelblich-grünes Laub, violett-rosa Blüte
  • Compactum: 15-20 cm hoch, violett-rosa Blüte
  • Country Cream: 30 bis 40 cm hoch, weiß-grünes Laub, blass-rosa Blüten
  • Norton Gold: 30 bis 40 cm hoch, gelblich-grünes Laub, violett-rote Blüte
  • Thumblers Variety: gelblich-grüner Austrieb, später etwas vergrünend, zart rosé-weiße Blüten

Bilder





Origanum_vulgare_gemeiner_dost_11


Origanum_vulgare_gemeiner_dost_161


Origanum_vulgare_gemeiner_dost_12


Origanum_vulgare_gemeiner_dost__14


Origanum_vulgare_gemeiner_dost_13


Origanum_vulgare__gemeiner_dost_15


Origanum_vulgare

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
15-30 cm Höhe
30-60 cm Höhe
weiß
rosa
violett
rosé-weiß
Juli
August
grün
hellgrün
weiß
gelblich
panaschiert
Zierwert Frucht Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche
zierend/strukturstark
ungiftig
essbar
Heil-/Gewürzpflanze
ausgeprägt
trocken
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
halbschattig
Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
sehr arme Böden
arme Böden
mittlere Böden
reiche Böden
frostfreie Lage
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Europa
Ozeanischer Verbreitungsschwerpunkt
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
Nordeuropa
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Zentral-Asien
Kleinasien
Vord. Orient
gut
Sehr gering
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Trockenrasen Staudenfluren Zwergstrauchheiden und Nadelgebüsche Wälder Einsatzbereich
Steppenrasen
Submediterrane Halbtrockenrasen
Staudenfluren trockenwarmer Standorte
Wacholdergebüsche
Nadelwälder
Schneeheide-Kiefernwälder, kalkreich
Bauerngarten
Mediterraner Garten
Repräsentative Gärten
Heidegarten
Steppenpflanzung
für Pflanzgefäße geeignet
Klostergarten
Duftgarten
Duft ausgeprägt
Gründächer
Substratstärke über 15 cm
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Insektenweide
Wiese
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
zierende Winterstruktur
winter-/immergrün
Alpinum
Felssteppen
Steppen
Heiden
Gehölzrand/Staudenfluren