Nymphaea candida

2657-1 Name Glänzende Seerose
Botanischer Name: Nymphaea candida
Familie Nymphaeaceae
Pflanzen pro qm 0.50
Wikipedia Nymphaea candida
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort

Nymphaea candida ist von Nord- und Mittel-Europa bis in das westliche Sibirien in stickstoffarmen und schwach sauren bis sauren Moor- und humosen Heidegewässern verbreitet. In Deutschland gibt es nur noch vereinzelte Vorkommen in der Lüneburger Heide, auf der Schwäbischen Alb sowie in Thüringer Wald und Erzgebirge.

Die wärmeliebende Art besiedelt (voll-)sonnige, kontinental geprägte, d.h. sommerwarme und winterkalte Lagen.

Beschreibung

Nymphaea candida ist eine wüchsige Schimmblattpflanze. Die sommergrünen Schwimmblätter sind eirund. Im Flachwasser erheben sich dei Blätter um 20 bis 30 cm über den Wasserspiegel. Die optimale Entwicklung wird in Wassertiefen von 50 bis 100 cm erzielt.

Die rein-weißen Blüten erscheinen von Juni bis August und verströmen einen angenehmen Duft. Die langsam kriechenden Rhizome lassen die Exemplare im Laufe der Zeit immer größere Flächen einnehmen.

Verwendungshinweise

Die Glänzende Seerose ist in der Wirkung der kräftigeren Nymphaea alba sehr ähnlich, ist aber nur im Spezial-Handel zu beziehen.

Ihr Einsatz anstelle der Weißen Seerose macht wegen der Mühen des Bezugs nur in schwach sauren bis sauren, nährstoffarmen Gewässern oder bei etwas beengteren Platzverhältnissen praktischen Sinn. In solchen Gewässern ist sie aber selbstverständlich eine sehr gute Option, da im Grunde jedes nicht zu kleine Stillgewässer ohne Seerosen unvollständig erscheint. Nymphaea candida gilt zudem als etwas weniger wärmebedürftig als Nymphaea alba.

Anstelle der mäßig blühfreudigen Glänzenden Seerose kann die im Erscheinungsbild sehr ähnliche und ebenfalls auf Moorgewässer spezialisierte Nymphaea alba var. minor gewählt werden, die aber ebenfalls nur im ausgesuchten Spezialhandel erhältlich ist.

Die Kultur ist anspruchslos.  Im Flachwasser besteht die Gefahr von Frostschäden, die Rhizome dürfen nicht durchfrieren. In halbschattigen oder gar schattigen Lagen kümmert die Art und gelangt nicht zur Blüte.

Bilder





2657-1

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Wasserpflanze
Schwimmblattpflanze
flächendeckend
weiß
Juni
Juli
August
dunkel-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
vorhanden
offenes Wasser
nicht austrocknend
vollsonnig
sonnig
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
humos
organische Böden
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Gewässer/Gewässerrand
arme Böden
mittlere Böden
reiche Böden
Normal- bis winterrauhe Lage
gemäßigte Klimate
Warmlagen
Europa
Kontinentaler Verbreitungsschwerpunkt
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
Nordeuropa
Mitteleuropa
mediterraner Schwerpunkt
Hügelland (collin)
Asien
Sibirien
sehr gut
Sehr gering
strukturbildender Solitär
strukturbildender Gruppen-Solitär
verträglich
Stillgewässer
Oligotroph
Mesotroph
Moorgewässer
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Repräsentative Gärten
Wassergarten
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Nebensortiment
sommergrün
Freiwasser